Persönlich
Leute an der Ruhr-Universität
Ehre & Rufe
Prof. Dr.-Ing. Rolf Breitenbücher
(Bauingenieurwesen) wurde im Sommer zum Vorsitzenden
des europäischen Normungskomitees für Beton
(TC 104/SC1) gewählt. Das Komitee treibt zurzeit
die Revision der europäischen Betonnorm EN 206
voran, die verbindlich in allen Ländern der EU
eingeführt ist.
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Prof. Dr.-Ing. Michael Pohl (Maschinenbau)
wurde Ende Juni zum Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft
für Materialkunde ernannt. Damit würdigt die
Vereinigung Pohls Verdienste um eine moderne, praxisnahe
Metallografie.
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Prof. Dr. Peter Plath (Medizin) wurde
im Juni zum Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft
für Audiologie ernannt.
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Seit dem 1.9. hat die Ruhr-Universität eine neue
Hauptsicherheitsingenieurin: Dr. Ursula Fornefeld-Schwarz
(38) ist die Nachfolgerin von Bernhard Sieder. Die Arbeitsgebiete
der RUB-Absolventin und gelernten Gewerbeaufsichtsbeamtin
sind Arbeitssicherheit, Abfallmanagement und Umweltschutz
an der RUB.
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Im Juli überreichte der Zonta Club Bochum Nicole
Leisgen den mit 500 Euro dotierten Jane M.
Klausman Award. Die Ökonomin schloss ihr Wirtschaftsstudium
an der RUB im Wintersemester 2006/07 als Jahrgangsbeste
ab.
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Mit ihrer Untersuchung der „Arbeitsverhältnisse
und Arbeitsbeziehungen im nordfranzösischen und
belgischen Steinkohlenbergbau unter deutscher Besatzung
(1940-1944)“ hat Nathalie Piquet
als erste Studentin der Geschichtswissenschaft in Bochum
und Lille den „Doppel-Doktor“ gemacht. Sie
hat das gemeinsame Promotionsverfahren der Ruhr-Uni
und der Universität Charles de Gaulle-Lille 3 durchlaufen
und wurde im Juli von einer vierköpfigen Prüfungskommission
mit je zwei Gutachtern von jeder Uni in Bochum geprüft.
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Der mit 2.500 Euro dotierte ThyssenKrupp Werkstoffinnovationspreis
2007 ging an Dennis Peter und Lars
Köllner (Institut für Werkstoffe).
Durch ihre Studie „Charakterisierung von Gefüge
und Ausscheidungsverhalten großer Bauteile aus
Duplex-Stählen“ haben die beiden Studenten
wichtige Informationen für die Forschung und Entwicklung
zur technischen Realisierbarkeit großer Bauteilabmessungen
nicht rostender ferritisch-austenitischer Duplex-Stähle
geliefert.
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Für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen
erhielt Prof. Dr. Wolfram Sander im
September die Adolf-von-Baeyer-Denkmünze der Gesellschaft
Deutscher Chemiker. Bereits zum dritten Mal wurde ein
Wissenschaftler aus der Organischen Chemie an der RUB
mit diesem Preis ausgezeichnet. Auch der Vorgänger
von Sander auf dem Lehrstuhl Organische Chemie II, Prof.
Dr. Wolfgang Kirmse, sowie sein damaliger Kollege Prof.
Dr. Wolfgang Richard Roth (Organische Chemie I) erhielten
diese Münze. Die bisher 46 Mal verliehene Denkmünze
erhielten auch schon mehrere spätere Nobelpreisträger.
Prof. Sander forscht an der Schnittstelle von Chemie,
Biochemie und Materialwissenschaft. Ziel seiner Arbeiten
ist es, Strukturen und Eigenschaften neuer Produkte
chemischer Synthesen und auch den Ablauf dieser Synthesen
vorauszusagen.
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Für seine besonderen Verdienste in der Hirnforschung
bekommt der Biopsychologe Prof. Dr. Onur Güntürkün
den diesjährigen Sonderpreis des Wissenschaftlichen
und Technischen Forschungsrats der Türkei (TÜBITAK).
Das ist das türkische Äquivalent zur Deutschen
Forschungsgemeinschaft. Jedes Jahr zeichnet die TÜBITAK
entweder einen in der Türkei arbeitenden ausländischen
Wissenschaftler oder einen im Ausland tätigen türkischen
bzw. türkisch-stämmigen Wissenschaftler für
herausragende wissenschaftliche Leistungen mit hoher
Sichtbarkeit aus. Der Sonderpreis ist mit rund 25.000
Türkischen Lira dotiert (etwa 13.000 Euro) und
wird im Dezember verliehen.
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Seit Juli ist Prof. Dr. Notburga Ott
(Sozialwissenschaft) Vorsitzende des „Wissenschaftlichen
Beirats für Familienfragen“ des Bundesministeriums
für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, einem
interdisziplinär besetzten Beratungsgremium der
Bundesregierung.
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Prof. Dr. Franz Lebsanft (Philologie)
hat den an ihn ergangenen Ruf an die Uni Zürich
abgelehnt.
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Prof. Dr. Martin Hofmann (Physik und
Astronomie) hat einen Ruf an die Uni Paderborn erhalten.
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Prof. Dr. Jörg Althammer (Sozialwissenschaft)
hat einen Ruf an die Uni Eichstätt-Ingolstadt erhalten.
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Prof. Dr. Gereon Wolters (Jura) hat
einen Ruf an die Uni Osnabrück erhalten.
Nachruf
Am 24. August starb Prof. Dr. Peter-Hubert Naendrup
im Alter von 74 Jahren. Er gehörte der Juristischen
Fakultät der RUB seit 1965 an, zuletzt bis zu seinem
Eintritt in den Ruhestand (1998) als Professor für
Bürgerliches Recht, Handelsrecht, Arbeitsrecht
und Zivilprozessrecht. Peter-Hubert Naendrup hat die
Juristische Fakultät mitgeprägt und ihr Ansehen
mitbegründet, als Wissenschaftler und Lehrer, aber
ebenso sehr durch seine bestimmte, lautere und liebenswürdige
Persönlichkeit.
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