Neues vom Studium
Meldungen rund um die Lehre
Die beste Didaktik
Die allererste Lehrveranstaltung ist für viele
Wissenschaftler eine enorme Herausforderung. Was gelehrt
wird ist klar, doch wie vermittelt man den Stoff am
besten? Damit der Praxisschock gemildert wird und die
Qualität der Lehre nicht dem Zufall überlassen
bleibt, gibt es fachkundige Hilfe, an der RUB seit Dezember
2001 auch vom Büro für Studienreform in der
Medizinischen Fakultät.
Die Dozenten des Büros bilden beispielsweise Tutoren
für das Problemorientierte Lernen aus; sie helfen
Wissenschaftlern beim Planen von Lehrveranstaltungen
oder zeigen ihnen aktivierende Lehrmethoden für
Seminare. Die Lehrenden belegen die Kurse je nach Bedarf,
sie können jedoch auch das gesamte Zertifikat „Medizindidaktik“
erwerben. Es umfasst 120 Unterrichtsstunden, wird künftig
aber auf 200 Stunden ausgeweitet. Das Zertifikat haben
die Medizinischen Fakultäten in NRW gemeinsam entwickelt;
im Herbst 2006 wurde es von der Ärztekammer Westfalen-Lippe
anerkannt.
Ein neues Projekt am Büro für Studienreform
richtet sich speziell an Habilitanden in der Medizin.
Ihr Arbeitsalltag lässt wenig Zeit für hochschuldidaktische
Fortbildungen. Für die künftige Lehre wären
sie jedoch notwendig, und von den Habilitanden selbst
auch erwünscht, wie die Junior-Professorin Kirsten
Gehlhar in einer Studie herausfand. Viele Habilitanden
haben sogar eine klare Vorstellung über die Struktur
der hochschuldidaktischen Weiterbildung, sie wünschen
sich z. B. Angebote während der Woche, die maximal
einen halben Tag dauern.
Bereits zum Wintersemester 2007/08 startet das Büro
für Studienreform zusammen mit der Internen Fortbildung
und Beratung der RUB (IFB) ein Spezialangebot für
Habilitanden: „Planung von Lehrveranstaltungen“.
Weiterführende Themen wie „Vortragskunst“
oder „aktivierende Lehrmethoden“ kommen
danach an die Reihe. Je nach Interesse der Teilnehmer
schließen sich weitere Angebote in regelmäßigen
Abständen an.
Allgemeine Infos zur Medizindidaktik
im Büro für Studienreform: http://www.rub.de/srm,
Infos zur Habilitanden-Fortbildung: kirsten.gehlhar@rub.de.
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Ganz ohne Diplom
Das Wintersemester 2007/08 hat für die RUB und
für alle anderen Hochschulen in NRW eine historische
Dimension: Zum ersten Mal immatrikulieren sich keine
Studenten mehr in Diplom- oder Magisterstudiengängen.
Der Grund ist die fortschreitende bzw. weitgehend abgeschlossene
Studienreform.
An der RUB werden zum Wintersemester alle fünf
Diplomstudiengänge in den Ingenieurwissenschaften
auf die gestuften Studiengänge umgestellt: Bauingenieurwesen,
Maschinenbau, Elektrotechnik und Informationstechnik,
Umwelttechnik und Ressourcenmanagement sowie Sicherheit
in der Informationstechnik. Darüber hinaus läuft
der Diplomstudiengang Wirtschaftswissenschaft aus, er
wird durch den Bachelor-/Masterstudiengang „Management
and Economics“ ersetzt.
Die Fakultät für Sozialwissenschaft erweitert
ihren Masterstudiengang um zwei neue Studienschwerpunkte:
„Geschlecht und Gesellschaft“ behandelt
die zentralen Theorien und Methoden der Geschlechterforschung
in enger Kooperation mit dem Masterstudiengang „Gender
Studies“ der RUB. Der Schwerpunkt „Methoden
der Sozialforschung“ bereitet die Studierenden
gezielt auf Berufsfelder vor, bei denen die empirische
Forschung in Verbänden, Unternehmen und Wissenschaft
im Mittelpunkt steht.
Infos: Alle Studiengänge der RUB
unter http://www.rub.de/zsb/faecher.htm
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Weiterbildung Energie
Woher kommen zukünftig Strom und Wärme? Wie
lassen sich trotz steigenden Energieverbrauchs Klima
und Umwelt schonen? Das neue weiterbildende und berufsbegleitende
Studium „Energy Law and Management“ hilft,
die richtigen Antworten zu finden. Das von der Akademie
der RUB und vom Institut für Berg- und Energierecht
entwickelte und angebotene Programm richtet sich an
Nachwuchsführungskräfte im Energiesektor,
es startet am 9. November.
Bewerbungen sind ab sofort möglich:
http://www.akademie.rub.de/weiterbildung/lawmanagement.shtml.
ad/jw/Beckert
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