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RUBENS 117

29. Juni 2007

Nachrichten

Meldungen vom Campus


Familiengerecht
Wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht, denken viele zunächst an die jeweils nachfolgende Generation: Wer kann die Kinder betreuen, wenn sie gerade nicht in der Schule oder im Kindergarten sind?
Doch genauso wichtig kann plötzlich die vorherige Generation werden, wenn zum Beispiel ein Elternteil schwer erkrankt: „Wohin mit den Eltern?“ lautete etwas provokant der Titel eines Workshops während der Aktionswoche „Familiengerechte RUB“ im Juni. Ein Experte vom Fachbereich Soziales der Stadt Hattingen (Abteilung Seniorenbetreuung) gab praktische Tipps für Berufstätige, die ihre Eltern oder andere nahe Angehörige pflegen – und wie sie dabei entlastet werden können, um Pflege und Job zu meistern.
Dabei ging es um Tagespflege, Kurzzeitpflege, Langzeitpflege und ambulante Pflege. Detailliert vorgestellt wurden außerdem die Pflegeleistungen der Kassen und Sozialhilfeträger. Etwa 20, zumeist direkt betroffene Mitglieder der RUB lauschten zunächst dem anschaulichen Impulsreferat und stellten anschließend eine Stunde lang Fragen. Tenor hierbei: Kein Fall ist wie der andere; Schwierigkeiten lauern überall. Zum Glück hat sich das Projektteam „Familiengerechte RUB“ das Thema „Pflege von Angehörigen“ dick an die Fahne geschrieben. Erste Infos und Kontakte finden sich im Internet unter http://www.rub.de/familiengerecht. Weiterführende Tipps gibt es unter http://www.sen-info.de bzw. konkret für Bochum unter http://www.sen-info.de/regional/bochum/barrierefrei/index.html. ad

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Lehrbuchbörse
Ein Semester ist ja schnell um und häufig genug wird das gerade erst teuer angeschaffte Lehrbuch damit automatisch überflüssig. Seit Ende Mai gibt es im Internet eine Börse, über die man es schnell verkaufen kann. Andersherum können jüngere Generationen von Studierenden dort gezielt nach gebrauchten (und preiswerten) Büchern suchen. Die Idee zur Börse stammt von zwei Studenten der Nachbaruniversität Dortmund. Studierende können sich auf http://www.meinstudibuch.de außerdem über Literaturhinweise zu Vorlesungen informieren.

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Study Award
Die Ausschreibung für den diesjährigen Shell She Study Award läuft. Mit dem Award zeichnet der Mineralölkonzern Jahr für Jahr Wissenschaftlerinnen für herausragende Arbeiten rund um die Themen Mineralöl, Erdgas, Chemie und erneuerbare Energien aus. Bis zum 15. Oktober 2007 können sich Studentinnen, Hochschulabsolventinnen und Doktorandinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit Dissertationen, Diplom-, Master- oder Studienarbeiten aus technischen, naturwissenschaftlichen oder wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereichen bewerben. Die Arbeit sollte nicht älter als zwei Jahre sein und muss vor dem 31. Juli 2007 fertig gestellt werden. Die sechs besten Arbeiten werden mit insgesamt 10.000 Euro prämiert (1. Preis: 5.000 Euro, 2. Preis: 2.500 Euro, 3. Preis: 1.000 Euro, 4.-6. Platz: je 500 Euro).
Infos: http://www.shell-she-study-award.de

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Lore-Agnes-Preis
Im Jahr 2007 vergibt die Ruhr-Universität zum sechsten Mal den Lore-Agnes-Preis für herausragende Projekte und Initiativen zur Gleichstellung von Frauen und Männern. Ziel des Preises ist es, Projekte der Gleichstellung/Frauenförderung sichtbar zu machen, zu belobigen und durch das Preisgeld (15.000 Euro) zu stärken. Teilnehmen können einzelne Mitglieder, Gruppen oder Organisationseinheiten der Ruhr-Universität. Bewerbungsschluss ist der 2. Juli 2007, Infos: http://www.rub.de/lore-agnes.

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Prof. des Jahres
Bei der Erstaustragung hat es ein Dozent der Ruhr-Universität immerhin bis ins Finale der besten zehn geschafft: Prof. Dr. Bernd Marschner (AG Bodenkunde/Bodenökologie, Geografisches Institut) wäre beinahe Deutschlands Professor des Jahres 2006 geworden. Jetzt richtet das Magazin "Unicum Beruf" die zweite Auflage des Wettbewerbs aus und sucht den Prof. des Jahres 2007. Bis zum 4. Oktober 2007 können Studierende, Absolventen, Arbeitgeber und Professoren-Kollegen ihren persönlichen Favoriten nominieren: http://www.professor-des-jahres.de.

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Gottesdienst
Am 3. Juli feiert die evangelische Universitätsgemeinde um 18 h einen Semesterabschlussgottesdienst in der Apostelkirche (im Kirchenforum/Unicenter, direkt hinter der U-Bahn-Brücke rechts). Studentinnen und Studenten der Evangelisch Theologischen Fakultät werden den Gottesdienst zusammen mit Prof. Dr. Klaus Wengst zu dem Thema „Ist das denn gerecht?“ (Matthäus 20,1-16) inhaltlich wie musikalisch gestalten. Wir laden herzlich dazu ein.

