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RUBENS
- Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
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| RUBENS 118 |
28. September 2007
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Forschungsmeldungen
Neues aus
der Wissenschaft
Augen auf und durch
Als erste Klinik in Europa hat die Universitätsaugenklinik
im Knappschaftskrankenhaus ein neues Gerät zur Behandlung
des Grauen Stars (Katarakt) bekommen. Mit „Stellaris“
sind Kleinstschnitte von 1,8 mm (coaxial und biaxial)
möglich, vor zehn Jahren lag die Schnittgröße
bei Staroperationen noch bei etwa 6 mm. Kleinste Schnitte
bedeuten für Patienten schnelle Wundheilung und Rehabilitation,
geringere Hornhautverkrümmung und ein kleineres Risiko
für das Eindringen von Bakterien.
Stellaris wurde zwar in den USA entwickelt und gebaut,
doch in seine Konzeption sind viele Ideen und Erfahrungen
aus Europa eingeflossen. 200 Operateure wurden befragt,
welche Kriterien ihnen wichtig und wünschenswert
sind. Der Einsatz des Geräts erfordert einige Voraussetzungen:
Es sind spezielle Instrumente notwendig, es muss eine
Linse verwendet werden, die durch den Kleinstschnitt hindurchpasst,
man benötigt ein hochsensibles Ultraschallgerät
und der Druck im Auge muss auch während der OP stabil
gehalten werden.
Die ersten Einsätze von Stellaris sind gut verlaufen.
Jedes Jahr werden im Knappschaftskrankenhaus über
3.000 Katarakt-Operationen durchgeführt, bei denen
die getrübte Augenlinse durch ein Linsenimplantat
ersetzt wird.
Zudem arbeitet die Augenklinik des Knappschaftskrankenhauses
als erste Uniklinik in NRW mit einem Femtosekundenlaser.
Hauptsächlich wird er bei der Hornhautverpflanzung
eingesetzt. Beim Ausschneiden von Spender- und Empfängerhornhaut
ist mit diesem Laser eine besonders genaue Anpassung des
Spenderscheibchens in das Empfängerbett möglich.
Der Laser hat eine Spot-Größe von 1/100 mm
und Lichtimpulse von einigen Femtosekunden (Billiardstel
Sekunden). Die Vorteile des Patienten liegen in der individuellen
und raschen Behandlung mit präzisen und schonenden
Schnitten sowie in der Möglichkeit der Kleinsthornhautverpflanzung,
bei der das gesunde Gewebe fast vollständig erhalten
bleibt. Die bisher behandelten Patienten waren schmerzfrei
und ihre Augen reizarm. Die klinischen Ergebnisse der
Operationen waren sehr zufriedenstellend.
Infos zur Universitätsaugenklinik:
http://www.kk-bochum.de/Kliniken/Augenklinik/Kontakt.htm
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230.000 Euro
Offene Beine, diabetisches Fußsyndrom und Druckgeschwüre
sind die schmerzhaften und gefährlichen Spielarten
chronischer Wunden. Durch sorglosen und falschen Einsatz
von Antibiotika resistent gewordene Erreger machen die
Behandlung solcher Problemwunden schwierig und langwierig.
Bei der Bekämpfung der problematischen Erreger setzen
Forscher um PD Dr. Lars Steinsträßer, Juniorprofessor
für molekulare Wundheilung und Gentherapie in der
Klinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte
der RUB im Bergmannsheil, auf das angeborene Immunsystem.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die Studie
„Host Defense Peptide als Effektormoleküle
des angeborenen Immunsystem der Haut und ihr Einfluss
auf die Wundheilung“ für zunächst zwei
Jahre mit 230.000 Euro.
Infos zur Arbeitsgruppe molekulare Wundheilung
und Gentherapie http://www.bergmannsheil.de/692.0.html
+++
Weiter Platz 2
Auch nach der aktuellen Bewilligungsrunde der Deutschen
Forschungsgemeinschaft (DFG) im Sommer 2007 belegt die
Ruhr-Universität bundesweit den zweiten Platz unter
den forschungsstärksten Hochschulen. Bei zehn Sonderforschungsbereichen
(SFB) fungiert die RUB als Sprecherhochschule, an fünf
weiteren ist sie beteiligt. ad
Info: Alle SFB an der RUB auf einen Blick:
http://www.rub.de/forschung/sfb.htm
ad/md
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