Der attraktivste
Arbeitgeber
Fünf Jahre Kooperation ThyssenKrupp AG und Ruhr-Universität
Für Bochumer Maschinenbaustudierende
ist die ThyssenKrupp AG der attraktivste deutsche Arbeitgeber.
Dieses Ergebnis einer repräsentativen Umfrage ist
nur einer der positiven Aspekte der mittlerweile fünfjährigen
Kooperation der Ruhr-Uni mit dem Düsseldorfer Konzern,
an der neben den Maschinenbauern auch die Bochumer Wirtschaftswissenschaftler
beteiligt sind.
Im Januar 2002 haben ThyssenKrupp AG und Ruhr-Universität
eine intensive Zusammenarbeit in den Ingenieur- und
Wirtschaftswissenschaften vereinbart. Ziel war und ist
es, qualifizierte Studierende zu fördern und die
Weiterbildung und Lehre, die internationale Zusammenarbeit
sowie den Austausch von wissenschaftlichen Ergebnissen
zu vertiefen.
Gezielt gefördert werden insbesondere Studierende
der Fächer Maschinenbau und Wirtschaftswissenschaft.
Hierfür stellt ThyssenKrupp drei Stipendien bereit.
Die ausgewählten Studierenden erhalten eine monatliche
Förderung für das Studium und nehmen an Seminaren
sowie an einem Mentorenprogramm teil.
Awards für die Besten
Außerdem prämiert der Konzern mit dem „ThyssenKrupp
Award“ die jeweils beste und schnellste Zwischenprüfung
in Maschinenbau (jährlich) und Wirtschaftswissenschaft
(halbjährlich). Der Award beinhaltet die Finanzierung
eines attraktiven Auslandspraktikums bei einem ThyssenKrupp
Unternehmen. Darüber hinaus können begabte
Studenten seit fünf Jahren bei ThyssenKrupp Praktika
absolvieren und Studien- und Diplomarbeiten anfertigen.
Speziell gefördert werden darüber hinaus kreative
Leistungen der Studierenden. So wird in den Werkstoffwissenschaften
jährlich der mit 2.500 Euro dotierte „ThyssenKrupp
Werkstoff-Innovationspreis“ für besonders
innovative Studien-, Diplom-, Doktorarbeiten oder Veröffentlichungen
ausgeschrieben.
Ähnliche Kooperationen unterhält ThyssenKrupp
mit fünf weiteren deutschen Hochschulen (RWTH Aachen,
TU Berlin, Uni Dortmund, TU Dresden, TU Hamburg-Harburg).
Dieses Engagement zahlt sich nachhaltig aus. So wurden
im letzten Jahr über 11.600 Studierende an knapp
60 deutschen Unis nach ihrem Wunscharbeitgeber befragt
(Universum Graduate Survey). Bei den Ingenieuren und
Naturwissenschaftlern (rund 4.700 befragte Studierende)
landete ThyssenKrupp dabei auf Platz 13 – eine
Verbesserung von 16 Plätzen gegenüber dem
Vorjahr.
Noch bessere Ergebnisse liefert das Absolventenbarometer
Trendence 2006. Hierbei wurden deutschlandweit Studierende
(u. a. der Ingenieur- und der Wirtschaftswissenschaften)
zu 122 Großunternehmen befragt. Bei den angehenden
Ingenieuren der RUB ist ThyssenKrupp der beliebteste
potenzielle Arbeitgeber, bei den Wirtschaftsstudierenden
liegt das Düsseldorfer Unternehmen auf Platz zwei.
Auch unter den Studierenden der anderen Hochschulen,
mit denen die ThyssenKrupp AG eng zusammenarbeitet (sog.
Schwerpunktuniversitäten), ist der Konzern sehr
gefragt und belegt fast ausnahmslos Plätze in den
Top Ten.
Unterdessen geht die Zusammenarbeit von Ruhr-Universität
und ThyssenKrupp 2007 unvermindert weiter. Im Januar
(exakt zum fünften Jahrestag der Kooperationsvereinbarung
am 23.1.) besuchten Maschinenbaustudierende die ThyssenKrupp
Steel AG in Duisburg. Mitte März begab sich das
Siegerteam des Planspielwettbewerbs 2006 (RUBENS
113) auf die von ThyssenKrupp finanzierte Studienreise
zur Tongji-Universität in Shanghai. Zum festen
Programm gehören ohnehin die vier oben näher
beschriebenen Preisverleihungen.
Viele neue Akzente: Ulrich Middelmann
über die Kooperation aus Sicht der ThyssenKrupp
AG
Über den bisherigen Verlauf der Kooperation
aus Sicht des Unternehmens sprach Arne Dessaul mit Prof.
