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RUBENS 115

2. Mai 2007

Der attraktivste Arbeitgeber


Fünf Jahre Kooperation ThyssenKrupp AG und Ruhr-Universität

Für Bochumer Maschinenbaustudierende ist die ThyssenKrupp AG der attraktivste deutsche Arbeitgeber. Dieses Ergebnis einer repräsentativen Umfrage ist nur einer der positiven Aspekte der mittlerweile fünfjährigen Kooperation der Ruhr-Uni mit dem Düsseldorfer Konzern, an der neben den Maschinenbauern auch die Bochumer Wirtschaftswissenschaftler beteiligt sind.

Im Januar 2002 haben ThyssenKrupp AG und Ruhr-Universität eine intensive Zusammenarbeit in den Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften vereinbart. Ziel war und ist es, qualifizierte Studierende zu fördern und die Weiterbildung und Lehre, die internationale Zusammenarbeit sowie den Austausch von wissenschaftlichen Ergebnissen zu vertiefen.
Gezielt gefördert werden insbesondere Studierende der Fächer Maschinenbau und Wirtschaftswissenschaft. Hierfür stellt ThyssenKrupp drei Stipendien bereit. Die ausgewählten Studierenden erhalten eine monatliche Förderung für das Studium und nehmen an Seminaren sowie an einem Mentorenprogramm teil.

Awards für die Besten

Außerdem prämiert der Konzern mit dem „ThyssenKrupp Award“ die jeweils beste und schnellste Zwischenprüfung in Maschinenbau (jährlich) und Wirtschaftswissenschaft (halbjährlich). Der Award beinhaltet die Finanzierung eines attraktiven Auslandspraktikums bei einem ThyssenKrupp Unternehmen. Darüber hinaus können begabte Studenten seit fünf Jahren bei ThyssenKrupp Praktika absolvieren und Studien- und Diplomarbeiten anfertigen. Speziell gefördert werden darüber hinaus kreative Leistungen der Studierenden. So wird in den Werkstoffwissenschaften jährlich der mit 2.500 Euro dotierte „ThyssenKrupp Werkstoff-Innovationspreis“ für besonders innovative Studien-, Diplom-, Doktorarbeiten oder Veröffentlichungen ausgeschrieben.
Ähnliche Kooperationen unterhält ThyssenKrupp mit fünf weiteren deutschen Hochschulen (RWTH Aachen, TU Berlin, Uni Dortmund, TU Dresden, TU Hamburg-Harburg). Dieses Engagement zahlt sich nachhaltig aus. So wurden im letzten Jahr über 11.600 Studierende an knapp 60 deutschen Unis nach ihrem Wunscharbeitgeber befragt (Universum Graduate Survey). Bei den Ingenieuren und Naturwissenschaftlern (rund 4.700 befragte Studierende) landete ThyssenKrupp dabei auf Platz 13 – eine Verbesserung von 16 Plätzen gegenüber dem Vorjahr.
Noch bessere Ergebnisse liefert das Absolventenbarometer Trendence 2006. Hierbei wurden deutschlandweit Studierende (u. a. der Ingenieur- und der Wirtschaftswissenschaften) zu 122 Großunternehmen befragt. Bei den angehenden Ingenieuren der RUB ist ThyssenKrupp der beliebteste potenzielle Arbeitgeber, bei den Wirtschaftsstudierenden liegt das Düsseldorfer Unternehmen auf Platz zwei. Auch unter den Studierenden der anderen Hochschulen, mit denen die ThyssenKrupp AG eng zusammenarbeitet (sog. Schwerpunktuniversitäten), ist der Konzern sehr gefragt und belegt fast ausnahmslos Plätze in den Top Ten.
Unterdessen geht die Zusammenarbeit von Ruhr-Universität und ThyssenKrupp 2007 unvermindert weiter. Im Januar (exakt zum fünften Jahrestag der Kooperationsvereinbarung am 23.1.) besuchten Maschinenbaustudierende die ThyssenKrupp Steel AG in Duisburg. Mitte März begab sich das Siegerteam des Planspielwettbewerbs 2006 (RUBENS 113) auf die von ThyssenKrupp finanzierte Studienreise zur Tongji-Universität in Shanghai. Zum festen Programm gehören ohnehin die vier oben näher beschriebenen Preisverleihungen.


