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RUBENS
- Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
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Radon im Savannenhaus
Schülerinnen-Projekt an der Fakultät
für Physik und Astronomie
Im jedem Boden lässt sich das radioaktive Edelgas
Radon nachweisen. Acht Schülerinnen der neunten Jahrgangsstufe
aus Bochum und Umgebung wollten es noch genauer wissen
und untersuchten den Botanischen Garten der RUB. Vier
Monate dauerte das Projekt. Es wurde vom Fachverband für
Strahlenschutz e.V. finanziell unterstützt und zusammen
von der Fakultät für Physik und Astronomie und
RUBION (Zentrale Einrichtung für Ionenstrahlen und
Radionuklide der RUB) geleitet.
Normalerweise dürfen Schüler nicht mit radioaktiven
Stoffen arbeiten. Radon bildet die einzige Ausnahme, da
der Stoff natürlich-radioaktiv ist. Doch für
Schulen sind Experimente dieser Art zu teuer und zu aufwendig.
Deshalb war es um so erfreulicher, dass die acht Schülerinnen
Gelegenheit hatten, an der RUB mit Radioaktivität
zu experimentieren. Sie fanden beispielsweise heraus,
wie die Radonkonzentration im Boden und der Luft im Savannenhaus
des Botanischen Gartens mit der Temperatur zusammen hängt:
Je niedriger die Temperatur, desto höher die Radonkonzentration.
Die Gründe dafür werden in einem weiteren Projekt
in den Sommerferien untersucht.
Während die Betreuer des Projekts bei den Schülerinnen
in erster Linie das Interesse für die Naturwissenschaften
fördern möchten, erhofft sich der Fachverband
für Strahlenschutz Nachwuchs. Auch wenn Deutschland
– politisch gesehen – aus der Atomkraft ausgestiegen
ist, ist der Bedarf an Strahlenschützern nicht gesunken.
Abgebaute Atomanlagen und der Atommüll müssen
fachgerecht entsorgt werden.
Radon
Die Entstehung von Radon kann von dem Menschen nicht beeinflusst
werden. Ein bestimmter Prozentsatz des Radons gelangt
in die Porenräume der Gesteine und Böden. Der
Stoff kann vom Menschen mit der Atemluft aufgenommen werden.
Dies ist gerade bei Menschen der Fall, die in alten Häusern
mit Rissen im Boden leben. Durch einen „Kamineffekt“
steigt das Radon aus dem Boden auf. Studien in Europa
und Nordamerika zeigten in der Vergangenheit einen klaren
Anstieg des Lungenkrebsrisikos mit steigender Radonkonzentration.
Kathrin
Beckert
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