Ruhr-Universität Bochum zur Navigation zum Inhalt Startseite der RUB pix
Startseite UniStartseite
Überblick UniÜberblick
A-Z UniA-Z
Suche UniSuche
Kontakt UniKontakt

pix
 
Das Siegel
Naturwissenschaften Ingenieurwissenschaften Geisteswissenschaften Medizinische Einrichtungen Zentrale Einrichtungen
pix
RUBENS - Zeitschrift der RUB
RUBENS- Startseite

Lesen
Aktuelle Ausgabe
Archiv
¤Ausgabe Nr. 120
  ¤Artikel
pdf-Dateien

Service & Kontakt
Mediadaten
Redaktion
E-Mail Service
Kontakt

Volltextsuche
pix RUBENS - Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
 
 
 
    
pix
Artikel » Ausgabe 120 »Archiv » RUBENS » Pressestelle » Ruhr-Universität
pix pix
RUBENS 120

30. November 2007

Geliebte Klassiker

Die Unibibliothek hat einen neuen Unterstützer gefunden


Es ist noch keine Sensation, wenn sich ein Bauingenieur auch für schöne Künste und deutschsprachige Literaturklassiker begeistert. Wenn dieser Ingenieur allerdings der Unibibliothek darüber hinaus jährlich eine schöne Summe schenkt, damit sie Bücher zum Thema kaufen kann, dann sollte man doch etwas genauer hinschauen und sich mit Arnd Hallemeier in der Bibliothek treffen.

Rund 4,4 Mio. Bücher und weitere Medien können in der Universitätsbibliothek (UB) und den 50 Fachbereichsbibliotheken der Ruhr-Uni eingesehen oder ausgeliehen werden. Eine ganze Menge. Gleichwohl müssen es ständig mehr werden, damit das Angebot stets den aktuellen Stand der Wissenschaft widerspiegelt. Natürlich besitzt die Bibliothek ein Budget für Neuanschaffungen und natürlich wird dieses Budget mit Einnahmen aus den Studienbeiträgen aufgebessert; das ist schließlich ein Hauptwunsch der Studierenden: Ihre Beiträge sollen auch der Bibliothek zugute kommen. Allein 2007 kauft die UB aus diesen Mitteln rund 2.000 Lehrbücher, darüber hinaus elektronische Datenbanken, e-books etc. Dennoch können die Bibliotheksmitarbeiter längst nicht jedes Medium beschaffen, das sie gerne hätten. Darum sind sie umso glücklicher, wenn sie noch aus einer anderen Quelle Geld bekommen.

Quer durch die Regale

Arnd Hallemeier ist so eine Quelle. Er hat Anfang der Siebzigerjahre an der Ruhr-Uni Bauingenieurwesen studiert und in dieser Zeit nicht nur seinen Abschluss geschafft, sondern auch das enorme Angebot in den Regalen der Bibliotheken schätzen gelernt. „Das waren nicht nur Bücher zu meinem Studium, sondern auch jede Menge Klassiker: Hölderlin, Gottfried Keller und vor allem Goethe. Ich habe mich kreuz und quer durch die Regale gelesen“, erinnert sich der Ingenieur und blickt sich versonnen in dem Teil des Magazins um, wo seine geliebten Klassiker noch immer stehen.
Jetzt, zum Ende seines Berufslebens, möchte er helfen, den hohen Standard in der Bibliothek zu bewahren. „Ich selbst habe in meiner Schul- und Universitätszeit eine so umfassende, gute und kostenlose Bildung genossen, davon möchte ich einiges zurückgeben“, benennt Hallemeier ein weiteres Argument. Neben der Ruhr-Uni (der er bereits über die Gesellschaft der Freunde Spenden zukommen ließ) spendet er auch seinem alten Gymnasium in Werden sowie der Folkwang Hochschule Geld; dort hatte Hallemeier während seiner Schulzeit vier Jahre lang Kurse belegt.
3.000 Euro erhält jede der drei Institutionen jährlich, auf unbegrenzte Zeit. Vor ein paar Monaten hatte sich Arnd Hallemeier an die UB-Direktorin Dr. Erdmute Lapp gewandt und mit ihr weiteren UB-Mitarbeitern die Modalitäten geklärt. Hauptsächlich ging es darum, dass der Ingenieur das Geld für bestimmte Bücher zur Verfügung stellen möchte, namentlich für Literatur von und über Goethe, Hölderlin und Keller.

Bücherfreunde unter sich

Forderungen, die in der Bibliothek leicht nachzuvollziehen sind und gerne erfüllt werden. „So kann sich Herr Hallemeier ganz konkret einbringen und hat einen direkten Bezug zu den von ihm finanzierten Büchern“, sagt Uta Müller, in der Bibliothek unter anderem zuständig für Öffentlichkeitsarbeit. Außerdem könne die UB auf diese Weise einen Schwerpunkt zu diesen drei Autoren aufbauen. Unisono loben Müller und Hallemeier die angenehme Atmosphäre der Gespräche. Bücherfreunde unter sich. Außerdem ist das Spenden eine vollkommen unbürokratische Angelegenheit. Arnd Hallemeier musste ein einziges kleines Formular (für die spätere Spendenbescheinigung) ausfüllen und überweist seitdem seine Spende auf ein eigens eingerichtetes Konto der UB. Mehr gab und gibt es nicht zu tun.
Da zahlreiche Bücher über Goethe & Co. einerseits in der Bibliothek bereits vorhanden sind, andererseits in noch viel größerer Zahl existieren und zudem jährlich viele neue Werke hinzukommen, muss aus dem riesigen Angebot ausgewählt werden. Dazu entsteht in der UB eine Vorschlagsliste, aus der Arnd Hallemeier schließlich seine Favoriten bestimmt. „Hölderlins Kalender“ gehörte zu den ersten Büchern, für die er sich entschieden hat. Zusammen mit ein paar Dutzend weiterer Bücher ist es mittlerweile in Bochum angekommen und wurde im Oktober ins Regal gestellt. Ingenieur Hallemeier hat es jetzt kurz herausgeholt und blättert zufrieden darin.
Wahrscheinlich wird er auch einer der ersten Ausleiher sein. Denn es gibt – neben der Liebe zur Bildung und der Dankbarkeit gegenüber seinen Bildungsinstitutionen – noch einen dritten Grund, dass er der Unibibliothek Geld für neue Bücher spendet: „Ich habe zu Hause eine große Büchersammlung, aber keinen Platz mehr für weitere Bücher. Ich möchte selbstverständlich keines meiner Bücher weggeben. Andererseits liebe ich es, Bücher zu kaufen; das lasse ich jetzt die Unibibliothek machen: Sie kauft stellvertretend für mich. Ich kann mir ja dort die Bücher per Fernleihe besorgen.“

Kontakt
Arnd Hallemeier ist bislang der einzige Geldspender der UB, regelmäßig werden ihr allerdings Bücher gespendet. Natürlich freut sich die UB über weitere Interessenten für beide Varianten; Infos & Kontakt: Dr. Erdmute Lapp, -22350, oder Uta Müller, -22383.


ad
pfeil  voriger Artikel Themenübersicht nächster Artikel   pfeil
 
 
Zum Seitenanfang  Seitenanfang | Druckfassung dieser Seite
Letzte Änderung: 30.11.2007| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik