Ruhr-Universität Bochum zur Navigation zum Inhalt Startseite der RUB pix
Startseite UniStartseite
Überblick UniÜberblick
A-Z UniA-Z
Suche UniSuche
Kontakt UniKontakt

pix
 
Das Siegel
Naturwissenschaften Ingenieurwissenschaften Geisteswissenschaften Medizinische Einrichtungen Zentrale Einrichtungen
pix
RUBENS - Zeitschrift der RUB
RUBENS- Startseite

Lesen
Aktuelle Ausgabe
Archiv
¤Ausgabe Nr. 119
  ¤Artikel
pdf-Dateien

Service & Kontakt
Mediadaten
Redaktion
E-Mail Service
Kontakt

Volltextsuche
pix RUBENS - Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
 
 
 
    
pix
Artikel » Ausgabe 119 »Archiv » RUBENS » Pressestelle » Ruhr-Universität
pix pix
RUBENS 119

31. Oktober 2007


Europäische Facetten

Wissenschaftsmagazin RUBIN mit neuem Schliff




Gehen Sie auf Schatzsuche in den Gräbern der Etrusker, informieren Sie sich über das größte Tunnelbauprojekt, dass es je gab, und lesen Sie nach, warum Jens Lehmann während der Fußball-WM 2006 zwei von vier Elfmetern der Argentinier halten konnte. All dies erfahren Sie in der neuen Rubrik „Facetten“, die nun nach gründlichem Schliff RUBIN, das Wissenschaftsmagazin der Ruhr-Universität, kräftig blitzen lassen.

Um noch aktueller zu sein, begibt sich die Redaktion dafür auf Entdeckungsreise in die Fakultäten, Lehrstühle und Arbeitsgruppen, sucht die spannenden Themen und schreibt sie auf – auch wenn die Forscher selbst noch mitten in der Arbeit stecken. Dabei bleibt es nicht aus, dass sich auch das Äußere des Magazins verändert. Zudem widmet sich die Herbstausgabe 2007 in allen ihren Beiträgen europäischen Forschungskooperationen.

Religiöser Markt

Da gehen etwa Religionswissenschaftler der Frage nach, ob die Zunahme an Religionsgemeinschaften (280 gibt es heute allein in NRW) nach dem Motto „Wettbewerb belebt das Geschäft“ dazu führt, dass die Menschen wieder religiöser werden. Die Markt-Hypothese vorwiegend amerikanischer Religionssoziologen weckt in Europa Interesse, denn es geht um vielfältige Konsequenzen religiöser Pluralisierung für die europäische Integration: Wirkt religiöse Vielfalt integrierend oder löst sie Konflikte aus, werden sich die verschiedenen religiösen Traditionen zunehmend vermischen oder führt die Vielfalt zur Gleichgültigkeit der Menschen, weil man sich unter allzu vielen „Heilsanbietern“ kaum mehr durchfinden kann?
Erste Ergebnisse bestätigen die Markt-Hypothese für Deutschland nicht. Die Menschen sind zwar zwischen zahlreichen „Anbietern“ unterwegs, aber sie binden sich nicht. Ob dieser Befund Allgemeingültigkeit besitzt, können die Forscher erst in zwei Jahren sagen, wenn kooperierende Teams in Finnland und Slowenien ebenfalls Vollerhebungen der religiösen Organisationen durchgeführt haben. Es könnte ja sein, dass sich die politischen Rahmenbedingungen unterschiedlich auf die religiöse Landschaft auswirken.

Frühe Krebserkennung

Geht es den Religionswissenschaftlern um flächendeckende Erhebungen im großen Maßstab, so heißt es für eine Gruppe kooperierender Mediziner eher, „die Stecknadel im Heuhaufen zu suchen“. Denn um den Krebs der Bauchspeicheldrüse frühzeitig zu erkennen (noch sterben 95 Prozent der Patienten im ersten Jahr nach der Diagnose), versuchen sie, die Zellen, die die Krebsentwicklung auslösen, von außen sichtbar zu machen. Dafür fingen sie ganz von vorne an, denn zunächst mussten sie wissen, wie das aussieht, was sie suchen. Im Randgewebe operativ entfernter Tumore hin zum angrenzenden gesunden Gewebe wurden sie fündig und leiteten schließlich ein sog. Tumor-Progressionsmodell ab. Nachdem die Zellen auch als Krebsvorstufen bestätigt waren, bauten die Forscher mit Hilfe spezieller Techniken (Gen-Chip- und SAGE-Analyse) eine „Bibliothek“ von etwa 2000 mRNA-Molekülen (Zwischenstufe zwischen DNA und Protein) auf, die in den einzelnen Stufen der Krebsentwicklung verändert vorliegen. Mit diesen Markern entwickeln sie jetzt ein sog. Molekulares Imaging, das Vorstufen-Zellen durch radioaktive Markierung oder über einen Infrarotlaser von außen sichtbar machen soll.

Themenübersicht
Naturwissenschaften: Sicher auf die sanfte Tour (Plasmasterilisation für den medizinischen Einsatz), Geisteswissenschaften: Damit das Wissen nicht in Rente geht (Personalentwicklung für den Mittelstand), Medizin: Wo bleibt der HIV-Impfstoff? (Die Immunabwehr gegen HIV-Infektionen aktivieren), Ingenieurwissenschaften: Wie Biogas in die Pipeline kommt (EU-Forschung für kleine und mittelständige Unternehmen); Facetten: In den Gräbern der Etrusker (Forschung für ein virtuelles Museum), Wasserstoff aus eigenem Anbau (Mikroalgen als Wasserstofffabriken), Trennen und Umwandeln (Strahlungszeitraum von nuklearem Abfall verkürzen), Nur ein paar Zellen (Pankreaskrebs frühzeitig erkennen), Die Molekulare Zaubertafel (Chemiker schreiben und lesen im Nanobereich), Jahrmarkt der Religionen (Europas religiöse Vielfalt), Europa geht unter die Erde (Das größte Tunnelbauprojekt, das es je gab), Das Hirn des Torwarts beim Elfmeter (Wie das Gehirn Bewegungsabläufe steuert); RUBIN im Netz: http://www.rub.de/rubin.





Barbara Kruse
pfeil  voriger Artikel Themenübersicht nächster Artikel   pfeil
 
 
Zum Seitenanfang  Seitenanfang | Druckfassung dieser Seite
Letzte Änderung: 31.10.2007| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik