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RUBENS 120

30. November 2007

Personal

Leute an der RUB



Neu ernannt
Seit Oktober besetzt Prof. Dr. David Nelting den Lehrstuhl für Romanische Philologie, insbesondere italienische Literatur. Er hatte die W2-Professur bereits in den beiden vorangegangenen Semestern vertreten. Neltings Schwerpunkte liegen in der italienischen Literaturwissenschaft und dort in den Bereichen Autorschaft und Poetik am Übergang vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit und in der Frühen Neuzeit, Neorealismus sowie Bukolik in Früher Neuzeit und Barock. David Nelting studierte von 1989-94 Romanische Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Romanische Sprachwissenschaft in Aachen. Als Stipendiat der NRW-Graduiertenförderung schloss er seine Promotion bereits ein Jahr später ab. In den folgenden Jahren arbeitete er als Lehrbeauftragter in Aachen und Marburg. 1999 ging Nelting als Wissenschaftlicher Assistent an die TU Chemnitz, zwei Jahre darauf wechselte er an die Uni München, wo er sich 2005 habilitierte. Zwischen November 2005 und Oktober 2006 arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim von der Fritz-Thyssen-Stiftung geförderten Forschungsprojekt „Autorschaft in der italienischen Frühen Neuzeit“.

Seit Beginn des Wintersemesters leitet Prof. Dr. Oliver T. Wolf die Arbeitseinheit Kognitionspsychologie. Im Zentrum seiner wissenschaftlichen Arbeit steht die Frage, wie kognitive Prozesse (Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Lernen und Gedächtnis) durch affektive Prozesse (Emotionen) beeinflusst werden. Einen Schwerpunkt bildet die Untersuchung der Auswirkungen von akutem und chronischem Stress auf Gedächtnis- und Lernleistungen. Oliver Wolf studierte von 1990 bis 1995 Psychologie in Trier und Worcester (Massachussetts). Anschließend promovierte er in Trier. Die ersten Postdoc-Jahre verbrachte Wolf an New Yorker Wissenschaftseinrichtungen (School of Medicine bzw. Rockefeller University). Im September 2000 kehrte er nach Deutschland zurück und leitete zunächst eine Emmy-Noether-Nachwuchsforschergruppe am Institut für Experimentelle Psychologie der Uni Düsseldorf. Im Sommer 2002 habilitierte Wolf sich und vertrat bis 2005 eine Professur in Düsseldorf. 2005 folgte er einem Ruf auf eine Professur für Allgemeine Psychologie an der Uni Bielefeld, wo er bis zu seinem Ruf an die Ruhr-Uni blieb.

Seit Oktober besetzt Prof. Dr. Wiltrud Mihatsch eine Professur für Romanische Philologie. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Lexikologie, Typologie, Sprachwandel, Diskursmarker und Pragmatik, Approximationsverfahren sowie Sprachkontakt. Wiltrud Mihatsch studierte von 1989 bis 1990 zunächst an der „École Supérieure de Commerce“ in Reims, zwischen 1990 und 1997 schließlich die Fächer Französisch, Spanisch und Englisch an der Uni Tübingen. In den folgenden drei Jahren war sie Mitglied des Graduiertenkollegs Integriertes Linguistikstudium in Tübingen und anschließend wissenschaftliche Mitarbeiterin im dortigen SFB Linguistische Datenstrukturen; 2004 wurde sie in Tübingen promoviert. Danach kam Mihatsch als wissenschaftliche Assistentin der Romanistik und Linguistik an die Uni Bielefeld, wo gleichzeitig ihr Habilitationsverfahren eröffnet wurde.

Prof. Dr. Markus Ritter besetzt seit Oktober eine Professor für Didaktik der englischen Sprache und Literatur. Als Schwerpunkte nennt er: Theorie-Praxis-Verschränkung in der Lehrerbildung, Integration Neuer Medien in den Fremdsprachenunterricht, Interkulturelles Lernen durch computervermittelte Kommunikation sowie fremdsprachliches Leseverstehen. Markus Ritter absolvierte sein Lehramtsstudium in Englisch und Biologie an der Uni Münster (1984-1989). Anschließend war er zwei Jahre lang als Lehrer für Deutsch als Fremdsprache in Großbritannien und Deutschland tätig. 1994 wurde Ritter in Münster promoviert und arbeitete anschließend als Verlagsredakteur für Bildungssoftware in Berlin. 1997 ging er als wissenschaftlicher Assistent für Fremdsprachendidaktik/Sprachlehrforschung an die Uni Siegen. 1999 wechselte er an die Uni Duisburg-Essen und war dort wissenschaftlicher Mitarbeiter für englische Fachdidaktik und Sprachpraxis. Unterbrochen von Vertretungsprofessuren in Heidelberg und Frankfurt/Main blieb Ritter dort bis zu seinem Ruf nach Bochum.

