Buntes
Meldungen vom Campusleben
Satte Debatte
Das Hochschulsport bietet viele Sportarten – von
Aikido bis Yoga. Eine Sportart, die an deutschen Unis
immer bekannter wird, fehlte bislang in Bochum: das
Debattieren. Deshalb haben wir im Sommer einen Debattierclub
an der RUB gegründet. Ab dem 15. Oktober treffen
wir uns immer montags und freuen uns über jeden
neuen Streitsüchtigen.
Die Debatte als Streitgespräch zwischen zwei Parteien
ist den parlamentarischen Auseinandersetzungen nachempfunden.
Wie im Parlament treten hier Regierung und Opposition
gegeneinander an. Die Aufgabe der Regierung ist es,
einen Antrag zu stellen und das Publikum dafür
zu gewinnen. Die Opposition lehnt den Antrag ab und
versucht, die Argumentation der Regierung zu zerschlagen.
Eine Debatte läuft folgendermaßen ab: Zuerst
wird das Thema festgelegt. Dann werden per Los die Rollen
verteilt. Je nach dem Debattierformat – die bekanntesten
sind das British Parlamentary Style (BPS) und die Offene
Parlamentarische Debatte (OPD) – treten je drei
oder vier Redner gegeneinander an. Sie haben 15 Minuten
Zeit, um ihre Teamstrategie auszuarbeiten und die eigenen
Reden vorzubereiten. Anschließend kommen die Parteien
abwechselnd zu Wort, wobei die Regierung beginnt. Jeder
Redner hat fünf bis sieben Minuten Zeit. Die Partei
mit der überzeugenderen Argumentation hat gewonnen.
Das Debattieren ist also ein Spiel, bei dem rhetorisches
Geschick und Argumentationskraft gefragt sind. Es geht
nicht um die Darstellung der persönlichen Meinung,
sondern darum, sich in die zugeloste Position hinein
zu versetzen und aus dieser heraus neue Argumentationsstrategien
zu entwickeln. Man wird aber nicht nur als Einzelkämpfer
gefordert. Auch das Teamplay muss stimmen, damit eine
konsequente Argumentation durch Rollenaufteilung möglich
wird. Durch das Debattieren trainiert man also eine
ganze Palette von Soft Skills. Die Erfahrung, die man
dabei mit Meinungsbildung und -beeinflussung macht,
kann weit über den Beruf hinaus für alle Lebensbereiche
wichtig werden.
Das Debattieren lernt man durch Erfahrung und gegenseitigen
Austausch. Einen besonderen Raum dafür bieten die
Debattierturniere, bei denen mehrmals im Jahr Studenten
aus ganz Deutschland zusammen kommen. Sie werden vom
Verband der Debattierclubs an Hochschulen (www.vdch.de)
mit Unterstützung der Zeit (www.zeitdebatten.de)
veranstaltet.
Info: Der Debattierclub trifft sich
montags um 18.30 h in GC 03/149, mehr unter http://www.debatte-bochum.de.vu
+++
Hauptsache satt
83 Prozent der rund zwei Mio. Studenten in Deutschland
gehen mindestens einmal pro Woche in die Mensa oder
in die Cafeteria, berichtet das Deutsche Studentenwerk
(DSW) anhand der Daten der Sozialerhebung vom Sommersemester
2006. 40 Prozent von ihnen sind sogar Stammgäste,
die mindestens dreimal die Woche dort essen. Angehende
Ingenieure sind die häufigsten Stammgäste,
gefolgt von Studenten der Mathematik/Naturwissenschaften
und der Medizin.
Für die Studenten ist die räumliche Nähe
zur Hochschule der wichtigste Grund zum Besuch der Mensa.
88 Prozent der befragten Studenten nannten diesen Aspekt.
An zweiter Stelle steht der Preis; gefolgt vom Wunsch
nach hochwertigen Angeboten. Auf Bio-Angebote legen
28 Prozent der Studenten Wert.
Infos: http://www.studentenwerke.de
oder http://www.sozialerhebung.de
+++
20 Punkte besser
Zum dritten Mal haben die Damen des RTB Uni Bochum die
Deutsche Meisterschaft im Rollstuhl-Basketball gewonnen.
Mitte September besiegte das Team in einem hochklassigen
Finale in Hannover den Titelverteidiger SG Niedersachsen
mit 74 zu 54. Anfang September gehörten insgesamt
sieben Spielerinnen beider Klubs der Deutschen Nationalmannschaft
an, die in Wetzlar den Europameistertitel gewann.
+++
Neue PCs
Im Servicezentrum für behinderte Studierende stehen
seit August vier neue Rechner. Sie sind mit zahlreichen
Hilfsmitteln z. B. für Sehbehinderte ausgestattet.
Dazu zählen beispielsweise die Vergrößerungssoftware
Zoomtext, eine „Braillezeile“ und eine Spracherkennungssoftware,
mit der per Stimme geschrieben werden kann.
Das Servicezentrum musste die Modernisierung ohne Fördermittel
stemmen, entsprechende Anträge bei der „Aktion
Mensch“ und der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW
waren abgelehnt worden. Deshalb musste die ebenfalls
geplante Erweiterung der PC-Plätze ausfallen.
Infos zum Servicezentrum unter http://www.akafoe.de/behindertenberatung.
Julia
Brosig
|