Viele neue Akzente: Ulrich Middelmann über die Kooperation aus Sicht der ThyssenKrupp AG

Über den bisherigen Verlauf der Kooperation aus Sicht des Unternehmens sprach Arne Dessaul mit Prof. Dr. Ulrich Middelmann, dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der ThyssenKrupp AG; Prof. Middelmann ist zugleich Hochschulrepräsentant von ThyssenKrupp für die Kooperation mit der RUB.

Rubens: Herr Prof. Middelmann, wie beurteilen Sie die ersten fünf Jahre der Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität?
Prof. Middelmann: Wir sind mit der bisherigen Zusammenarbeit sehr zufrieden. Wir haben in diesen zurückliegenden fünf Jahren viele neue Akzente gesetzt, die für die Fakultäten für Maschinenbau und für Wirtschaftswissenschaften von Bedeutung sind, aber auch dem Unternehmen hervorragende Möglichkeiten bieten, mit jungen Studenten in Kontakt zu sein. Für mich persönlich ist es eine Freude zu sehen, wie Unternehmensengagement an einer Universität ankommt. Wie Sie wissen, verbindet mich ja mit der Ruhr-Universität Bochum schon seit langem sehr viel. Durch die Kooperation konnte eine Vielzahl von Kontakten intensiviert und weiter ausgebaut werden.

Rubens: Was waren aus Ihrer Sicht die Höhepunkte?
Prof. Middelmann: Die jährlichen Get-Together sind sicherlich ganz besondere Höhepunkte im Kalender unserer Partnerschaft. Sie beinhalten im Regelfall spannende Inhalte und interessante Gespräche, für die wir jeweils einen ganz besonderen Rahmen schaffen. Ganz besonders bleiben in Erinnerung die große Veranstaltung im Schauspielhaus Bochum zum Start der Kooperation wie auch das große Get-Together in der Arena auf Schalke anlässlich unseres ersten Ideen-Parks. Aber auch die kleineren Formate zum Beispiel auf Hof Beckmann unterhalb der Ruhr-Universität sind von ganz großer Klasse. Besonders herausheben möchte ich auch die ThyssenKrupp Student Awards für die besten Zwischenprüfungen sowie unser Trainingsprogramm für die Tutoren der Maschinenbau- und WiWi-Fakultät.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Rubens: Bringt eine solche Kooperation einem Unternehmen wirklich etwas?
Prof. Middelmann: Wir haben uns vor Jahren entschieden, an bestimmten Universitäten in Deutschland in besonderer Weise Flagge zu zeigen. Dass die Ruhr-Universität Bochum an vorderster Stelle dazu gehört, war für uns selbstverständlich. Die Resonanz ist vielfältig. Das Interesse Bochumer Studenten an einem Praktikum oder an einer Diplomarbeit in unseren Konzern-Unternehmen ist weiter gestiegen. Die Zahl der Bewerbungen nach dem abgeschlossenen Studium ist angewachsen, ebenso der konkrete Eintritt in unser Unternehmen. Es freut mich, dass beispielsweise erneut einer unserer Preisträger bei uns im Unternehmen seine Karriere beginnt. Ganz besonders deutlich kann man den Erfolg unserer Kooperation an den Image-Werten ablesen. Wir sind im vergangenen Jahr bei den Ingenieuren auf Rang 1 und bei den Wirtschaftswissenschaftlern auf Rang 2 gestiegen. Das hat uns unglaublich gefreut.

Rubens: In welchen Bereichen Ihres Unternehmens haben Bochumer Maschinenbau- oder Wirtschaftsabsolventen zurzeit die besten Chancen auf Arbeitsplätze?
Prof. Middelmann: Unser Konzern ist derzeit auf einem sehr guten Weg. Die Zahlen stimmen. Wir arbeiten engagiert an der strategischen Weiterentwicklung. Dafür brauchen wir immer und überall gute Nachwuchskräfte. Natürlich stehen die Ingenieure in ganz besonderem Fokus, da es in Deutschland schlichtweg zu wenige gibt. Als Technologie-Konzern sind drei Viertel der bei uns beschäftigten Akademiker Ingenieure. Aber auch herausragende Wirtschaftswissenschaftler finden bei uns vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Wichtig dabei ist die Bereitschaft zur Flexibilität und auch entsprechende Mobilität. Vor allem die Besten eines Jahrgangs dürften meiner Meinung nach derzeit überhaupt keine Schwierigkeiten haben, in kürzester Zeit einen adäquaten Arbeitsplatz zum Start ihrer Karriere zu finden. Dies gilt bei uns sicherlich ganz besonders.

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