Dr. Ulrich Middelmann, dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden
der ThyssenKrupp AG; Prof. Middelmann ist zugleich Hochschulrepräsentant
von ThyssenKrupp für die Kooperation mit der RUB.
Rubens: Herr Prof. Middelmann, wie beurteilen Sie
die ersten fünf Jahre der Zusammenarbeit mit der
Ruhr-Universität?
Prof. Middelmann: Wir sind mit der bisherigen Zusammenarbeit
sehr zufrieden. Wir haben in diesen zurückliegenden
fünf Jahren viele neue Akzente gesetzt, die für
die Fakultäten für Maschinenbau und für
Wirtschaftswissenschaften von Bedeutung sind, aber auch
dem Unternehmen hervorragende Möglichkeiten bieten,
mit jungen Studenten in Kontakt zu sein. Für mich
persönlich ist es eine Freude zu sehen, wie Unternehmensengagement
an einer Universität ankommt. Wie Sie wissen, verbindet
mich ja mit der Ruhr-Universität Bochum schon seit
langem sehr viel. Durch die Kooperation konnte eine
Vielzahl von Kontakten intensiviert und weiter ausgebaut
werden.
Rubens: Was waren aus Ihrer Sicht die Höhepunkte?
Prof. Middelmann: Die jährlichen Get-Together sind
sicherlich ganz besondere Höhepunkte im Kalender
unserer Partnerschaft. Sie beinhalten im Regelfall spannende
Inhalte und interessante Gespräche, für die
wir jeweils einen ganz besonderen Rahmen schaffen. Ganz
besonders bleiben in Erinnerung die große Veranstaltung
im Schauspielhaus Bochum zum Start der Kooperation wie
auch das große Get-Together in der Arena auf Schalke
anlässlich unseres ersten Ideen-Parks. Aber auch
die kleineren Formate zum Beispiel auf Hof Beckmann
unterhalb der Ruhr-Universität sind von ganz großer
Klasse. Besonders herausheben möchte ich auch die
ThyssenKrupp Student Awards für die besten Zwischenprüfungen
sowie unser Trainingsprogramm für die Tutoren der
Maschinenbau- und WiWi-Fakultät.
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten
Rubens: Bringt eine solche Kooperation einem Unternehmen
wirklich etwas?
Prof. Middelmann: Wir haben uns vor Jahren entschieden,
an bestimmten Universitäten in Deutschland in besonderer
Weise Flagge zu zeigen. Dass die Ruhr-Universität
Bochum an vorderster Stelle dazu gehört, war für
uns selbstverständlich. Die Resonanz ist vielfältig.
Das Interesse Bochumer Studenten an einem Praktikum
oder an einer Diplomarbeit in unseren Konzern-Unternehmen
ist weiter gestiegen. Die Zahl der Bewerbungen nach
dem abgeschlossenen Studium ist angewachsen, ebenso
der konkrete Eintritt in unser Unternehmen. Es freut
mich, dass beispielsweise erneut einer unserer Preisträger
bei uns im Unternehmen seine Karriere beginnt. Ganz
besonders deutlich kann man den Erfolg unserer Kooperation
an den Image-Werten ablesen. Wir sind im vergangenen
Jahr bei den Ingenieuren auf Rang 1 und bei den Wirtschaftswissenschaftlern
auf Rang 2 gestiegen. Das hat uns unglaublich gefreut.
Rubens: In welchen Bereichen Ihres Unternehmens haben
Bochumer Maschinenbau- oder Wirtschaftsabsolventen zurzeit
die besten Chancen auf Arbeitsplätze?
Prof. Middelmann: Unser Konzern ist derzeit auf einem
sehr guten Weg. Die Zahlen stimmen. Wir arbeiten engagiert
an der strategischen Weiterentwicklung. Dafür brauchen
wir immer und überall gute Nachwuchskräfte.
Natürlich stehen die Ingenieure in ganz besonderem
Fokus, da es in Deutschland schlichtweg zu wenige gibt.
Als Technologie-Konzern sind drei Viertel der bei uns
beschäftigten Akademiker Ingenieure. Aber auch
herausragende Wirtschaftswissenschaftler finden bei
uns vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Wichtig
dabei ist die Bereitschaft zur Flexibilität und
auch entsprechende Mobilität. Vor allem die Besten
eines Jahrgangs dürften meiner Meinung nach derzeit
überhaupt keine Schwierigkeiten haben, in kürzester
Zeit einen adäquaten Arbeitsplatz zum Start ihrer
Karriere zu finden. Dies gilt bei uns sicherlich ganz
besonders.
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