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Familiengerecht
Wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht,
denken viele zunächst an die jeweils nachfolgende
Generation: Wer kann die Kinder betreuen, wenn sie gerade
nicht in der Schule oder im Kindergarten sind?
Doch genauso wichtig kann plötzlich die vorherige
Generation werden, wenn zum Beispiel ein Elternteil
schwer erkrankt: „Wohin mit den Eltern?“
lautete etwas provokant der Titel eines Workshops während
der Aktionswoche „Familiengerechte RUB“
im Juni. Ein Experte vom Fachbereich Soziales der Stadt
Hattingen (Abteilung Seniorenbetreuung) gab praktische
Tipps für Berufstätige, die ihre Eltern oder
andere nahe Angehörige pflegen – und wie
sie dabei entlastet werden können, um Pflege und
Job zu meistern.
Dabei ging es um Tagespflege, Kurzzeitpflege, Langzeitpflege
und ambulante Pflege. Detailliert vorgestellt wurden
außerdem die Pflegeleistungen der Kassen und Sozialhilfeträger.
Etwa 20, zumeist direkt betroffene Mitglieder der RUB
lauschten zunächst dem anschaulichen Impulsreferat
und stellten anschließend eine Stunde lang Fragen.
Tenor hierbei: Kein Fall ist wie der andere; Schwierigkeiten
lauern überall. Zum Glück hat sich das Projektteam
„Familiengerechte RUB“ das Thema „Pflege
von Angehörigen“ dick an die Fahne geschrieben.
Erste Infos und Kontakte finden sich im Internet unter
http://www.rub.de/familiengerecht.
Weiterführende Tipps gibt es unter http://www.sen-info.de
bzw. konkret für Bochum unter http://www.sen-info.de/regional/bochum/barrierefrei/index.html.
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Lehrbuchbörse
Ein Semester ist ja schnell um und häufig genug
wird das gerade erst teuer angeschaffte Lehrbuch damit
automatisch überflüssig. Seit Ende Mai gibt
es im Internet eine Börse, über die man es
schnell verkaufen kann. Andersherum können jüngere
Generationen von Studierenden dort gezielt nach gebrauchten
(und preiswerten) Büchern suchen. Die Idee zur
Börse stammt von zwei Studenten der Nachbaruniversität
Dortmund. Studierende können sich auf http://www.meinstudibuch.de
außerdem über Literaturhinweise zu Vorlesungen
informieren.
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Study Award
Die Ausschreibung für den diesjährigen Shell
She Study Award läuft. Mit dem Award zeichnet der
Mineralölkonzern Jahr für Jahr Wissenschaftlerinnen
für herausragende Arbeiten rund um die Themen Mineralöl,
Erdgas, Chemie und erneuerbare Energien aus. Bis zum
15. Oktober 2007 können sich Studentinnen, Hochschulabsolventinnen
und Doktorandinnen aus Deutschland, Österreich
und der Schweiz mit Dissertationen, Diplom-, Master-
oder Studienarbeiten aus technischen, naturwissenschaftlichen
oder wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereichen bewerben.
Die Arbeit sollte nicht älter als zwei Jahre sein
und muss vor dem 31. Juli 2007 fertig gestellt werden.
Die sechs besten Arbeiten werden mit insgesamt 10.000
Euro prämiert (1. Preis: 5.000 Euro, 2. Preis:
2.500 Euro, 3. Preis: 1.000 Euro, 4.-6. Platz: je 500
Euro).
Infos: http://www.shell-she-study-award.de
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Lore-Agnes-Preis
Im Jahr 2007 vergibt die Ruhr-Universität zum sechsten
Mal den Lore-Agnes-Preis für herausragende Projekte
und Initiativen zur Gleichstellung von Frauen und Männern.
Ziel des Preises ist es, Projekte der Gleichstellung/Frauenförderung
sichtbar zu machen, zu belobigen und durch das Preisgeld
(15.000 Euro) zu stärken. Teilnehmen können
einzelne Mitglieder, Gruppen oder Organisationseinheiten
der Ruhr-Universität. Bewerbungsschluss ist der
2. Juli 2007, Infos: http://www.rub.de/lore-agnes.
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Prof. des Jahres
Bei der Erstaustragung hat es ein Dozent der Ruhr-Universität
immerhin bis ins Finale der besten zehn geschafft: Prof.
Dr. Bernd Marschner (AG Bodenkunde/Bodenökologie,
Geografisches Institut) wäre beinahe Deutschlands
Professor des Jahres 2006 geworden. Jetzt richtet das
Magazin "Unicum Beruf" die zweite Auflage
des Wettbewerbs aus und sucht den Prof. des Jahres 2007.
Bis zum 4. Oktober 2007 können Studierende, Absolventen,
Arbeitgeber und Professoren-Kollegen ihren persönlichen
Favoriten nominieren: http://www.professor-des-jahres.de.
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Gottesdienst
Am 3. Juli feiert die evangelische Universitätsgemeinde
um 18 h einen Semesterabschlussgottesdienst in der Apostelkirche
(im Kirchenforum/Unicenter, direkt hinter der U-Bahn-Brücke
rechts). Studentinnen und Studenten der Evangelisch
Theologischen Fakultät werden den Gottesdienst
zusammen mit Prof. Dr. Klaus Wengst zu dem Thema „Ist
das denn gerecht?“ (Matthäus 20,1-16) inhaltlich
wie musikalisch gestalten. Wir laden herzlich dazu ein.
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Sommernachtsräume
Zum Ende des Semesters präsentieren die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer am Bereich Studiobühne des Musischen
Zentrums wie üblich die Arbeit der letzten Monate.
Beim „Lesetheater Druckfrisch“ (3. Juli,
19.30 h) geht’s um einen aktuellen dramatischen
Text. Im Kurs „Rollenstudium“ dreht sich
alles um Übungen aus den Bereichen Körper,
Bewegung, Stimme und Improvisation. Die theoretische
und praktische Konzeption einer selbst gewählten
Rolle bildet den Rahmen. Am 10. Juli (19.30 h) stellen
die Teilnehmer/innen des Kurses ihre Ergebnisse vor.
Zwei Tage später (12. Juli, 19.30 h) werden die
Resultate des Kurses „Regiewerkstatt“ gezeigt.
Dazwischen feiert die Semesterproduktion Premiere (7.
und 8. Juli je 19.30 h, Eintritt frei). Unter Leitung
von Karin Freymeyer und Erika Wickel haben Studierende
aller Fachbereiche Variationen zu Shakespeares „Sommernachtstraum“
einstudiert. Das dabei entstandene Stück heißt
„Sommernachtsräume“ und wird konsequenterweise
in verschiedenen Räumen des Musischen Zentrums
gezeigt. Hinter jeder Tür versteckt sich ein anderes
Spiel über Irrungen und Verwirrungen in der Liebe.
Der Zuschauer wandelt von Raum zu Raum und erlebt in
kurzen Episoden, welches Thema aus Shakespeares Original
die Akteure spielen. Heiß und hitzig und turbulent
geht es durch die Szenen, traumwandlerisch bewegen sich
die Personen, bis im Stück „Disco“
von Martin Heckmanns dem Geschehen um Sex and Drugs
and Rock’n’Roll die Musik abgedreht wird.
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Neue DFG-Forschergruppe
Moderne Autokarosserien, die zugleich hochfest und extrem
dehnbar sind, verdanken ihre Eigenschaften mikrostrukturellen
Vorgängen im Material: Winzige Veränderungen
im Kristallgitter des Leichtbaustahls machen sie möglich.
Durch die Zusammensetzung spezieller Legierungen lassen
sich solche Vorgänge gezielt einsetzen. Sie im
Detail zu verstehen und computergestützt zu simulieren
ist Ziel der Forschergruppe 797 „Analysis and
computation of microstructure in finite plasticity”
(Sprecher: Prof. Dr. Klaus Hackl, Lehrstuhl für
Allgemeine Mechanik, Fakultät für Bauingenieurwesen),
die die Deutsche Forschungsgemeinschaft jetzt bewilligt
hat. Die neue Forschergruppe, in der interdisziplinäre
Experten aus dem ganzen Bundesgebiet zusammen arbeiten
werden, wird ab Juli 2007 für drei Jahre mit der
Möglichkeit einer Verlängerung um weitere
drei Jahre mit ca. 600.000 Euro pro Jahr gefördert.
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Neuer Studiengang
Moderne Produktions-, Informations- und Kommunikationstechniken
einzuführen und zu nutzen ist stets auch damit
verbunden, dass Unternehmen personenbezogene Daten speichern
und verarbeiten. Hier sind die Arbeitnehmervertretungen
gefragt: Sie müssen prüfen, welche Gefahren
sich dahinter verbergen, zum Beispiel versteckte Leistungs-
und Verhaltenskontrollen. Für Betriebs- und Personalräte
bietet die Akademie der Ruhr-Universität daher
den neuen weiterbildenden Studiengang „Datenschutz
und Mitbestimmung“ an. Das Studium startet am
11. Oktober 2007, Anmeldeschluss ist der 21. September.
Das Studienprogramm versetzt Arbeitnehmervertreter in
die Lage, Gefahren zu erkennen und kompetent zu beurteilen,
Gestaltungspotenziale von technischen Systemen und Arbeitsorganisation
mitarbeiterorientiert zu nutzen und über Betriebsvereinbarungen
abzusichern. In 13 Kompaktseminaren verteilt über
einen Zeitraum von elf Monaten läuft diese Weiterbildung
berufsbegleitend. Ein interdisziplinäres Team von
Dozentinnen und Dozenten aus der Ruhr-Universität
sowie aus arbeitnehmerorientierten Beratungseinrichtungen
garantiert eine kompetente und praxisorientierte Qualifizierung.
Kooperationspartner sind das Institut für Arbeitswissenschaft
der RUB und die Gemeinsame Arbeitsstelle RUB/IG Metall.
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BMBF-Projekt
Neue Medikamente schneller und günstiger auf den
Markt zu bringen hilft das Verbundprojekt SKAVOE (Sicherere
und kosteneffizientere Arzneimittelentwicklung unter
Verwendung von optimalen Experimentdesigns). Statistische
Berechnungen sollen es zum Beispiel erlauben, bei gleicher
Aussagekraft der Studien die Zahl der benötigten
Probanden zu verringern. Das durch den Lehrstuhl für
Stochastik (Prof. Dr. Holger Dette) koordinierte Projekt
wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
im Rahmen des Förderprogramms: „Mathematik
für Innovationen in Industrie und Dienstleistungen“
mit ca. 700.000 Euro gefördert. Die Bochumer arbeiten
gemeinsam mit der RWTH Aachen, der Universität
Dortmund, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
und den Industriepartnern Bayer-Schering, Novartis Pharma
GmbH Nürnberg und Novartis Pharma AG Basel.
ad,
md, jw
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