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RUBENS 116

1. Juni 2007

Wichtige Säule


Mit der wissenschaftlichen Weiterbildung komplettiert die RUB ihren Bildungsauftrag



Neben Forschung und Lehre sieht die Ruhr-Universität die Wissenschaftliche Weiterbildung als dritte wichtige Säule ihres Bildungsauftrags an. Zum Jahreswechsel 2006/2007 hat die Uni diesen Bereich von der internen Weiterbildung für ihr eigenes Personal abgekoppelt und die Arbeitsstelle „Wissenschaftliche Weiterbildung“ (AWW) für Berufstätige in unterschiedlichen Berufsfeldern gegründet. Zusammen mit der Akademie der RUB unterstützt und berät die Arbeitsstelle Fakultäten und Institute bei der Konzeption und Umsetzung wissenschaftlicher Weiterbildung – auch im Sinne des Wissenstransfers, um auf der Basis von Forschungsergebnissen anwendungsbezogene Weiterbildungsprogramme anzubieten. Arne Dessaul sprach mit dem Leiter der Arbeitsstelle, Dipl.-Ing. Bernhard Christmann.


RUBENS: Herr Christmann, am 5. Juli wird das Leistungsspektrum der wissenschaftlichen Weiterbildung an der RUB der Öffentlichkeit präsentiert. Wem wird dabei was gezeigt?
Bernhard Christmann: Adressaten sind Fakultäten und Institute, die wissenschaftliche Weiterbildung für Berufstätige anbieten möchten. Gezeigt wird zum einen das umfangreiche Beratungs- und Unterstützungsangebot der Arbeitsstelle und der Akademie. Zum anderen werden erfolgreiche Weiterbildungsangebote vorgestellt. Zu den von der Arbeitsstelle und der Akademie entwickelten Programmen gehören Mediation und Konfliktmanagement, Veränderungsmanagement sowie IT-Sicherheit. Künftig angeboten werden Datenschutz und Mitbestimmung, Human Ressource Management sowie Professionelle berufliche Kommunikation. Außerdem entwickeln wir zurzeit zusammen mit dem Institut für Berg- und Energierecht das Programm Energy Law & Management.
Es gibt allerdings auch Weiterbildungsangebote, die unabhängig von Arbeitsstelle und Akademie entstanden sind. Auch die dafür verantwortlichen Einrichtungen werden ihre Angebote am 5. Juli vorstellen. Insgesamt geht es bei der Präsentation vor allem darum, den Adressaten zu zeigen: Ihr müsst das Rad nicht neu erfinden, wenn ihr wissenschaftliche Weiterbildung anbieten möchtet. Die Arbeitsstelle hat eine lange und breite Erfahrung. Wir können den Fakultäten und Instituten helfen und zusammen mit ihnen sehr rasch fundierte Weiterbildungsangebote entwickeln.

RUBENS: Vor einigen Monaten wurde das Weiterbildungsangebot der RUB neu strukturiert, intern wurde von extern getrennt. Welche Vorteile hat das?
Bernhard Christmann: Vorteile haben vor allem die Adressaten. Sie haben jetzt eindeutige Ansprechpartner für interne oder externe Weiterbildung. Das schärft zugleich das Profil der RUB in Sachen Weiterbildung.

RUBENS: Worin liegt der Unterschied zwischen Arbeitsstelle und Akademie?
Bernhard Christmann: Beide arbeiten in der wissenschaftlichen Weiterbildung eng zusammen. Die Arbeitsstelle unterstützt Fakultäten und Institute bei der Entwickelung und Planung von Weiterbildungsangeboten, während die Akademie nach außen als Anbieter auftritt.

RUBENS: Mit der wissenschaftlichen Weiterbildung komplettiert die RUB zum einen ihren Bildungsauftrag, ein Stichwort lautet hier „lebenslanges Lernen“. Zum anderen verfolgt die Uni gewiss auch wirtschaftliche Ziele, oder?
Bernhard Christmann: Wir müssen in erster Linie kostendeckend arbeiten. Bei der preislichen Gestaltung müssen wir uns auch daran orientieren, was auf dem Weiterbildungsmarkt üblich ist. Außerdem haben Firmen und Verwaltungen ein begrenztes Weiterbildungsbudget. Bei besonders gut nachgefragten Programmen werden auch Überschüsse erzielt. Diese investieren wir in die Entwicklung neuer Programme.

RUBENS: Einige Einrichtungen der RUB bieten bereits erfolgreich wissenschaftliche Weiterbildung an, z. B. Arbeitswissenschaftler, Juristen oder Psychologen. Was können andere von diesen Einrichtungen lernen?
Bernhard Christmann: Entscheidend für den Erfolg ist, dass die Programme direkt an die praktische Arbeit und damit an die Bedürfnisse der potenziellen Nachfrager anknüpfen müssen. Dabei darf der wissenschaftliche Anspruch natürlich nicht verloren gehen. Das vermittelte Wissen kommt ja unmittelbar aus der Forschung, es muss jedoch für die Praxis aufbereitet werden. Natürlich müssen wir auch bei der zeitlichen Organisation und Struktur berücksichtigen, dass wir es mit Berufstätigen zu tun haben, die sich neben dem Beruf und anderen Verpflichtungen wie Familie weiterbilden möchten.

Präsentation
Am 5. Juli (13 h, TZR) wird die wissenschaftliche Weiterbildung an der RUB der internen Öffentlichkeit präsentiert. Die Veranstaltung wird organisiert von der Arbeitsstelle wissenschaftliche Weiterbildung und der Akademie der RUB mit Unterstützung durch das Rektorat sowie der Gesellschaft der Freunde der RUB. Infos: http://www.rub.de/aww oder http://www.akademie.rub.de



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