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Sommernachtsräume
Zum Ende des Semesters präsentieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Bereich Studiobühne des Musischen Zentrums wie üblich die Arbeit der letzten Monate. Beim „Lesetheater Druckfrisch“ (3. Juli, 19.30 h) geht’s um einen aktuellen dramatischen Text. Im Kurs „Rollenstudium“ dreht sich alles um Übungen aus den Bereichen Körper, Bewegung, Stimme und Improvisation. Die theoretische und praktische Konzeption einer selbst gewählten Rolle bildet den Rahmen. Am 10. Juli (19.30 h) stellen die Teilnehmer/innen des Kurses ihre Ergebnisse vor. Zwei Tage später (12. Juli, 19.30 h) werden die Resultate des Kurses „Regiewerkstatt“ gezeigt.
Dazwischen feiert die Semesterproduktion Premiere (7. und 8. Juli je 19.30 h, Eintritt frei). Unter Leitung von Karin Freymeyer und Erika Wickel haben Studierende aller Fachbereiche Variationen zu Shakespeares „Sommernachtstraum“ einstudiert. Das dabei entstandene Stück heißt „Sommernachtsräume“ und wird konsequenterweise in verschiedenen Räumen des Musischen Zentrums gezeigt. Hinter jeder Tür versteckt sich ein anderes Spiel über Irrungen und Verwirrungen in der Liebe.
Der Zuschauer wandelt von Raum zu Raum und erlebt in kurzen Episoden, welches Thema aus Shakespeares Original die Akteure spielen. Heiß und hitzig und turbulent geht es durch die Szenen, traumwandlerisch bewegen sich die Personen, bis im Stück „Disco“ von Martin Heckmanns dem Geschehen um Sex and Drugs and Rock’n’Roll die Musik abgedreht wird.


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Neue DFG-Forschergruppe
Moderne Autokarosserien, die zugleich hochfest und extrem dehnbar sind, verdanken ihre Eigenschaften mikrostrukturellen Vorgängen im Material: Winzige Veränderungen im Kristallgitter des Leichtbaustahls machen sie möglich. Durch die Zusammensetzung spezieller Legierungen lassen sich solche Vorgänge gezielt einsetzen. Sie im Detail zu verstehen und computergestützt zu simulieren ist Ziel der Forschergruppe 797 „Analysis and computation of microstructure in finite plasticity” (Sprecher: Prof. Dr. Klaus Hackl, Lehrstuhl für Allgemeine Mechanik, Fakultät für Bauingenieurwesen), die die Deutsche Forschungsgemeinschaft jetzt bewilligt hat. Die neue Forschergruppe, in der interdisziplinäre Experten aus dem ganzen Bundesgebiet zusammen arbeiten werden, wird ab Juli 2007 für drei Jahre mit der Möglichkeit einer Verlängerung um weitere drei Jahre mit ca. 600.000 Euro pro Jahr gefördert.

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Neuer Studiengang
Moderne Produktions-, Informations- und Kommunikationstechniken einzuführen und zu nutzen ist stets auch damit verbunden, dass Unternehmen personenbezogene Daten speichern und verarbeiten. Hier sind die Arbeitnehmervertretungen gefragt: Sie müssen prüfen, welche Gefahren sich dahinter verbergen, zum Beispiel versteckte Leistungs- und Verhaltenskontrollen. Für Betriebs- und Personalräte bietet die Akademie der Ruhr-Universität daher den neuen weiterbildenden Studiengang „Datenschutz und Mitbestimmung“ an. Das Studium startet am 11. Oktober 2007, Anmeldeschluss ist der 21. September.
Das Studienprogramm versetzt Arbeitnehmervertreter in die Lage, Gefahren zu erkennen und kompetent zu beurteilen, Gestaltungspotenziale von technischen Systemen und Arbeitsorganisation mitarbeiterorientiert zu nutzen und über Betriebsvereinbarungen abzusichern. In 13 Kompaktseminaren verteilt über einen Zeitraum von elf Monaten läuft diese Weiterbildung berufsbegleitend. Ein interdisziplinäres Team von Dozentinnen und Dozenten aus der Ruhr-Universität sowie aus arbeitnehmerorientierten Beratungseinrichtungen garantiert eine kompetente und praxisorientierte Qualifizierung. Kooperationspartner sind das Institut für Arbeitswissenschaft der RUB und die Gemeinsame Arbeitsstelle RUB/IG Metall.

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BMBF-Projekt
Neue Medikamente schneller und günstiger auf den Markt zu bringen hilft das Verbundprojekt SKAVOE (Sicherere und kosteneffizientere Arzneimittelentwicklung unter Verwendung von optimalen Experimentdesigns). Statistische Berechnungen sollen es zum Beispiel erlauben, bei gleicher Aussagekraft der Studien die Zahl der benötigten Probanden zu verringern. Das durch den Lehrstuhl für Stochastik (Prof. Dr. Holger Dette) koordinierte Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Förderprogramms: „Mathematik für Innovationen in Industrie und Dienstleistungen“ mit ca. 700.000 Euro gefördert. Die Bochumer arbeiten gemeinsam mit der RWTH Aachen, der Universität Dortmund, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und den Industriepartnern Bayer-Schering, Novartis Pharma GmbH Nürnberg und Novartis Pharma AG Basel.

ad, md, jw
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Letzte Änderung: 29.6.2007| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik