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RUBENS 119

31. Oktober 2007


Raus mit der Sprache!

Die RUB setzt in der Fremdsprachenausbildung auf digitale Werkzeuge





Raus mit der Sprache, auch mit der fremden, ermuntert das Zentrum für Fremdsprachenausbildung (ZFA) seine Studierenden. Denn beim Erlernen einer fremden Sprache ist das Sprechen natürlich enorm wichtig. Mit digitalen Lernwerkzeugen wie den sog. Voice Tools können mögliche Sprechhemmungen abgebaut werden: praktisch immer und überall. Die Lizenzen für die Software wurden durch Einnahmen aus Studienbeiträgen finanziert.

Mit Hilfe der Voice Tools in der Lernplattform Blackboard (Menüpunkt „Kommunikation“) können Studierende sogar am heimischen Rechner ihr Schwedisch, Arabisch oder Englisch üben und verbessern; Mikrofon und Lautsprecher bzw. Headset genügen. Alternativ wird gemeinsam im Selbstlernzentrum (GB 6/156) trainiert, das vom ZFA und vom Seminar für Sprachlehrforschung geleitet wird und im letzten Jahr mit aktueller Software ausgerüstet wurde – finanziert mit Studienbeiträgen. „Hier finden die Gebühren einen sinnvollen und bedarfsorientierten Einsatz. Sie dienen in einzigartiger Weise der Verbesserung von Lehren und Lernen,“ erklärt Dr. Claudia Kociucki, Geschäftsführerin des ZFA. Kürzlich erst hat das Zentrum die Lizenz verlängert.
Immerhin verbesserte die Software im letzten Jahr die gesamte online-gestützte mündliche Kommunikation zwischen Lehrenden und Studierenden sowie innerhalb der Lerngruppen. „Es ist ein großer Gewinn für die Studierenden, dass sich ihre sprachliche Produktion in der Fremdsprache nicht auf vier Semesterwochenstunden beschränken muss. Auch außerhalb des Präsenzunterrichts können sie mit anderen in der Fremdsprache sprechen und korrigiert werden“, sagt Dr. Kociucki.

Attraktive Ergänzung

Drei Funktionen bestimmen die Software. Lehrende und Studierende können Voice-Mails versenden, mit Voice-Board ein verbales Diskussionsforum eröffnen oder einen Podcast innerhalb der Kurse erstellen. Lehrende können zudem verbale Ankündigungen auf die Eingangsseite setzen, online-Gesprächsrunden moderieren oder Webseiten und Aufgaben kommentieren lassen.
Erste Evaluationen zeigen, dass das Anhören von selbst gesprochenen Hörmaterialien und Diktaten, das Aufsprechen von Texten und Fachdiskussionen von den Studierenden als attraktive Ergänzungen zu herkömmlichen Formen des Sprachenlernens empfunden werden. Ausländische Studierende, die mit der deutschen Schriftsprache noch nicht ausreichend vertraut sind, können damit ihre Hör- und Sprechkompetenzen entwickeln. Auch für Sehbehinderte könnten die Tools einen „hörbaren“ Zugang zur Lernplattform darstellen.
Die RUB ist mit den Voice Tools eine der Vorreiterinnen an bundesdeutschen Hochschulen. Das Team des ZFA ist überzeugt, dass die Lernwerkzeuge auch für andere Fachbereiche interessant sind. Das ZFA freut sich auf Anfragen aus anderen Disziplinen und den Erfahrungsaustausch (s. Kasten). Jörg Meuter
BU: Digitales Lernen einer fremden Sprache per Headset und Voice Tools; Foto: ZFA

ZFA
Das ZFA bietet seit dem Sommersemester 2006 als zentrale Einrichtung der RUB Kurse in mittlerweile 19 Sprachen an. Studierende und Beschäftigte der RUB, aber auch Externe nutzen die mittlerweile rund 170 Sprachlernangebote rege. Kontakt und Infos: http://www.rub.de/zfa; mehr Infos zu den Voice Tools: Jörg Meuter, Bereichsleiter für Materialentwicklung und Neue Medien am ZFA, -28181





Jörg Meuter
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Letzte Änderung: 31.10.2007| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik