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RUBENS 117

29. Juni 2007

Emil-verdächtig




Der Fachschaftsrat Erziehungswissenschaft prämiert regelmäßig gute Lehre


Seit 2004 zeichnet der Fachschaftsrat Erziehungswissenschaft in jedem Semester (seit 2006 in jedem Jahr) den besten Lehrenden des Instituts aus. Als Lohn für die gute Lehre gibt es den „Emil“, ein Bonsai-Bäumchen, das es fortan genauso zu pflegen und hegen gilt wie die Studierenden bzw. allgemein die Bildung. Maßgeblich für die Preisvergabe ist das Votum der Studierenden. Über die Idee dahinter sprach Arne Dessaul mit Anja Rudek vom Fachschaftsrat.

RUBENS: Frau Rudek, welche Idee steckt ursprünglich hinter dem Emil?
Anja Rudek: Der Emil wird an die Lehrende bzw. den Lehrenden verliehen, der die Studierenden durch eine besonders gute Lehrveranstaltung überzeugt hat. Es geht also um die Qualität von Lehre aus studentischer Perspektive. Die Studierenden können ihre Zufriedenheit mit den Lehrveranstaltungen wirksam artikulieren. Die Dozenten wählen eines ihrer Seminare aus, das sie evaluieren lassen möchten und können sich so ein umfassendes Feed-back für diese Veranstaltung einholen. Letztlich sollen sie natürlich dazu motiviert werden, eine qualitative und ansprechende Lehre anzubieten, mit der die Studierenden zufrieden sind. Dieses Jahr haben wir erstmalig den Emil-Report präsentiert, in dem die Evaluationsergebnisse detailliert dargestellt werden.



Drei Kategorien


RUBENS: Was zeichnet ein gutes Seminar in Pädagogik aus und wie lässt sich das so objektiv wie möglich messen?
Anja Rudek: Die Kriterien, die ein gutes Seminar auszeichnen, werden durch unseren standardisierten Fragebogen abgebildet. Wir haben ihn in vier Untersuchungsebenen untergliedert, um eine Veranstaltung möglichst umfassend in Bewertungskategorien einfangen zu können. Beim ersten Bewertungsblock geht es um die Ziele, die Inhalte und die Struktur der Veranstaltung. Auf der zweiten Ebene werden die eingesetzten Methoden und Medien bewertet, hier wird also auf die didaktische Komponente von Lehrveranstaltungen abgezielt. Drittens wird das Verhalten der Seminarleitung bewertet und viertens der mit der Veranstaltung verbundene Lernerfolg eingeschätzt.

RUBENS: Was bedeutet „Verhalten“?
Anja Rudek: Ist ein Dozent offensichtlich gut vorbereitet, sorgt er für eine angenehme Arbeitsatmosphäre usw.

RUBENS: Alles klar. Und den Fragebogen hat der Fachschaftsrat komplett entwickelt?
Anja Rudek: Ja, genau. Er macht die systematische Messung der Qualitätskriterien von guter Lehre aus studentischer Sicht möglich. Wir messen nur, was wir vorher selektiv durch Bewertungskriterien festgelegt haben. Zu Beginn zielte der Fragebogen auf Seminare, die vornehmlich durch studentische Aktivitäten wie Referate und Präsentationen geprägt sind. Wir haben ihn aber so modifiziert, dass eher dozentenzentrierte Veranstaltungen nicht mehr benachteiligt werden. Wir werden den Fragebogen aber noch weiter entwickeln und offene Fragen einbauen. Das ermöglicht die subjektive Deutung von Lehrveranstaltungen und die individuelle Interpretation der Bewertungskriterien.


550 Bögen


RUBENS: Wie viele Lehrende und Studierende haben an der letzten Abstimmung teilgenommen?
Anja Rudek: Wir hatten 550 ausgefüllte Fragebögen für 19 Dozenten und zwei Lehrbeauftragte.

RUBENS: Welches Seminar bzw. welche Art Seminar hat Ihnen persönlich bisher am besten
gefallen?
Anja Rudek: Das kann ich so pauschal nicht sagen. Ein Seminargeschehen ist immer so multidimensional und es gibt die unterschiedlichsten Gründe, warum einem ein Seminar gefällt. Vielleicht, weil es einem dazu verhilft, sich fachtheoretisch enorm weiterzuentwickeln. Vielleicht aber auch deshalb, weil es von einer wissenschaftlich sehr renommierten Persönlichkeit veranstaltet wird, von der man sehr beeindruckt ist. Vielleicht mag man ein Seminar auch einfach, weil es in einer netten Gruppe abgehalten wird und die Arbeitsatmosphäre sehr angenehm ist.

RUBENS: Und für welches Seminar haben Sie beim letzten Mal abgestimmt?
Anja Rudek: Für keines. Ich hatte nur Veranstaltungen besucht, die nicht zur Abstimmung standen.

RUBENS: Sind die Messmethoden zur Qualität der Lehre in der Pädagogik auf andere Fächer übertragbar?
Anja Rudek: Bei den Geisteswissenschaften auf jeden Fall, in den Ingenieur- und Naturwissenschaften müsste der Fragebogen modifiziert werden. Wir hatten auch schon einige Anfragen von anderen Fachschaften.

RUBENS: Und, haben Sie den Fragebogen weitergegeben?
Anja Rudek: Ja, natürlich.



 


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