Ruhr-Universität Bochum zur Navigation zum Inhalt Startseite der RUB pix
Startseite UniStartseite
Überblick UniÜberblick
A-Z UniA-Z
Suche UniSuche
Kontakt UniKontakt

pix
 
Das Siegel
Naturwissenschaften Ingenieurwissenschaften Geisteswissenschaften Medizinische Einrichtungen Zentrale Einrichtungen
pix
RUBENS - Zeitschrift der RUB
RUBENS- Startseite

Lesen
Aktuelle Ausgabe
Archiv
¤Ausgabe Nr. 116
  ¤Artikel
pdf-Dateien

Service & Kontakt
Mediadaten
Redaktion
E-Mail Service
Kontakt

Volltextsuche
pix RUBENS - Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
 
 
 
    
pix
Artikel » Ausgabe 116 »Archiv » RUBENS » Pressestelle » Ruhr-Universität
pix pix
RUBENS 116

1. Juni 2007

Von der Biennale ins Schattendasein einer Universität


Neue Serie in RUBENS: Kunst & Campus





Mit der Kunst am Bau ist das so eine Sache. Manchmal verursacht sie einen öffentlichen Skandal oder, wie leider in den meisten Fällen, lediglich Desinteresse. Dieses Desinteresse ist es auch, dass die Kunstwerke im öffentlichen Raum oft ein Schattendasein führen lässt. Es mag etwas hart formuliert sein, aber das gilt auch für die Kunst an der Ruhr-Universität. Wer weiß denn schon, dass die Beton-Skulptur („Tor und Doppelwinkel“ von Friedrich Gräsel) auf dem kleinen Hügel am Querforum West, vor dem „Campus-Center“, im Jahre 1972 der bundesdeutsche Beitrag zur Ausstellung „Kunst in der Stadt“ auf der Biennale in Venedig war?

Die neue Serie „Kunst & Campus“ will versuchen, etwas Licht in den Schatten zu bringen und darauf aufmerksam machen, dass die Kunstwerke an der RUB einen fantastischen Querschnitt durch verschiedene Kunstrichtungen der 60er- und 70er-Jahre bieten. In den nächsten RUBENS-Ausgaben werden Werke von Josef Albers, Erich Reusch, Friedrich Gräsel, Günther Fruhtrunk, Rupprecht Geiger u. a. eingehender betrachtet.

Gutachterkommission

Das Ministerium für Wiederaufbau legte am 25. Januar 1959 in einem Beschluss fest, dass bei allen öffentlichen Bauten Künstler zu betätigen seien, da Kunst ein Wert an sich sei, den es zu schützen und zu fördern gilt. Die Entscheidung über die Auswahl der Künstler und den Standort der Objekte für die RUB lag bei der im Jahre 1970 gebildeten „Gutachterkommission für die künstlerische Ausgestaltung der Ruhr-Universität“, die jeweils im Bedarfsfalle unter Leitung von Ministerialdirigent Prof. Fridolin Hallauer (Sonderbevollmächtigter für den Bau der RUB) zusammentrat. Weitere Mitglieder waren u. a. Prof. Max Imdahl (Ruhr-Universität), Prof. Eduard Trier (ehemaliger Direktor der Kunstakademie Düsseldorf) und Dr. Peter Spielmann (Direktor der Kunstgalerie Bochum).
Gegenüber der ursprünglichen Idee, jedes Gebäude mit Kunstwerken im Rahmen der eingeplanten Mittel auszustatten, entschied die Kunstkommission, dass eine Konzentration auf repräsentative Kunstwerke an repräsentativen Stellen erfolgen sollte. Nur in einem Fall wurden die Künstler durch einen beschränkten Wettbewerb ermittelt. Die meisten Objekte wurden freihändig vergeben, da man auch jüngeren, eher unbekannten und regionalen Künstlern eine Chance geben wollte.

Sinnstiftende Zeichen

Kunst im öffentlichen Raum bietet immer eine Chance zum Dialog zwischen der Kunstwelt und der Öffentlichkeit und ist im besten Fall ein sinnstiftendes Zeichen für die Identität eines Ortes. Diese Identifikation mit der gebauten Umwelt findet dann statt, wenn der Mensch seine ihm eigene Erlebnis- und Erfahrungswelt dort materialisiert bzw. symbolisiert sieht. Je mehr die Architektur, wie die der Ruhr-Universität, von funktionalen und technischen Zweckmäßigkeiten bestimmt wird, desto größere Bedeutung muss der künstlerischen Ausgestaltung dieser Bauwerke beigemessen werden.
Die Kunst der 60er-Jahre überwand die Nachkriegsphobie der deutschen Kunst gegen Technik und Kommunikationssysteme. Das künstlerische Interesse lag von nun an nicht nur auf Bewegung und Licht, sondern ebenso auf der Verwendung von Wasser, Klang und optischer Illusion. Auch an den Objekten der RUB zeigt sich diese Entwicklung deutlich, wenngleich auch heute einiges nicht mehr erkennbar ist.
Die Serie soll die ursprünglichen Ideen der von der Gutachterkommission initiierten Kunstwerke wieder deutlich machen und kann vielleicht durch Beschreibungen und Erläuterungen einen kleinen Beitrag zu einer neuen Wertschätzung leisten.





Alexandra Apfelbaum, Universitätsarchiv
pfeil  voriger Artikel Themenübersicht nächster Artikel   pfeil
 
 
Zum Seitenanfang  Seitenanfang | Druckfassung dieser Seite
Letzte Änderung: 2.5.2007| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik