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RUBENS
- Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
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Wärmeenergie gespart
Erste Ergebnisse der Energiesparaktion
Die groß angelegte Energiesparaktion an der Ruhr-Universität
kann erste Erfolge verbuchen: 2006 wurde auf dem Campus
deutlich weniger Wärmenergie verbraucht als in den
Jahren zuvor. Konkret gemessen und verglichen wurden bislang
die ersten beiden Aktionsmonate November und Dezember.
In beiden Monaten wurden (witterungsbereinigt) jeweils
sechs Prozent weniger Wärmeenergie verbraucht als
in denselben Monaten der Jahre 2000 bis 2005. Legt man
den mittleren Verbrauch dieser Monate in den sechs Jahren
zugrunde, wurden 2006 rund 1.700 Megawattstunden weniger
Energie verbraucht, das entspricht etwa 670 Tonnen CO-2.
Die Forschergruppe der Fakultät für Psychologie,
die die Aktion „Energiebewusste RUB“ von Beginn
an begleitet, konnte (mit Hilfe von Mitarbeiterbefragungen
und durch systematische Beobachtung des Lüftungsverhaltens
auf dem Campus) belegen, dass sich der verminderte Energieverbrauch
auf das geänderte Verhalten der Beschäftigten
zurückführen lässt. „Besonders erfreulich
ist die Entwicklung bei den 22 ausgewählten Unterrichtsräumen“,
erklärt Nadine Hansmeier von der Projektgruppe. „Im
November 2006 stand in 73 Prozent der Räume mindestens
ein Fenster permanent offen. Im Februar 2007 waren es
nur noch sieben Prozent.“ Seit November 2006 beobachteten
die Psychologen außerdem kontinuierlich 48 zufällig
ausgewählte Fenster auf dem Campus und protokollierten
das Lüftungsverhalten. Im Gegensatz zu den Seminarräumen
(bei denen sich meist niemand für die Fenster verantwortlich
fühlt) stehen Bürofenster wesentlich seltener
„auf Kipp“. Von November 2006 bis Februar
2007 sank ihr Anteil von knapp sieben auf knapp zwei Prozent.
Es gibt allerdings erhebliche Unterschiede zwischen den
Gebäuden. Das belegt die Forschergruppe mit den Mittelwerten
der vier Untersuchungsmonate. Campusweit beträgt
der Anteil an „Kippfenstern“ demnach etwa
vier Prozent. Im UV und in der G-Reihe sind es jeweils
knapp sieben Prozent. Vorbildlich wird im Gebäude
MA gelüftet, der Anteil der Kippfenster lag hier
bei unter einem Prozent.
Die Ergebnisse der Onlinebefragungen von Oktober 2006
und Februar 2007 stützen die oben genannten Ergebnisse
und belegen eine Verhaltensänderung bei den Mitarbeitern
hin zu einem effizienteren und bewussteren Umgang mit
Wärmeenergie. Die Auswertung wird in Kürze veröffentlicht
(z. B. auf der Projekthomepage http://www.energie.rub.de).
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