Menschen
Leute an der Ruhr-Universität
Neu ernannt
Im vergangenen Oktober hat Prof. Dr. Joachim
Rassow seine Arbeit im Institut für Physiologische
Chemie (Medizinische Fakultät) aufgenommen. Er
untersucht z.B. die Virulenzmechanismen bestimmter human-pathogener
Bakterien. Konkret möchte er in einem der Projekte
die Frage beantworten, warum sich Magengeschwüre
bilden, wenn sich im Magen Bakterien der Art Helicobacter
pylori festsetzen. In anderen Projekten geht es um die
Virulenz der Erreger der Gonorrhoe, Neisseria gonorrhoeae,
um Erreger von Hirnhautentzündung, Neisseria meningitidis,
oder um sog. EPEC-Stämme, die gefährliche
Durchfallerkrankungen hervorrufen können. Ziel
der Arbeitsgruppe von Prof. Rassow ist es, im Detail
die molekularen Mechanismen aufzuklären, die für
die jeweiligen Krankheitsbilder verantwortlich sind.
In seinen Vorlesungen möchte Joachim Rassow zeigen,
dass „Biochemie nicht nur für das Physikum,
sondern auch für das Leben gut ist“. Rassow
studierte in Tübingen Biochemie und Philosophie,
promovierte in München und arbeitete dann ein Jahr
lang am Sloan-Kettering-Krebsforschungszentrum in New
York. Er war anschließend Assistent im Institut
für Biochemie und Molekularbiologie der Medizinischen
Fakultät in Freiburg und folgte nach seiner Habilitation
einem Ruf an das Institut für Mikrobiologie der
Uni Stuttgart.
Prof. Dr. Rainer Eising besetzt seit
Oktober den Lehrstuhl für Politikwissenschaft (Vergleichende
Regierungslehre und Politikfeldanalyse) an der Fakultät
für Sozialwissenschaft. Zu seinen Forschungsschwerpunkten
zählen u.a. Europäische Integration, Politische
Partizipation und Interessenvermittlung, Policy-Analyse
und Staat-Wirtschaft-Beziehungen. Eising studierte ab
1987 Politik- und Verwaltungswissenschaft an der Uni
Konstanz, an der University of Massachusetts at Amherst
und an der Columbia University in the City of New York.
2000 wurde Eising an der Uni Mannheim promoviert, die
Habilitation erfolgte 2006 an der Fernuniversität
Hagen. Eising war zuletzt Professor für Europäische
Studien an der Uni Jena.
Dr. Bettina Zurstrassen wurde zum
1. Oktober zur Juniorprofessorin für „Didaktik
der Sozialwissenschaft“ ernannt. Sie studierte
in Siegen Sozialwissenschaften und Geschichte auf Lehramt
und promovierte 2005 in München. In den letzten
zehn Jahren war sie an verschiedenen Schulformen im
Schuldienst in NRW tätig, wo sie die Fächer
Politik/Geschichte, Wirtschaft, Sozialwissenschaften
und Recht/Verwaltung unterrichtete. Ihr Forschungsschwerpunkt
wird zukünftig auf den Bereich der empirischen
Unterrichtsforschung im Fach Sozialwissenschaften liegen.
Prof. Patricia Yancey Martin besetzt
im WS 07/08 die Marie-Jahoda Gastprofessur für
internationale Geschlechterforschung der RUB. Forschungsschwerpunkt
der Soziologin, die an der Florida State University
unterrichtet, ist das Thema Organisation und Geschlecht.
In multinationalen Unternehmen, staatlichen Behörden,
klein- und mittelständischen Unternehmen oder feministischen
Organisationen analysiert sie reziproke Verhaltensweisen,
Interpretationen und Dynamiken zwischen den Geschlechtern.
Weiterhin erforscht Martin die Frauenbewegungen im 20.
Jahrhundert. Sie erhielt zahlreiche Ehrungen Neben Vorträgen
in ganz Deutschland (s. www.rub.de/jahoda) hält
Prof. Martin in Bochum gemeinsam mit Prof. Ilse Lenz
ein Seminar zu „Feminism and Gender in Organizations“
(Mi 10-12 h). Das Seminar findet auf Englisch statt
und steht Interessierten aller Fächer offen.
Rufe & Ehre
Prof. Dr. Nils C. Bandelow (Sozialwissenschaft)
hat zum 1.10. einen Ruf an die TU Braunschweig, Lehrstuhl
für Innenpolitik, angenommen.
PD Dr. Götz Bucher (Chemie) hat
einen Ruf als Lecturer for Physical Organic Chemistry
an die University of Glasgow angenommen.
Prof. Dr. Jürgen König (AG
Theoretische Festkörperphysik) hat einen Ruf auf
die W3-Professur Theoretische Physik an die Uni Duisburg-Essen
erhalten.
Juniorprof. Dr.-Ing. Jan Scholten hat
einen Ruf an die Uni Freiberg erhalten.
Prof. Dr. Dieter Liermann (Direktor
des Instituts für Diagnostische, Interventionelle
Radiologie und Nuklearmedizin am Marienhospital) ist
neuer Präsident der 700 Mitglieder starken Rheinisch-Westfälischen
Röntgengesellschaft. Die Gesellschaft führt
(von der Ärztekammer und der Deutsche Röntgengesellschaft
zertifizierte) Fort- und Weiterbildungen für Radiologen
durch und bietet bei Kongressveranstaltungen Informationen
über die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet
der Radiologie.
Gleich zwei Ehrendoktoren der RUB erhalten Nobelpreise:
Prof. Dr. Peter A. Grünberg (Forschungszentrum
Jülich) erhält den Physik-Nobelpreis. Grünberg
ist seit 2002 Ehrendoktor der Fakultät für
Physik und Astronomie, die den renommierten Physiker
bereits vor fünf Jahren für seine „bahnbrechenden
Arbeiten“ auszeichnete. Auch der Chemie-Nobelpreisträger,
Prof. Dr. Gerhard Ertl (Fritz-Haber-Institut),
ist Ehrendoktor der RUB: Die Fakultät für
Chemie verlieh ihm diese Würde 1992. Auf Ertls
Erkenntnissen fußt die Arbeit des RUB-Sonderforschungsbereichs
„Heterogene Katalyse“. Dessen Mitglieder
arbeiten eng mit Ertl zusammen. Beide Preise werden
im Dezember verliehen.
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