Hightech-Materialien
Forschungsinstitut für Neue Werkstoffe startet
2008
Im November 2006 ist die Entscheidung für
Bochum gefallen (RUBENS
111), Ende März 2007 wurde der Vertrag zur
Einrichtung eines Forschungsinstituts für Neue
Werkstoffe an der Ruhr-Universität unterzeichnet.
Politik und Wirtschaft stellen dafür ein Startkapital
von 22,5 Mio. Euro zur Verfügung.
Das Ambiente im Bochumer Renaissancehotel passte sowohl
zum herrlichen Frühlingswetter als auch zum Anlass:
Sieben Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie
das Land NRW trafen sich am 30. März, um den Vertrag
zur Einrichtung des gemeinsamen Instituts für Neue
Werkstoffe zu unterzeichnen: Das Interdisciplinary Centre
for Advanced Materials Simulation (ICAMS) mit Sitz an
der RUB wird sich vornehmlich mit der Simulation und
Entwicklung neuer, auf die Anforderungen moderner Produktionsprozesse
zugeschnittener Hightech-Materialien konzentrieren.
Deren Einsatzfelder sind vielfältig: neuartige
Stähle für die Automobilindustrie, selbstheilende
Oberflächen zur Vermeidung von Lackschäden
oder alternative Materialien für Katalysatoren.
Einzigartige Kooperation
Die Entscheidung zur gemeinsamen Gründung und
Finanzierung des Forschungsinstituts hatte den Weg frei
gemacht für eine in dieser Größenordnung
einzigartige Kooperation von Universitäten, einer
außeruniversitären Forschungseinrichtung
und Unternehmen im Ruhrgebiet. Der Vertrag regelt die
gemeinsame Finanzierung des Instituts in den ersten
fünf Jahren der Aufbauphase. Das Institut wird
über ein Startkapital von 22,5 Mio. Euro verfügen.
Nach Ablauf der ersten fünf Jahre wird die RUB
die laufenden Kosten in Höhe von rund zwei Mio.
Euro jährlich aus ihrem Budget bestreiten. Bereits
im Vorfeld waren drei Stiftungsprofessuren ausgeschrieben
worden. Das sog. Findungskolloquium für die Auswahl
der Kandidaten ist für Mai geplant, so dass das
Institut Anfang 2008 seine Arbeit im vollen Umfang aufnehmen
kann.
Neue Werkstoffe sind oftmals Motor für innovative
Entwicklungen in Schlüsseltechnologien (Fahrzeug,
Umwelt und Energie, Fertigung). Innovative Simulationsverfahren,
ein Schwerpunkt des Bochumer Instituts, versprechen
eine schnellere, ressourcensparendere und marktorientiertere
Material- und Produktentwicklung. Entsprechend hoch
sind die Erwartungen an ICAMS. Es fügt sich ein
in eine aktive Forschungs- und Unternehmenslandschaft
im Bereich der neuen Werkstoffe. Die Stahl erzeugende
und verarbeitende Industrie ist in NRW ein bedeutender
Wirtschaftsfaktor. Rund zwei Drittel aller in Deutschland
hergestellten Stähle werden hier gefertigt.
ICAMS-Partner
Der Vertrag zur Einrichtung des „Interdisciplinary
Centre for Advanced Materials Simulation (ICAMS)“
in der Ruhr-Uni wurde von acht Partnern unterzeichnet:
RUB; ThyssenKrupp Steel AG, Duisburg; Salzgitter Mannesmann
Forschung GmbH, Salzgitter; Robert Bosch GmbH, Gerlingen;
Bayer Material Science AG und Bayer Technology Services
GmbH, Leverkusen; Max-Planck-Institut für Eisenforschung
GmbH, Düsseldorf; RWTH Aachen; Land NRW.
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