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RUBENS 119

31. Oktober 2007


Menschen


Leute an der Ruhr-Universität




Neu ernannt
Im vergangenen Oktober hat Prof. Dr. Joachim Rassow seine Arbeit im Institut für Physiologische Chemie (Medizinische Fakultät) aufgenommen. Er untersucht z.B. die Virulenzmechanismen bestimmter human-pathogener Bakterien. Konkret möchte er in einem der Projekte die Frage beantworten, warum sich Magengeschwüre bilden, wenn sich im Magen Bakterien der Art Helicobacter pylori festsetzen. In anderen Projekten geht es um die Virulenz der Erreger der Gonorrhoe, Neisseria gonorrhoeae, um Erreger von Hirnhautentzündung, Neisseria meningitidis, oder um sog. EPEC-Stämme, die gefährliche Durchfallerkrankungen hervorrufen können. Ziel der Arbeitsgruppe von Prof. Rassow ist es, im Detail die molekularen Mechanismen aufzuklären, die für die jeweiligen Krankheitsbilder verantwortlich sind. In seinen Vorlesungen möchte Joachim Rassow zeigen, dass „Biochemie nicht nur für das Physikum, sondern auch für das Leben gut ist“. Rassow studierte in Tübingen Biochemie und Philosophie, promovierte in München und arbeitete dann ein Jahr lang am Sloan-Kettering-Krebsforschungszentrum in New York. Er war anschließend Assistent im Institut für Biochemie und Molekularbiologie der Medizinischen Fakultät in Freiburg und folgte nach seiner Habilitation einem Ruf an das Institut für Mikrobiologie der Uni Stuttgart.


Prof. Dr. Rainer Eising besetzt seit Oktober den Lehrstuhl für Politikwissenschaft (Vergleichende Regierungslehre und Politikfeldanalyse) an der Fakultät für Sozialwissenschaft. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen u.a. Europäische Integration, Politische Partizipation und Interessenvermittlung, Policy-Analyse und Staat-Wirtschaft-Beziehungen. Eising studierte ab 1987 Politik- und Verwaltungswissenschaft an der Uni Konstanz, an der University of Massachusetts at Amherst und an der Columbia University in the City of New York. 2000 wurde Eising an der Uni Mannheim promoviert, die Habilitation erfolgte 2006 an der Fernuniversität Hagen. Eising war zuletzt Professor für Europäische Studien an der Uni Jena.

Dr. Bettina Zurstrassen wurde zum 1. Oktober zur Juniorprofessorin für „Didaktik der Sozialwissenschaft“ ernannt. Sie studierte in Siegen Sozialwissenschaften und Geschichte auf Lehramt und promovierte 2005 in München. In den letzten zehn Jahren war sie an verschiedenen Schulformen im Schuldienst in NRW tätig, wo sie die Fächer Politik/Geschichte, Wirtschaft, Sozialwissenschaften und Recht/Verwaltung unterrichtete. Ihr Forschungsschwerpunkt wird zukünftig auf den Bereich der empirischen Unterrichtsforschung im Fach Sozialwissenschaften liegen.


Prof. Patricia Yancey Martin besetzt im WS 07/08 die Marie-Jahoda Gastprofessur für internationale Geschlechterforschung der RUB. Forschungsschwerpunkt der Soziologin, die an der Florida State University unterrichtet, ist das Thema Organisation und Geschlecht. In multinationalen Unternehmen, staatlichen Behörden, klein- und mittelständischen Unternehmen oder feministischen Organisationen analysiert sie reziproke Verhaltensweisen, Interpretationen und Dynamiken zwischen den Geschlechtern. Weiterhin erforscht Martin die Frauenbewegungen im 20. Jahrhundert. Sie erhielt zahlreiche Ehrungen Neben Vorträgen in ganz Deutschland (s. www.rub.de/jahoda) hält Prof. Martin in Bochum gemeinsam mit Prof. Ilse Lenz ein Seminar zu „Feminism and Gender in Organizations“ (Mi 10-12 h). Das Seminar findet auf Englisch statt und steht Interessierten aller Fächer offen.

Rufe & Ehre
Prof. Dr. Nils C. Bandelow (Sozialwissenschaft) hat zum 1.10. einen Ruf an die TU Braunschweig, Lehrstuhl für Innenpolitik, angenommen.

PD Dr. Götz Bucher (Chemie) hat einen Ruf als Lecturer for Physical Organic Chemistry an die University of Glasgow angenommen.

Prof. Dr. Jürgen König (AG Theoretische Festkörperphysik) hat einen Ruf auf die W3-Professur Theoretische Physik an die Uni Duisburg-Essen erhalten.

Juniorprof. Dr.-Ing. Jan Scholten hat einen Ruf an die Uni Freiberg erhalten.

Prof. Dr. Dieter Liermann (Direktor des Instituts für Diagnostische, Interventionelle Radiologie und Nuklearmedizin am Marienhospital) ist neuer Präsident der 700 Mitglieder starken Rheinisch-Westfälischen Röntgengesellschaft. Die Gesellschaft führt (von der Ärztekammer und der Deutsche Röntgengesellschaft zertifizierte) Fort- und Weiterbildungen für Radiologen durch und bietet bei Kongressveranstaltungen Informationen über die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Radiologie.

Gleich zwei Ehrendoktoren der RUB erhalten Nobelpreise: Prof. Dr. Peter A. Grünberg (Forschungszentrum Jülich) erhält den Physik-Nobelpreis. Grünberg ist seit 2002 Ehrendoktor der Fakultät für Physik und Astronomie, die den renommierten Physiker bereits vor fünf Jahren für seine „bahnbrechenden Arbeiten“ auszeichnete. Auch der Chemie-Nobelpreisträger, Prof. Dr. Gerhard Ertl (Fritz-Haber-Institut), ist Ehrendoktor der RUB: Die Fakultät für Chemie verlieh ihm diese Würde 1992. Auf Ertls Erkenntnissen fußt die Arbeit des RUB-Sonderforschungsbereichs „Heterogene Katalyse“. Dessen Mitglieder arbeiten eng mit Ertl zusammen. Beide Preise werden im Dezember verliehen.

 



 

 

 





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Letzte Änderung: 31.10.2007| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik