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RUBENS 115

2. Mai 2007

Meldungen

Nachrichten vom Campus


Hochschulrat
Die Verfassungskommission und das Dezernat 1 laden alle Mitglieder und Angehörigen der Ruhr-Universität zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung ein, das Thema lautet: „Der Hochschulrat und die Hochschule – Perspektiven für die Ruhr-Universität“. Der Dialog mit der Hochschulöffentlichkeit soll von Erfahrungsberichten externer Gäste und von Statements aus unserer Hochschule begleitet werden.
Mit dem Hochschulrat hat der nordrhein-westfälische Landesgesetzgeber eine neue Institution geschaffen, die weitreichende Kompetenzen besitzen wird, etwa bei der Wahl des Rektorats, bei der Hochschulentwicklungsplanung und in finanziellen Dingen. Woher sollen seine Mitglieder kommen? Ist es sinnvoll, hochschulinterne Personen als Mitglieder dazu zu nehmen? Welche Perspektive wollen wir hier an der Ruhr-Universität entwickeln? Diese Fragen betreffen einen wichtigen Ausschnitt aus dem Arbeitsprogramm der Verfassungskommission der RUB. Diese arbeitet unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Martin Burgi (Juristische Fakultät) seit Januar 2007 an der Umsetzung des Hochschulfreiheitsgesetzes NRW in Bochum.
Infos: Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Hochschulrat, 21. Mai, 15 h, Veranstaltungszentrum der RUB (unterhalb der Mensa, Raum 2a/2b)

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Verbindungsbüro läuft weiter
Das gemeinsame Verbindungsbüro der drei Ruhrgebietsuniversitäten „ConRuhr“ in New York läuft mindestens drei Jahre lang weiter. Am 5. April unterzeichneten die Rektoren der Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen den entsprechenden Vertrag. Zugleich vereinbarten sie gemeinsame Betreuungsstandards für amerikanische Austauschstudierende. „Die Universitätsallianz Metropole Ruhr bekennt sich mit diesen beiden Verträgen zu ihrer Rolle als international orientierte Forschungs- und Bildungsinstitution in einem globalen Kontext“, erklärte hierzu Prof. Rolf Kinne, der Leiter des New Yorker Verbindungsbüros.
Von den – unter dem Titel „ConRuhr Experience“ – vereinbarten Betreuungsstandards profitieren die Studierenden direkt: Ganz gleich, ob amerikanische Austauschstudenten für ihren Auslands-aufenthalt Bochum, Dortmund oder Duisburg-Essen wählen, sie bekommen stets den gleichen Service – von der Abholung am Flughafen über speziell zugeschnittene Sprachkurse und Orientierungsveranstaltungen bis hin zu einem Patenschaftsprogramm. Für alle Fragen in persönlichen, administrativen und akademischen Belangen haben die Studierenden feste Ansprechpartner in den drei Ruhrgebietsuniversitäten.
Das am 1. November 2004 in New York feíerlich eröffnete Verbindungsbüro ist eine der tragenden Säulen der vor kurzem besiegelten „Universitätsallianz Metropole Ruhr“ (RUBENS 114). Es soll das Ruhrgebiet als Forschungs- und Bildungsraum in den USA bekannt machen, das Netzwerk zwischen den drei Allianz-Universitäten und den amerikanischen akademischen Institutionen stärken, wissenschaftliche Kooperation erweitern, den Studierendenaustausch ausbauen sowie Ehemalige in den USA stärker an das Ruhrgebiet binden.
ConRuhr gibt regelmäßig einen Newsletter auf Deutsch und Englisch heraus, der Nachrichten aus Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft und Kultur der Region Ruhr enthält. ConRuhr hat mittlerweile ein Netzwerk mit über 520 Kontakten in den USA geknüpft; darüber hinaus veranstaltet das Verbindungsbüro Tagungen und Konferenzen, die als Forum auf internationaler Ebene dienen, um die Nähe zu den amerikanischen Leitmedien zu suchen.

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Uni Cup
Der englische Fußballprofi Gary Lineker ist in den Achtziger und Neunziger Jahren nicht nur dank seiner vielen Tore berühmt geworden, sondern auch mit der Aussage: „Fußball ist ein Spiel mit 22 Spielern und am Ende gewinnen immer die Deutschen.“ Dieser Satz ließe sich wie folgt variieren: „Beim Uni Cup Ruhr rudern 16 Männer um die Wette und am Ende gewinnen immer die Bochumer.“
Nun gut, wollen wir die anderen Hochschulen nicht unnötig reizen und bleiben fortan sachlich: Beim Uni Cup Ruhr treten die Ruder-Vierer der Universitäten Bochum, Dortmund, Duisburg-Essen und Witten-Herdecke bei einem 500m-Sprint gegeneinander an. Die Teams, die den ersten und zweiten Platz belegen, bilden anschließend zusammen den Ruhr-Achter. Dieser wiederum liefert sich ein Duell mit dem aktuellen Sieger des legendären Boat Race auf der Themse zwischen den englischen Eliteuniversitäten Cambridge und Oxford.
Seit 2001 wird der Uni Cup Ruhr Jahr für Jahr ausgetragen, mal in Duisburg auf der Wedau, mal in Essen auf dem Baldeneysee, stets im Rahmen einer internationalen Regatta. Sechsmal also wurde der Cup ausgerudert und sechsmal, nun ja, hat der Vierer der Ruhr-Universität am Ende die Bootsspitze (oder etwas mehr) vorn gehabt. Und meist wurde anschließend im Achter auch das englische Boot bezwungen.
In diesem Jahr steht die siebte Auflage an. Erstmals ist nicht der Initiativkreis Ruhr fürs Organisatorische zuständig, sondern die Universität Dortmund (und als Sponsor die Nationalbank Essen). Den Rahmen bildet am Nachmittag des 20. Mai die Hügelregatta auf dem Baldeneysee – und der Gegner des Ruhr-Achters steht mit dem Boot aus Cambridge schon fest.
Wie üblich, können sich Studierende und weitere Mitglieder der vier Hochschulen kostenlos per Bus zur Regattastrecken fahren lassen (und wieder zurück, versteht sich) – und Freibier wird auch wieder ausgeschenkt.
Wir hoffen auf ganz viel Unterstützung für den Bochumer Vierer – und drücken natürlich allen Booten ganz fest die Daumen.
Infos zum Transfer etc.: http://www.uni-cup-ruhr.de

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Vor der EM
Die Vorbereitungen für die Fußball-EM der Universitäten in Rom laufen weiter auf Hochtouren. Damit die RUB als amtierender deutscher Hochschulmeister im internationalen Vergleich besteht, baut Dozent und Trainer Peter Lange eine schlagkräftige Truppe um Kapitän Michael Jost auf. Jost selbst spielt in der Oberliga für ETB Schwarz Weiß Essen. Im Kader der Uni-Kicker sind zahlreiche weitere Ober- und Verbandsligaspieler zu finden, von denen die meisten aus dem Bochumer Raum stammen bzw. dort spielen, z. B. Edin Terzic (SG Wattenscheid), Andreas Kluy (VfB Hüls), Sebastian Amendt (VfB Günnigfeld), Andrius Balaika, Alexander und Andreas Meister (alle TSG Sprockhövel). Dominik Buchwald, Christian Spielmann (beide SF Oestrich-Iserlohn) und Manuel Schulitz (ETB Essen). Die meisten Spieler studieren Sportwissenschaft an der an der RUB, mit Alexander Meister ist aber auch ein Maschinenbauer im Uni-Kader.
Weitere Spieler anderer Studienrichtungen, die das Potenzial für die EM mitbringen, werden in der Vorrunde der diesjährigen Deutschen Hochschulmeisterschaften beobachtet. Neben diesen „neuen Gesichtern“ kann Peter Lange auch auf erfahrene Akteure wie Ex-Regionalligaspieler Kristijan Brcko und Studenten-Nationalspieler Hannes Wolf (ASC 09 Dortmund) zurückgreifen.
Die Europameisterschaft wirft ihre Schatten voraus, deswegen wird die Mannschaft im Mai gleich zweimal an der RUB zu sehen sein. Zum einen findet die nationale Vorrunde um die deutsche Meisterschaft am 23. Mai (11 h) auf dem Sportplatz der Sportfakultät statt. Dort geht es gegen die Unis Köln, Dortmund und Münster um den Einzug in die Zwischenrunde.
An gleicher Stelle findet bereits am 9. Mai das Fakultätsfest der Sportler statt. Dabei tritt die Elf der RUB in einem Freundschaftsspiel gegen eine Auswahl des VfL Bochum an. Das Fakultätsfest beginnt um 17 h statt und ist für jeden Besucher oder Aktiven offen. Neben Speisen, Getränken und einem bunten Rahmenprogramm wird auch Sport angeboten. So darf jeder mit einem Team an den organisierten Turnieren im Fußball, Beachvolleyball und Beachhandball teilnehmen (Infos & Anmeldung: fakultaetsfestsport2007@arcor.de).
Infos zur Europameisterschaft und zur Mannschaft: http://www.rub.de/euro2007

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Mit Dante zur Mehrsprachigkeit
Ende März fand im großen Saal der Auslandsgesellschaft NRW (Dortmund) die vom Italienischen Konsulat Dortmund und dem Romanischen Seminar der Ruhr-Universität initiierte Veranstaltung „Mit Dante zur Mehrsprachigkeit: Italienisch lernen und studieren” mit großer Beteiligung statt.
Zunächst wurden einige Grußworte an die Zuhörer gerichtet. Dr. Adelaide Frabotta, Konsulin der Republik Italien, sprach sich für die Verbreitung der italienischen Sprache und Kultur in Deutschland aus. Sie trat zugleich dem Vorwurf entgegen, dass Italienisch im Vergleich zu den anderen romanischen Sprachen wie Französisch und vor allem Spanisch eher eine kleine Sprache sei. Die Konsulin bestärkte die anwesenden Lehrenden und Studierenden darin, die italienische Sprache und Kultur in Deutschland weiterhin zu lehren, zu erlernen und zu fördern. Auch Dr. Silvana Vassilli vom Italienischen Kulturinstitut Köln und Studiendirektor Dieter Jaeschke, Leiter der Fachkommission für Italienisch in NRW, wiesen ausdrücklich darauf hin, dass das Italienische in Deutschland aufgrund des großen Interesses bei deutschen Schülern und Studierenden in jedem Fall als eine den anderen romanischen Sprachen ebenbürtige Sprache angesehen werden muss und dass die Bemühungen um die italienische Sprache und Kultur fortgeführt werden müssen.
Anschließend stellten Prof. Dr. Gerald Bernhard und Prof. Dr. Rudolf Behrens (Romanisches Seminar der RUB) den Bachelor-/Masterstudiengang „Romanische Philologie Italienisch” vor. Sie erläuterten die Voraussetzungen, die Anforderungen der Sprach- und der Literaturwissenschaft für diesen Studiengang sowie den Verlauf des Studiums. Auch Prof. Bernhard betonte, dass es sich beim Italienischen zwar nicht um eine Weltsprache im quantitativen Sinne handle, dass diese Tatsache aber der wichtigen Rolle, die die italienische Kultur in Europa gespielt habe und noch immer spiele, nicht widerspreche. Daher sei die Zusammenarbeit der Kulturinstitute, der Gymnasien und der Universitäten eine der wichtigsten Grundlagen für die Verbreitung und das Verstehen eines zentralen Bestandteils der gesamteuropäischen Kultur.

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Workshop mit Michail Ryklin
Hochkarätigen Besuch bekommt das Institut für Medienwissenschaft im Mai: Der russische Philosoph und Medientheoretiker Prof. Dr. Michail Ryklin ist einen Monat lang Gastprofessor beim Forschungsprojekt „GesichterPolitiken“ von Prof. Dr. Wolfgang Beilenhoff. Unter anderem bietet Michail Ryklin am 25. Mai einen Workshop an der RUB an: „Kultur in Putins Zeiten". Dabei können die Teilnehmer mit Ryklin über seine Beobachtungen der russischen Kultur diskutieren. Gemeinsam sollen außerdem die in der letzten Zeit äußerst erfolgreichen Blockbuster-Filme „Nocnoj Dozor"/„Dnevnoj Dozor" (Wächter der Nacht/Wächter des Tages, 2004-2006) als Symptom der neuen russischen Kultur analysiert werden.
Michail Ryklin ist der diesjährige Preisträger des von der Leipziger Buchmesse verliehenen „Preises für Europäische Verständigung“. Seine in der Edition Suhrkamp erschienenen Bücher („Räume des Jubels“ und „Mit dem Recht des Stärkeren“) behandeln zentrale Fragen der gegenwärtigen russischen Kultur. Seit Mitte der 1990er-Jahre schreibt Ryklin für die Zeitschrift „Lettre International" die „Korrespondenzen aus Moskau". In dem vergangenen, von Wirtschaftskrise und Turbokapitalismus, Terrorismus und Repression, politischen Kehrtwenden und Tschetschenien-Krieg geprägten Jahrzehnt zeichnet Ryklin – ausgehend von alltäglichen Ereignissen, literarischen Texten oder Phänomen der Massenkultur – ein Bild Russlands als „Laboratorium" weltweiter Entwicklungen.
Info: Workshop „Kultur in Putins Zeiten", 25.5., 14-18 h, Institut für Medienwissenschaft, GABF 04/611

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Umzug
Ende April ist das Bafög-Amt – zusammen mit der kompletten Abteilung für Ausbildungsförderung des Akademischen Förderungswerks (Akafö) – umgezogen. Die neuen Räume liegen im Studierendenhaus, erste Etage, Zimmer 121 bis 160. Auf der gleichen Etage sind u.a. auch die Akafö-Abteilungen für Wohnen sowie Sozial- und Behindertenberatung untergebracht.

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Neuer Name
Die Fakultät für Biologie heißt nun „Fakultät für Biologie und Biotechnologie“. Einem entsprechenden Antrag der Fakultät hat das Rektorat im März zugestimmt. Art. 38 Abs. 2 der Verfassung der Ruhr-Universität sieht solche Namensänderungen vor; zuletzt hatten die Chemiker davon Gebrauch gemacht: Seit Mitte 2006 heißen sie „Fakultät für Chemie und Biochemie“. Demnächst wird sich auch die Fakultät für Bauingenieurwesen umbenennen: in „Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften“. In allen Fällen werden mit den Umbenennungen besondere Schwerpunkte in Forschung und Lehre gewürdigt.

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Neues Befristungsrecht
Ein vom Deutschen Bundestag verabschiedetes Gesetz vereinfacht die befristete Beschäftigung von Wissenschaftler in Drittmittelprojekten, auch nachdem sie ihre Qualifizierungsphase abgeschlossen haben. Zur Karriere von Wissenschaftlern gehört, dass sie sich in verschiedenen Forschergruppen profilieren. Auf der anderen Seite finanzieren Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen ihre Projekte zunehmend über Drittmittel und sind darauf angewiesen, Mitarbeiter befristet zu beschäftigen. Bisher fehlte hierzu ein ausdrücklicher Befristungsgrund, der die nötige Rechtssicherheit schafft.
Die bestehenden Befristungsregelungen für die Qualifizierungsphase, die sog. 12-Jahresregelung bzw. 15-Jahresregelung in der Medizin, haben sich in der Praxis bewährt. Sie wurden daher aus dem Hochschulrahmengesetz in das neue Gesetz überführt. Die Regelungen werden um eine familienpolitische Komponente ergänzt: Bei Betreuung von Kindern verlängert sich die zulässige Befristungsdauer in der Qualifizierungsphase um zwei Jahre für jedes Kind. Hierdurch berücksichtigt der Gesetzgeber die hohe Belastung von Wissenschaftlern mit Kindern. Darüber hinaus sollen sie durch die neue Regelung ermutigt werden, bereits in jungen Jahren eine Familie zu gründen.

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133 Jahre
Die älteste Frau der Welt soll in Bochum geboren sein? Das hätte man doch gewusst. Das kann höchstens ein verspäteter Aprilscherz sein. Oder? Allerdings gilt unser Informant als sehr zuverlässig: Prof. Dr. Thomas Feltes (Kriminologie). Er forscht und lehrt zurzeit für ein paar Monate an Bochums Partneruniversität in Südafrika, der NWU Potchefstroom.
In der dortigen Zeitung, der „Sowetan“, entdeckte er den Artikel über die älteste Frau der Welt: Moloko Temo heißt sie und zählt 133(!) Jahre. Das lange, sehr intensive Porträt nennt auch Moloko Temos Geburtsort: Bochum. Allerdings liegt dieses Bochum nicht „tief im Westen“, sondern in der heutigen südafrikanischen Provinz Limpopo.
Aber apropos Aprilscherz: Natürlich war unser Bericht in der letzten Rubens über den russischen Wasserkonzern Vodaprom und seine Finanzspritze für das Lotman-Institut der RUB nur erfunden - bzw. wie üblich eine Vorwegnahme von Dingen, die so oder so ähnlich eines Tages durchaus passieren könnten.

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Studiobühne
Drei Veranstaltungen prägen im Mai das Geschehen auf der Studiobühne im Musischen Zentrum. Los geht’s am 5. und 6. Mai (19.30 h, Eintritt sechs bzw. vier Euro) mit dem Stück „Irrlichter“ nach Fernando Pessoa und Christophe Feutrier. Die Kreation der Theatergruppe Zeitsplitter zeigt zwei Menschen im täglichen Kampf mit sich selbst. Eigentlich ein Paar, sind ihnen die Gemeinsamkeiten abhanden gekommen. Sie reden, ohne etwas zu sagen, von Gefühlen, die nicht mehr existieren, oder sie sind auf der Suche nach schon lange Verlorenem – ihrem Ich. Die Unfähigkeit zu kommunizieren lässt sie an sich und an einander scheitern. Untermalt wird die Aufführung durch musikalische Motive von Schubert, Schumann, Ives, Mahler, Wagner und Cage; Infos: http://www.zeitsplitter.de.
Am 11. und 13. Mai (19.30 h, Eintritt sechs bzw. vier Euro) kehrt das Theater C2PQ zurück und präsentiert als Wiederaufnahme aus dem Wintersemester 2006/07 das Stück „Lear“ – frei nach Motiven von Shakespeare und Edward Bond. Der alte König Lear hat sich in den Kopf gesetzt, um sein Reich eine Mauer zu bauen, um es vor seinen Feinden zu schützen. Dabei schreckt er auch vor brutalen Übergriffen auf sein eigenes Volk nicht zurück. Von seinen Töchtern schließlich entmachtet, ergreift er die Flucht und verfällt dem Wahnsinn. Die Aufführung von Christian Quitschke setzt sich vor allem mit Gewalt, Moral und der Gesellschaft auseinander; Infos: http://www.theater-c2pq.de.
Vom 24. bis 26. Mai präsentieren die Studiobühne und das Kulturbüro Boskop zum sechsten Mal „BOstanbul“, die deutsch-türkischen Theatertage an der RUB.

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Gottesdienste
Zwei Besonderheiten weist das kirchliche Programm in der Apostelkirche (Uni-Center) im Mai auf: Am 13. Mai (9.45 h) wird dort Traugott Jähnichen von der Evangelisch-Theologischen Fakultät einen Gottesdienst halten. Und am 22. Mai (19 h) wird in der Apostelkirche zum ersten Mal ein Gesprächskonzert durchgeführt. Hans Jaskulsky wird mit seinem Collegium Vocale Psalmvertonungen von Monteverdi, Schein und Bach singen. In die Vertonungen wird musikalisch (Hans Jaskulsky) und theologisch (Isolde Karle) eingeführt. Wir laden zu beiden Veranstaltungen herzlich ein.

