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RUBENS 115

2. Mai 2007

Hightech-Materialien


Forschungsinstitut für Neue Werkstoffe startet 2008

Im November 2006 ist die Entscheidung für Bochum gefallen (RUBENS 111), Ende März 2007 wurde der Vertrag zur Einrichtung eines Forschungsinstituts für Neue Werkstoffe an der Ruhr-Universität unterzeichnet. Politik und Wirtschaft stellen dafür ein Startkapital von 22,5 Mio. Euro zur Verfügung.

Das Ambiente im Bochumer Renaissancehotel passte sowohl zum herrlichen Frühlingswetter als auch zum Anlass: Sieben Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie das Land NRW trafen sich am 30. März, um den Vertrag zur Einrichtung des gemeinsamen Instituts für Neue Werkstoffe zu unterzeichnen: Das Interdisciplinary Centre for Advanced Materials Simulation (ICAMS) mit Sitz an der RUB wird sich vornehmlich mit der Simulation und Entwicklung neuer, auf die Anforderungen moderner Produktionsprozesse zugeschnittener Hightech-Materialien konzentrieren. Deren Einsatzfelder sind vielfältig: neuartige Stähle für die Automobilindustrie, selbstheilende Oberflächen zur Vermeidung von Lackschäden oder alternative Materialien für Katalysatoren.

Einzigartige Kooperation

Die Entscheidung zur gemeinsamen Gründung und Finanzierung des Forschungsinstituts hatte den Weg frei gemacht für eine in dieser Größenordnung einzigartige Kooperation von Universitäten, einer außeruniversitären Forschungseinrichtung und Unternehmen im Ruhrgebiet. Der Vertrag regelt die gemeinsame Finanzierung des Instituts in den ersten fünf Jahren der Aufbauphase. Das Institut wird über ein Startkapital von 22,5 Mio. Euro verfügen. Nach Ablauf der ersten fünf Jahre wird die RUB die laufenden Kosten in Höhe von rund zwei Mio. Euro jährlich aus ihrem Budget bestreiten. Bereits im Vorfeld waren drei Stiftungsprofessuren ausgeschrieben worden. Das sog. Findungskolloquium für die Auswahl der Kandidaten ist für Mai geplant, so dass das Institut Anfang 2008 seine Arbeit im vollen Umfang aufnehmen kann.
Neue Werkstoffe sind oftmals Motor für innovative Entwicklungen in Schlüsseltechnologien (Fahrzeug, Umwelt und Energie, Fertigung). Innovative Simulationsverfahren, ein Schwerpunkt des Bochumer Instituts, versprechen eine schnellere, ressourcensparendere und marktorientiertere Material- und Produktentwicklung. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an ICAMS. Es fügt sich ein in eine aktive Forschungs- und Unternehmenslandschaft im Bereich der neuen Werkstoffe. Die Stahl erzeugende und verarbeitende Industrie ist in NRW ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Rund zwei Drittel aller in Deutschland hergestellten Stähle werden hier gefertigt.

ICAMS-Partner
Der Vertrag zur Einrichtung des „Interdisciplinary Centre for Advanced Materials Simulation (ICAMS)“ in der Ruhr-Uni wurde von acht Partnern unterzeichnet: RUB; ThyssenKrupp Steel AG, Duisburg; Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH, Salzgitter; Robert Bosch GmbH, Gerlingen; Bayer Material Science AG und Bayer Technology Services GmbH, Leverkusen; Max-Planck-Institut für Eisenforschung GmbH, Düsseldorf; RWTH Aachen; Land NRW.


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Letzte Änderung: 2.5.2007| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik