Personal
Leute
an der RUB
Neu ernannt
Seit Oktober besetzt Prof. Dr. David Nelting
den Lehrstuhl für Romanische Philologie, insbesondere
italienische Literatur. Er hatte die W2-Professur bereits
in den beiden vorangegangenen Semestern vertreten. Neltings
Schwerpunkte liegen in der italienischen Literaturwissenschaft
und dort in den Bereichen Autorschaft und Poetik am
Übergang vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit
und in der Frühen Neuzeit, Neorealismus sowie Bukolik
in Früher Neuzeit und Barock. David Nelting studierte
von 1989-94 Romanische Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte
und Romanische Sprachwissenschaft in Aachen. Als Stipendiat
der NRW-Graduiertenförderung schloss er seine Promotion
bereits ein Jahr später ab. In den folgenden Jahren
arbeitete er als Lehrbeauftragter in Aachen und Marburg.
1999 ging Nelting als Wissenschaftlicher Assistent an
die TU Chemnitz, zwei Jahre darauf wechselte er an die
Uni München, wo er sich 2005 habilitierte. Zwischen
November 2005 und Oktober 2006 arbeitete er als Wissenschaftlicher
Mitarbeiter beim von der Fritz-Thyssen-Stiftung geförderten
Forschungsprojekt „Autorschaft in der italienischen
Frühen Neuzeit“.
Seit Beginn des Wintersemesters leitet Prof.
Dr. Oliver T. Wolf die Arbeitseinheit Kognitionspsychologie.
Im Zentrum seiner wissenschaftlichen Arbeit steht die
Frage, wie kognitive Prozesse (Wahrnehmung, Aufmerksamkeit,
Lernen und Gedächtnis) durch affektive Prozesse
(Emotionen) beeinflusst werden. Einen Schwerpunkt bildet
die Untersuchung der Auswirkungen von akutem und chronischem
Stress auf Gedächtnis- und Lernleistungen. Oliver
Wolf studierte von 1990 bis 1995 Psychologie in Trier
und Worcester (Massachussetts). Anschließend promovierte
er in Trier. Die ersten Postdoc-Jahre verbrachte Wolf
an New Yorker Wissenschaftseinrichtungen (School of
Medicine bzw. Rockefeller University). Im September
2000 kehrte er nach Deutschland zurück und leitete
zunächst eine Emmy-Noether-Nachwuchsforschergruppe
am Institut für Experimentelle Psychologie der
Uni Düsseldorf. Im Sommer 2002 habilitierte Wolf
sich und vertrat bis 2005 eine Professur in Düsseldorf.
2005 folgte er einem Ruf auf eine Professur für
Allgemeine Psychologie an der Uni Bielefeld, wo er bis
zu seinem Ruf an die Ruhr-Uni blieb.
Seit Oktober besetzt Prof. Dr. Wiltrud Mihatsch
eine Professur für Romanische Philologie. Ihre
Forschungsschwerpunkte sind: Lexikologie, Typologie,
Sprachwandel, Diskursmarker und Pragmatik, Approximationsverfahren
sowie Sprachkontakt. Wiltrud Mihatsch studierte von
1989 bis 1990 zunächst an der „École
Supérieure de Commerce“ in Reims, zwischen
1990 und 1997 schließlich die Fächer Französisch,
Spanisch und Englisch an der Uni Tübingen. In den
folgenden drei Jahren war sie Mitglied des Graduiertenkollegs
Integriertes Linguistikstudium in Tübingen und
anschließend wissenschaftliche Mitarbeiterin im
dortigen SFB Linguistische Datenstrukturen; 2004 wurde
sie in Tübingen promoviert. Danach kam Mihatsch
als wissenschaftliche Assistentin der Romanistik und
Linguistik an die Uni Bielefeld, wo gleichzeitig ihr
Habilitationsverfahren eröffnet wurde.
Prof. Dr. Markus Ritter besetzt seit
Oktober eine Professor für Didaktik der englischen
Sprache und Literatur. Als Schwerpunkte nennt er: Theorie-Praxis-Verschränkung
in der Lehrerbildung, Integration Neuer Medien in den
Fremdsprachenunterricht, Interkulturelles Lernen durch
computervermittelte Kommunikation sowie fremdsprachliches
Leseverstehen. Markus Ritter absolvierte sein Lehramtsstudium
in Englisch und Biologie an der Uni Münster (1984-1989).
Anschließend war er zwei Jahre lang als Lehrer
für Deutsch als Fremdsprache in Großbritannien
und Deutschland tätig. 1994 wurde Ritter in Münster
promoviert und arbeitete anschließend als Verlagsredakteur
für Bildungssoftware in Berlin. 1997 ging er als
wissenschaftlicher Assistent für Fremdsprachendidaktik/Sprachlehrforschung
an die Uni Siegen. 1999 wechselte er an die Uni Duisburg-Essen
und war dort wissenschaftlicher Mitarbeiter für
englische Fachdidaktik und Sprachpraxis. Unterbrochen
von Vertretungsprofessuren in Heidelberg und Frankfurt/Main
blieb Ritter dort bis zu seinem Ruf nach Bochum.
