Eine Stele für die Spender
Geschenk eines Hattinger Künstlers an die Medizinische
Fakultät
Für die Ausbildung der Bochumer Medizinstudenten
sind sie unerlässlich: Menschen, die ihren Körper
nach dem Tod der Wissenschaft zur Verfügung stellen,
z.B. für den makroskopisch-anatomischen Kurs. Anschließend
werden die Spender auf dem Zentralfriedhof am Freigrafendamm
beerdigt, wo die RUB ein Gräberfeld besitzt. Viele
der Spender wünschen sich eine anonyme Bestattung.
Gleichwohl möchten ihre Angehörigen bei der
Trauerfeier einen Blumengruß hinlegen. Dafür
gab es lange Zeit keinen geeigneten Platz. Mittlerweile
hat der Hattinger Künstler Arno Stratmann eine
Stele geschaffen, die er der Medizinischen Fakultät
geschenkt hat und die bei den Bestattungen am Friedhof
aufgestellt wird. Ansonsten steht die 2,20 m hohe Holzstele
im Foyer der präparativen Abteilung des Instituts
für Anatomie.
„Unsere Präparatoren, Claudia Schneider und
Helmut Riese, haben mich auf die Idee gebracht, ein
angemessenes, Symbol auf das Gräberfeld zu stellen“,
erklärt Prof. Monika von Düring (Institut
für Anatomie). „Es soll den zentralen Ort
des Gedenkens bei der anonymen Bestattung kennzeichnen
und für die Angehörigen und Freunde der Verstorbenen
im Augenblick des endgültigen Abschiednehmens ein
Zeichen des Trostes und der Zuversicht darstellen. Die
Stele ist ein passendes Zeichen und das Institut ist
Arno Stratmann dankbar für seine großzügige
Schenkung“, ergänzt die Medizinerin.
ad
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