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RUBENS 116

1. Juni 2007

Kultur im Juni

Studiobühne, Malerei etc.



STUDIOBÜHNE
Das Juniprogramm auf der Studiobühne startet mit dem 17. Internationalen Videofestival (14.-16.6.). Aus rund 500 Einsendungen aus aller Welt bahnen sich maximal 50 Kurzfilme ihren Weg ins Festivalprogramm, um dort um die Gunst der internationalen Jury zu werben. In speziellen Sendeblöcken laufen Dokumentationen, Musikclips und regionale Filme, sowie der im Ruhrgebiet einmalige VJ-Contest. (Programm: http://www.videofestival.org)
Am 23. und 24.6. (je 19.30 h, Eintritt: 6 bzw. 4 Euro) zeigen Studierende der Germanistik das Stück „Der Prozess“ (von Franz Kafka, dramatisiert nach Peter Weiss). „Sie sind verhaftet“, hört der Protagonist Josef K. an seinem 30. Geburtstag – ohne sich einer Schuld bewusst zu sein. Warum und wer seine Ankläger sind, erfährt K. nicht. Auf der Suche nach einer Erklärung verstrickt sich K. in seinen immer absurder werdenden Prozess. Der Fokus der Inszenierung liegt auf den rätselhaften Übergängen zwischen selbst geschaffener Wirklichkeit und äußeren Machteinflüssen einer anonymen Urteilsgewalt.
Am 27.6. (19.30 h, Eintritt frei) steigt die alljährliche „Werkschau Tanz“ von Studierenden der Sportwissenschaft. Sie wird seit 1991 von Marianne Bäcker organisiert. Jede Studierendengeneration entwickelt eigene Bewegungsideen und gestaltet sehr individuelle Stücke – mal witzig, mal ernst, mal frech, mal technisch ausgefeilt.
Am 30.6. und 1.7. (je 19.30 h, Eintritt: 5 bzw. 2,50 Euro) präsentiert die freie Theatertruppe Theatralia das Stück „Eva“. Autor und Regisseur Christoph Villis von der Literaturinitiative Treibgut bringt ein ernstes und nachdenkliches, aber doch menschliches und emotionales Stück (zugleich sein dramatisches Erstlingswerk) zur Uraufführung. Lebenslange Haft für einen Mord ist das Schicksal von Albrecht und Gustav. Doch während sich der eine mit seiner Zukunft abfindet, streitet der andere jegliche Verantwortung ab. Und dann ist da noch Eva: das Opfer und die Ursache. Albrecht und Gustav kreisen in Träumen und Erinnerungen immer enger um Wahrheit und Lüge. Langsam reißt der Vorhang zwischen Schuld und Unschuld, zwischen Täter und Opfer. Gewalt, Abhängigkeit, Liebe und Egoismus bilden das Orchester, in dem die Schuld als laute Stimme, aber auch als leiser Zwischenton im Mittelpunkt steht (Infos: http://www.Theatralia.de).

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MALEREI
„Konstruierte Welten“ heißt die Ausstellung des Bereichs Bildende Kunst im Musischen Zentrum (MZ), die zum Ende des Sommersemesters im MZ-Foyer zu sehen ist. Sie zeigt Malereien von Hermann Rodtmann. Der Künstler hat Dinge entdeckt, die jeder benutzt, aber nur wenige kennen und kaum einer in ihrer besonderen Ästhetik wahrnimmt: Rodtmann malt Platinen, wie wir sie in Computern und anderen elektronischen Geräten finden. Per Zufall entdeckte er diesen einzigartigen technischen Mikrokosmos in seiner eigenartigen Schönheit, den er zupackend aus seiner verborgenen Alltagsfunktion befreite und in einen neuen Bildkosmos übersetzte.
Übergroß, farbig und die Leinwand füllend spiegeln sie ihr Beachtet- und Bewundertwerden und gewinnen Bedeutung. Außerdem findet eine merkwürdige Metamorphose statt: Widerstände und andere Funktionselemente mutieren zu Hochhäusern; Industrieanlagen und moderne Stadtkomplexe entstehen. Aus kleinen technischen Gebilden werden konstruierte Welten – und das im doppelten Sinne: Künstlichkeit und Funktionalität der Platinenwelt evozieren eine künstliche, technisch durchorganisierte Stadtwelt.
Doch die Bilder sind weder konkrete Utopien noch abstrakte Zukunftsvisionen noch Abbilder des boomenden Shanghai. So groß die Objekte auch immer gemalt sind – der Betrachter scheint doch in Vogelschau auf sie herabzublicken. Mit willkürlichen, kräftigen Farben und handschriftlichem Pinselduktus gibt Rodtmann ihnen wieder menschliches Maß. Poetischer Klang und eine Prise Albtraum runden die Arbeiten zu originären und genuinen Kunstwerken ab. Heinrich Koch
Infos: „Konstruierte Welten“ wird am 13. Juni (18 h) eröffnet, anschließend ist sie bis zum 11. Juli im MZ-Foyer zu sehen (Mo-Fr 9-20 h, Sa 9-14 h).

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BOSKOP
Die von Boskop initiierte Reihe „Students on Stage“ ist tot, es lebe der – ebenfalls von Boskop kreierte – „Campus Club“. Neue Leitung, neues Konzept, mehr gute Musik. Die neue Reihe nutzen beim ersten Termin drei viel versprechende Bands, um sich Gehör zu verschaffen: The millboard message (Hardcore), marla turns pale (gitarrenbetonter Indierock/Pop) und Shinobi (Alternative). Los geht’s am 20. Juni ab 20 h im Kulturcafé, der Eintritt ist frei.

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TREIBGUT
Treibgut, die Literaturinitiative der Ruhr-Universität, feiert im Juni ihren fünften Geburtstag. Passend dazu gibt es am 28.6. (20 h, Kulturcafé, Eintritt 3 Euro) die 20. Auflage der Reihe „Gestrandet“, bei der vielversprechende Literaten aus ihren Werken lesen. Das Motto lautet diesmal „Schönheit des Scheiterns“. Der Autor und Musiker Jan Off stellt seinen dritten Erzählband „Angsterhaltende Maßnahmen“ vor. Kirsten Fuchs liest aus ihrem Erfolgsroman „Die Titanic und Herr Berg“. Moderiert wird die Lesung von Christoph Villis und Ulrich Schröder, außerdem auf der Bühne: Treibgut-Autor Carsten Marc Pfeffer.
Infos: http://www.rub.de/treibgut

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UNIVERSITY MEETS QUERENBURG
In diesem Jahr feiert der Stadtteil Querenburg sein 1125-jähriges Bestehen. Das Jubiläumsjahr wartet mit einer Reihe von Veranstaltungen auf. So findet am 16. Juni das „2. Querenburger MULTIKULLI – das kulturell-kulinarische Stadtteilfest“ auf dem Buscheyplatz statt – das Motto lautet „1125 Jahre Querenburg: Gemeinsam leben, reden, feiern und gestalten!“ Vom 18. August bis zum 30. September ist die zeitgeschichtliche Ausstellung „Zeitreise Querenburg“ im Bürgersaal des Uni-Centers zu sehen. Die Ladenstraße im Uni-Center ist vom 10. bis 16. September auch Schauplatz einer Bürgerwoche, zu der u. a. das Fest „Vereine stellen sich vor“ gehört (15.9.).
Infos: University meets Querenburg e.V., Rolf Haarmann, Tel. 0151-18769802 oder E-Mail an: rhaarm@aol.com.








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