Seit Oktober verstärkt Prof. Dr. Ulrich
Rehm das Kunstgeschichtliche Institut. Der
gebürtige Dorstener kümmert sich dort u.a.
um folgende Forschungsschwerpunkte: Bildkünste
des Mittelalters, Buchmalerei, Kunsttheorie sowie Geschichte
der Kunstgeschichte. Ulrich Rehm studierte von 1983-90
Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie zunächst
in Köln und München. 1994 wurde er an der
Uni München promoviert. Anschließend war
er eine Zeitlang wissenschaftlicher Volontär am
Bayerischen Nationalmuseum (Abteilung Kunstgewerbe,
Skulptur und Malerei bis 1550) und kam schließlich
ans Kunsthistorische Institut der Uni Bonn, wo er sich
2001 habilitierte. Es folgten Lehrstuhlvertretungen
in Frankfurt/Main und Heidelberg. Zuletzt und bis zu
seinem Ruf nach Bochum war Prof. Rehm Hochschuldozent
an der Uni Bonn.
Foto: Sponheuer
Ehre
Vier junge Forscherinnen der RUB können sich über
eine Finanzspritze freuen, die es ihnen ermöglicht,
ihre Promotionen sorgenfrei abzuschließen. Sie
wurden am 30. Oktober von Birgit Fischer, der Vorsitzenden
der Gesellschaft der Freunde der RUB, mit Stipendien
der Wilhelm und Günter Esser Stiftung ausgezeichnet.
Die Amerikanistin Iris-Aya Lämmerhirt
widmet sich dem kulturellen Austausch zwischen Japan
und den USA. Die Biologin Hanna Diehl
erforscht Biomarker, die auf Darmkrebs im Frühstadium
hinweisen können. Die Elektrotechnikerin
Stefanie Dencks entwickelt eine Methode, mit
der sich durch Ultraschall die Knochendichte am Oberschenkel
ermitteln lässt. Die Biochemikerin Christina
Herold erforscht bei den Psychologen die Rolle
des Nervenbotenstoffs Dopamin bei Lernprozessen.
Über eine Finansspritze von je 6.000 Euro freuen
sich Dr. Harald W. Platta und Dr.
Iris Tischoff: Die beiden jungen Forscher der
RUB wurden Ende November bei der FoRUM-Tagung der Medizinischen
Fakultät mit dem diesjährigen Förderpreis
der Sophia & Fritz Heinemann Stiftung ausgezeichnet.
Harald W. Platta (Fakultät für Biologie) untersucht
die Funktion bestimmter Peroxisomen. Diese Zellorganellen
sind an verschiedensten Stoffwechselprozessen beteiligt.
Arbeiten sie aufgrund von Genmutationen nicht richtig,
leiden die Betroffenen unter schwersten Symptomen. Iris
Tischoff (Institut für Pathologie) untersucht,
welche Gene an der Verwandlung einer gesunden Zelle
auf dem Weg zur Bauchspeicheldrüsenkrebszelle beteiligt
sind. Davon erhofft sich die Forscherin neue Angriffspunkte,
um Bauchspeicheldrüsenkrebs aufzuhalten.
Am 12. Dezember wird der Schweizer Bibelwissenschaftler
und Religionshistoriker Prof. Dr. Dr. h.c. mult.
Othmar Keel mit der Ehrendoktorwürde der
Katholisch-Theologischen Fakultät ausgezeichnet.
Der Festakt findet um 15 h in GA 03/142 statt. Prof.
Keel hält einen Festvortrag zum Thema „Methoden
den Tod zu überwinden. Zuversichtliche ägyptische
und zaghafte biblische Versuche“, zu dem alle
Interessierten herzlich eingeladen sind. Die Katholisch-Theologische
Fakultät verleiht in ihrer über 40-jährigen
Geschichte erst zum siebten Mal eine Ehrendoktorwürde.
Sie ehrt den Marcel-Benoist-Preisträger von 2005
für seine herausragenden Forschungsarbeiten, die
einen nachhaltig weiterführenden Beitrag zum Verständnis
der biblischen Religion und des Monotheismus darstellen.
Mit seinen besonders innovativen und wissenschaftlich
hoch bedeutsamen Forschungen zur altorientalischen Miniaturkunst
habe Prof. Keel eine beeindruckende wissenschaftliche
Lebensleistung vorgelegt und mit der altorientalischen
Ikonographie ein international anerkanntes Forschungsfeld
für die Exegese erschlossen. Vor allem für
die Religionsgeschichte Israels haben seine Forschungen
vielfach neue Perspektiven eröffnet und zum besseren
Verständnis der biblischen Texte beigetragen.
Prof. em. Dr. Rolf Grawert (Rechtswissenschaft)
ist seit Ende Oktober Ehrendoktor der Juristischen Fakultät
der Krakauer Wissenschaftlichen Hochschule. Die polnische
Uni würdigt damit zum einen Grawerts in Polen erschienene
Arbeiten, zum anderen seinen Beitrag zur deutsch-polnischen
Verständigung.
Für herausragenden wissenschaftlichen Einsatz hat
Prof. Dr. Diethelm Tschöpe, Direktor des
Diabeteszentrums und stellvertretender Ärztlicher
Direktor im Herz- und Diabeteszentrum NRW (Universitätsklinik
der RUB) im November die Ehrendoktorwürde der Medizinischen
Fakultät der Universität Cluj-Napoca (Klausenburg-Siebenbürgen)
in Rumänien erhalten. Damit wird sein großes
Engagement für Forschung und Wissenschaft auf internationaler
Ebene gewürdigt.
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