Seit Oktober verstärkt Prof. Dr. Ulrich Rehm das Kunstgeschichtliche Institut. Der gebürtige Dorstener kümmert sich dort u.a. um folgende Forschungsschwerpunkte: Bildkünste des Mittelalters, Buchmalerei, Kunsttheorie sowie Geschichte der Kunstgeschichte. Ulrich Rehm studierte von 1983-90 Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie zunächst in Köln und München. 1994 wurde er an der Uni München promoviert. Anschließend war er eine Zeitlang wissenschaftlicher Volontär am Bayerischen Nationalmuseum (Abteilung Kunstgewerbe, Skulptur und Malerei bis 1550) und kam schließlich ans Kunsthistorische Institut der Uni Bonn, wo er sich 2001 habilitierte. Es folgten Lehrstuhlvertretungen in Frankfurt/Main und Heidelberg. Zuletzt und bis zu seinem Ruf nach Bochum war Prof. Rehm Hochschuldozent an der Uni Bonn.
Foto: Sponheuer

Ehre
Vier junge Forscherinnen der RUB können sich über eine Finanzspritze freuen, die es ihnen ermöglicht, ihre Promotionen sorgenfrei abzuschließen. Sie wurden am 30. Oktober von Birgit Fischer, der Vorsitzenden der Gesellschaft der Freunde der RUB, mit Stipendien der Wilhelm und Günter Esser Stiftung ausgezeichnet. Die Amerikanistin Iris-Aya Lämmerhirt widmet sich dem kulturellen Austausch zwischen Japan und den USA. Die Biologin Hanna Diehl erforscht Biomarker, die auf Darmkrebs im Frühstadium hinweisen können. Die Elektrotechnikerin Stefanie Dencks entwickelt eine Methode, mit der sich durch Ultraschall die Knochendichte am Oberschenkel ermitteln lässt. Die Biochemikerin Christina Herold erforscht bei den Psychologen die Rolle des Nervenbotenstoffs Dopamin bei Lernprozessen.

Über eine Finansspritze von je 6.000 Euro freuen sich Dr. Harald W. Platta und Dr. Iris Tischoff: Die beiden jungen Forscher der RUB wurden Ende November bei der FoRUM-Tagung der Medizinischen Fakultät mit dem diesjährigen Förderpreis der Sophia & Fritz Heinemann Stiftung ausgezeichnet. Harald W. Platta (Fakultät für Biologie) untersucht die Funktion bestimmter Peroxisomen. Diese Zellorganellen sind an verschiedensten Stoffwechselprozessen beteiligt. Arbeiten sie aufgrund von Genmutationen nicht richtig, leiden die Betroffenen unter schwersten Symptomen. Iris Tischoff (Institut für Pathologie) untersucht, welche Gene an der Verwandlung einer gesunden Zelle auf dem Weg zur Bauchspeicheldrüsenkrebszelle beteiligt sind. Davon erhofft sich die Forscherin neue Angriffspunkte, um Bauchspeicheldrüsenkrebs aufzuhalten.

Am 12. Dezember wird der Schweizer Bibelwissenschaftler und Religionshistoriker Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Othmar Keel mit der Ehrendoktorwürde der Katholisch-Theologischen Fakultät ausgezeichnet. Der Festakt findet um 15 h in GA 03/142 statt. Prof. Keel hält einen Festvortrag zum Thema „Methoden den Tod zu überwinden. Zuversichtliche ägyptische und zaghafte biblische Versuche“, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Die Katholisch-Theologische Fakultät verleiht in ihrer über 40-jährigen Geschichte erst zum siebten Mal eine Ehrendoktorwürde. Sie ehrt den Marcel-Benoist-Preisträger von 2005 für seine herausragenden Forschungsarbeiten, die einen nachhaltig weiterführenden Beitrag zum Verständnis der biblischen Religion und des Monotheismus darstellen. Mit seinen besonders innovativen und wissenschaftlich hoch bedeutsamen Forschungen zur altorientalischen Miniaturkunst habe Prof. Keel eine beeindruckende wissenschaftliche Lebensleistung vorgelegt und mit der altorientalischen Ikonographie ein international anerkanntes Forschungsfeld für die Exegese erschlossen. Vor allem für die Religionsgeschichte Israels haben seine Forschungen vielfach neue Perspektiven eröffnet und zum besseren Verständnis der biblischen Texte beigetragen.

Prof. em. Dr. Rolf Grawert (Rechtswissenschaft) ist seit Ende Oktober Ehrendoktor der Juristischen Fakultät der Krakauer Wissenschaftlichen Hochschule. Die polnische Uni würdigt damit zum einen Grawerts in Polen erschienene Arbeiten, zum anderen seinen Beitrag zur deutsch-polnischen Verständigung.

Für herausragenden wissenschaftlichen Einsatz hat Prof. Dr. Diethelm Tschöpe, Direktor des Diabeteszentrums und stellvertretender Ärztlicher Direktor im Herz- und Diabeteszentrum NRW (Universitätsklinik der RUB) im November die Ehrendoktorwürde der Medizinischen Fakultät der Universität Cluj-Napoca (Klausenburg-Siebenbürgen) in Rumänien erhalten. Damit wird sein großes Engagement für Forschung und Wissenschaft auf internationaler Ebene gewürdigt.

 




 

 


 





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Letzte Änderung: 30.11.2007| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik