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RUBENS 118

28. September 2007

Zufällige Nachbarn

Eine Studentin aus Palästina und ein Student aus Israel sind zeitgleich zu Gast an der Ruhr-Uni

Wenn eine Palästinenserin und ein Israeli an einem Bochumer Lehrstuhl ein paar Wochen lang Tür an Tür lernen und forschen, malt man sich automatisch Szenarien aus, positive wie negative. Letztlich jedoch ist die zufällige Nachbarschaft allein vom Arbeitsalltag bestimmt.

Sie lobt die angenehme Atmosphäre und die gute Unterstützung durch die Uni, er das selbstständige Arbeiten im Labor und die tolle Organisation. Das ist das Hauptergebnis eines besonderen Aufenthaltes zweier ausländischer Studenten an der Ruhr-Uni: Raghid Nidal Sabri studiert an der Birzeit University bei Ramallah Wasser- und Umwelttechnik, Edo Guttman an der Hebrew University in Jerusalem Umweltwissenschaft. Sie sind zwei von 14 Studenten aus Israel und Palästina, die in diesem Herbst an Kurzzeit-Stipendienprogrammen teilnehmen.
Raghid Sabri wollte vor allem das deutsche Bildungssystem kennen lernen, sie hat aber auch Kurse zu ihrem Studienschwerpunkt besucht. Da sie an ihrer Heimatuniversität hauptsächlich erforscht, wie man verbrauchtes Wasser aufbereiten und neu nutzen kann, hat sie bei einer Summer School an Seminaren zum Thema „Water Management“ teilgenommen. Auch Edo Guttman hatte ein konkretes, wenn auch anderes wissenschaftliches Ziel: Er hat seine israelischen Bodenproben im Bochumer Labor mit neuen Tests auf ihre Bestandteile wie Bakterienkonzentration hin untersucht und so die Forschungen für seine Masterarbeit vorangetrieben.
Völkerverständigung war da wohl ein eher sekundäres Ziel, denn trotz der gemeinsamen Fakultät und des gemeinsamen Betreuers Prof. Bernd Marschner haben beide an ihren eigenen Untersuchungen gearbeitet und so eher neben- als miteinander geforscht. Dennoch war die Arbeit für beide effektiv und erfolgreich. Auch neben der Uni hatten beide ausreichend Freizeit. Guttman erzählt, dass er Freunde aus Israel in Köln und Koblenz besucht hat, die an den dortigen Universitäten ein Auslandssemester absolvieren.

Zwei Stipendienprogramme

Das Stipendienprogramm zwischen Israel und NRW existiert seit 2004 und wurde kürzlich bis 2008 verlängert. Nach gleichem Vorbild entstand 2006 das Programm zwischen Palästina und NRW. Projektträger ist in beiden Fällen das Wissenschaftszentrum NRW. Ziel ist es, Studierenden den Zugang zur deutschen Forschungslandschaft zu erleichtern und sie bei ihren wissenschaftlichen Untersuchungen für Abschlussarbeiten zu unterstützen. Um ihnen einen problemlosen Aufenthalt zu gewährleisten, standen für Guttman und Sabri bei ihrer Ankunft in Bochum Unterkünfte sowie Studierendenausweise mit Fahrtickets zur Verfügung. Guttman wohnt im Haus der Nationen, Sabri im Studentenwohnheim am Unicenter.
Entsprechend ihrer Studienfächer erklärte sich Prof. Marschner (Fakultät für Geowissenschaften, Bereich Bodenökologie) bereit, als Betreuer und Ansprechpartner zu fungieren. Da Marschner bereits seit längerem Forschungsbeziehungen nach Israel unterhält, war es für Edo Guttman schnell klar, dass er an die RUB kommen möchte – ist doch Prof. Marschners Forschungspartner gleichzeitig Guttmans betreuender Professor an der Hebrew University. Auch für Raghid Nidal Sabri war die Wahl der Universität einfach: Die RUB bot als einzige Hochschule in NRW Forschungsbereiche zu „Water Engeneering“ an, die für ihr Studium in Frage kamen. Das heißt aber auch: Hinter dem gemeinsamen Aufenthalt der beiden am Arbeitsbereich Bodenkunde stecken reine Sachzwänge.



 






Julia Brosig
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Letzte Änderung: 28.9.2007| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik