Personalia
Leute an der Ruhr-Universität
Rufe & Ehre
Am 27. Juni wurde Prof. Dr. Oskar Anweiler
von der Universität Warschau die Ehrendoktorwürde
verliehen. Dies ist umso bemerkenswerter, als die Warschauer
Universität seit ihrem Wiederaufbau 1945 erst zwei
Ehrendoktorwürden ins Ausland vergeben hat. Oskar
Anweiler ist damit der Dritte im kleinen, aber feinen
Bunde weltberühmter Persönlichkeiten, zu ihnen
gehören der Schweizer Entwicklungspsychologe Jean
Piaget (1958) und die schwedische Schriftstellerin Astrid
Lindgren (1989). Das Institut für Pädagogik
gratuliert dem Emeritus zu dieser herausragenden zweiten
Ehrung (nach der Universität Lipsensis 2000). Anweiler,
der zur Gründergeneration der RUB gehört,
hatte von 1964 bis 1990 nicht nur den Lehrstuhl für
Vergleichende Erziehungswissenschaft am Institut für
Pädagogik inne, er gilt zudem als Nestor dieser
pädagogischen Subdisziplin in der BRD. Als Pädagoge
blieb Anweiler stets der historischen Denkweise verpflichtet,
die seine Gesamthaltung zu pädagogischen Fragen
und zugleich seine Forschungsschwerpunkte prägte.
Diese Ehrung verdankt sich freilich nicht nur seinem
wissenschaftlichen Werk, das sich auf die Ost-West-Linie
Russland/Sowjetunion, Polen, DDR und andere mittel-
und osteuropäische Staaten bis hin zu Kanada erstreckte,
sondern auch dem dauernden Engagement für einen
lebendigen Wissenschaftsaustausch, der jenseits ideologischer
und geografischer Grenzen eine selbstverständliche
Fachkultur internationaler Orientierung pflegte. Gerade
die deutsch-polnischen Wissenschaftsbeziehungen stehen
dabei über die tagespolitischen Befindlichkeiten
hinaus für eine nur zeitweilig unterbrochene Kontinuität
des europäischen pädagogischen Denkens, das
Oskar Anweiler bis heute in besonderer Weise verkörpert.
Institut für Pädagogik/Fakultät für
Philosophie, Pädagogik und Publizistik
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Prof. Dr.-Ing. Hermann-Josef Wagner wurde
beim Deutschen Ingenieurtag im Mai das Ehrenzeichen
des VDI (Verein Deutscher Ingenieure) verliehen. In
der Laudatio heißt es unter anderem: „Hermann-Josef
Wagner zeichnet sich durch hervorragende wissenschaftliche
Leistungen im Bereich der Energie- und Stoffstromanalyse
von Energiesystem aus ... Als Vorsitzender der VDI-Gesellschaft
Energietechnik hat er die neue Profilierung des VDI
zielstrebig und erfolgreich mitgestaltet.“
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Prof. Dr. Hans-Ulrich Steinau (Plastische
Chirurgie und Schwerbrandverletzte, Bergmannsheil) wurde
mit der William J. Barwick Lecture der Duke University
(Durham, USA) ausgezeichnet. Sie wird an Chirurgen vergeben,
die auf dem Gebiet der rekonstruktiven Mikrochirurgie
richtungsweisende Impulse geben. Verbunden mit der Lecture
über „Funktionelle Rekonstruktion und mikrovaskuläre
Transplantation bei Tumordefekten“ sind Vorträge
und Falldiskussionen für den akademischen Nachwuchs
vorgesehen.
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Prof. Dr. Helmut Schatz,
emeritierter Professor für Innere Medizin der Ruhr-Universität
Bochum und ehemaliger Direktor der Medizinischen Universitätsklinik
Bergmannsheil Bochum, wurde für seine Verdienste
um die Diabetologie mit der Hippokrates-Medaille der
International Hippokrates Foundation geehrt. Die Verleihung
fand anlässlich des Zentraleuropäischen Diabeteskongresses
auf der Insel Kos durch den griechischen Gesundheitsminister
Dimitris Avramopoulos statt.
Foto: privat
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Für ihre herausragende wissenschaftliche Leistung
auf dem Gebiet der Infrarot- und Terahertz-Technologie
und -Spektroskopie wurde Prof. Dr. Martina
Havenith-Newen (Lehrstuhl für Physikalische
Chemie II – Laserspektroskopie und Biophotonik)
in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina
gewählt. Die Wahl gilt für Naturwissenschaftler
in Deutschland als eine besondere Auszeichnung ihrer
Arbeiten. Neben Havenith-Newen sind mit Prof. Dr.-Ing.
Hermann-Josef Wagner, Rektor Prof. Dr. Elmar Weiler,
Prof. Dr. Jürgen Krämer und Prof. Dr. Onur
Güntürkün derzeit noch vier weitere aktive
Wissenschaftler der RUB in der Leopoldina vertreten.
Die Leopoldina wurde 1652 gegründet und ist damit
die älteste naturwissenschaftlich-medizinische
Gelehrtengesellschaft Deutschlands und die älteste
dauerhaft existierende weltweit.
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Phisher, die mittels nachgebauten Webseiten Nutzer dazu
bringen, ihre Konto- und Zugangsdaten preiszugeben,
will Dominik Birk mit ihren
eigenen Waffen schlagen: Der Student der IT-Sicherheit
am Horst Görtz Institut hat zusammen mit seinem
Kommilitonen Felix Gröbert
und einem Kollegen der Universität Mannheim ein
Konzept entwickelt, Phisher dingfest zu machen, indem
er sie mit erfundenen Zugangsdaten ködert und sie
dann bei der Eingabe der gestohlenen Daten in eine Falle
lockt. Für seine Arbeit wurde er im Juni auf dem
10. Deutschen IT-Sicherheitskongresses des Bundesamts
für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
in Bonn mit dem Best Student Award ausgezeichnet. Birk
erhält ein sechsmonatiges Stipendium an einer internationalen
Forschungseinrichtung.
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Er war der erste Professor an der Ruhr-Universität
und ist einer der bekanntesten „Shakespearianer“
Deutschlands: Prof. em. Dr. Ulrich Suerbaum
(Englisches Seminar). Für seine herausragenden
Verdienste um die literarischen und kulturellen Verbindungen
zwischen dem deutsch- und englischsprachigen Raum erhielt
er Anfang Juni den mit 30.000 Schweizerfranken dotierten
Geilinger-Preis der Max-Geilinger-Stiftung in Zürich.
Den Preis teilt sich Prof. Suerbaum mit Prof. Andreas
Fischer (Zürich) und Prof. Rüdiger Ahrens
(Würzburg). Gemeinsam geben sie die englisch-deutsche
Studienausgabe der Werke Shakespeares heraus.
Foto: privat
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Mit den Pfizer-Preisen ehrt FoRUM (Forschungsförderung
RUB Medizinische Fakultät) jedes Jahr herausragende
Projekte, die aus den Mitteln der Medizinischen Fakultät
gefördert wurden. Pfizer-Forschungspreise gingen
diesmal an Dr. Ivo Quack für
die Erforschung des Eiweißverlustes bei Nierenerkrankungen,
Juniorprofessorin Dr. Kirsten Gehlhar, die die Details
der Wirkung von Allergenen erforscht, Dr.
Jörg Timm für seine molekularbiologische
Studie über das Hepatitis-Virus, und Dr.
Carsten Saft, der die Muster der Verarbeitung
akustischer Reize im Gehirn bei der Erbkrankheit Morbus
Huntington untersuchte.
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Prof. Dr. Holger Dette (Mathematik)
hat einen Ruf auf eine Professur für Angewandte
Statistik an der Universität Wien erhalten.
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Prof. Dr.-Ing. Christof Paar (Elektrotechnik
und Informationstechnik) hat einen Ruf auf eine Professur
für Embedded System Security an der TU Eindhoven
erhalten.
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Für ihre herausragenden Dissertationen haben Dr.
Sebastian Jansen (Maschinenbau) und Dr.
Jan Pelzl (Elektro- und Informationstechnik)
am 15. Juni den Eickhoff-Preis erhalten. Der Preis ist
mit jeweils 3.000 Euro dotiert und steht für die
fruchtbare Verbindung von Wissenschaft und Unternehmen.
Neu ernannt
Seit Beginn des Sommersemesters verstärkt Juniorprofessor
Dr. Ulfert Gronewold (mit einer Stiftungsprofessur
der PricewaterhouseCoopers AG) die Fakultät für
Wirtschaftswissenschaft. Sein Spezialgebiet innerhalb
der Betriebswirtschaftslehre ist das Auditing. Ulfert
Gronewold studierte von 1997 bis 2001 BWL in Potsdam
und in Leon (Spanien). Seine Diplomarbeit wurde mit
dem Deutschen Hochschulpreis für Prüfungsforschung
ausgezeichnet. Im April 2006 wurde Gronewold in Potsdam
promoviert, das Thema seiner Dissertation lautete: „Die
Beweiskraft von Beweisen – Audit Evidence bei
betriebswirtschaftlichen Prüfungen“. Zuletzt
arbeitete Ulfert Gronewold am Lehrstuhl für BWL
mit dem Schwerpunkt Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung
der Universität Potsdam.
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Seit August 2006 besetzt Prof. Dr. Ralf
Gold den Lehrstuhl für Neurologie
der Ruhr-Universität, St. Josef Hospital. Nach
seinem Studium in Würzburg war Gold von 1997 bis
2003 Leiter der klinischen Forschungsgruppe für
Multiple Sklerose und leitender Oberarzt an der Neurologischen
Universitätsklinik Würzburg. Seit 2004 hatte
er am Institut für Multiple Sklerose Forschung
der Universität Göttingen und Hertie-Stiftung
den Lehrstuhl für experimentelle und klinische
Neuroimmunologie inne. Schwerpunkte seiner Tätigkeit
sind die klinische Versorgung von MS-Patienten einschließlich
der Teilnahme an Therapiestudien, sowie Grundlagenforschung
zur Verbesserung spezifischer Immuntherapien für
die MS. Er beschäftigte sich intensiv mit Mechanismen
der Elimination von T-Zellen im Nervensystem durch Apoptose
und der therapeutischen Bedeutung von Steroidhormonen.
In neueren Arbeiten untersuchte er neurobiologische
Suszeptibilitätsfaktoren für den Verlauf der
Multiplen Sklerose.
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