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Begehrte Bücher
Zwei Veröffentlichungen von Wissenschaftlern der RUB sorgten im Frühjahr für Furore: Der Filmwissenschaftler Philipp Alexander Tschirbs hat für seine Abschlussarbeit „Das Klo im Kino“ (LIT-Verlag, 24,90 Euro) über 530 Filme analysiert; er beleuchtet dabei nahezu alle Genres: vom Zeichentrickfilm über die Liebeskomödie bis hin zum Actionfilm und Horrorthriller. Im Mittelpunkt seiner Analysen steht die Toilette. Im Film „Pulp Fiction“ wird John Travolta ebenda von Bruce Willis erschossen und im Streifen „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ wickelt Titelheldin Christiane F. dort ihren Drogenhandel ab – um nur zwei besonders plakative Beispiele zu nennen.
Mindestens genauso populär ist das Thema, das sich Jürgen Mittag (Institut für Soziale Bewegungen) und Jörg-Uwe Nieland (Sozialwissenschaft) ausgesucht haben. Sie haben das Buch „Das Spiel mit dem Fußball. Interessen, Projektionen und Vereinnahmungen“ (Klartext-Verlag, 27,90 Euro) herausgegeben. Auf 592 Seiten analysieren 41 Autoren den Stellenwert der Fußballs in fünf Problemfeldern (Geschichte, Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien) und suchen Antworten auf die Frage, ob Fußball bereits zum Spielball fremder Interessen geworden ist.

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Theatertage
Die Tradition des deutsch-türkischen Dialogs an der Ruhr-Universität wird fortgesetzt: Zum 6. Mal bringen Boskop, Musisches Zentrum, Theater Getürkt sowie türkische Studierende verschiedene Produktionen auf die Studiobühne im Musischen Zentrum. Diesmal ist es gelungen, die international bekannte Schauspielerin Zuhal Olcay für die Eröffnung zu gewinnen. In den vergangenen Jahren hat sich Olcay neben ihrer Schauspielerei auf Bühne, im TV und im Kino verstärkt ihrer weiteren Leidenschaft, der Musik, gewidmet. Anlässlich von BO-Stanbul gibt sie ein exklusives Konzert im Musischen Zentrum. Zusammen mit Selim Atakan am Klavier und Hüya Özalasan (Geige) singt sie bekannte türkische Balladen.
In der provokanten und brisanten Produktion des Westfälischen Landestheaters „Schwarze Jungfrauen“ sprechen fünf Muslima in Monologen über sich, ihre Sehnsüchte und Wünsche, über ihre Wut – und all das fernab von den westlichen Medienklischees. Diese in Deutschland lebenden Frauen der zweiten und dritten Generation – die Schülerin, die Mittdreißigerin, der weibliche Krüppel, die rechte Jugendliche und die zum Islam konvertierte Christin – haben nur einen gemeinsamen Nenner: einen starken Glauben und die daraus resultierende Sicherheit – darum wird kräftig mit der Umwelt abgerechnet.
Für den Abschluss der Theatertage am Samstagabend ist Django Asül mit seinem neuen Kabarettprogramm vorgesehen.
Infos: 6. Deutsch-Türkische Theatertage „BOstanbul“, 24.-26.5., Studiobühne, alle Termine, Preise etc. unter http://www.akafoe.de/kultur

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RUB auf der Brust
Wer bislang noch nicht stolz darauf gewesen ist, an der Ruhr-Universität zu studieren, ist es spätestens, seitdem die RUB als „Spitzen-Universität“ nominiert worden ist (s. Beilage). Das können schließlich nicht so viele Studierende in Deutschland von sich behaupten, an einer solchen Uni zu studieren bzw. aus anderer Sicht: zu promovieren, zu forschen, zu lehren oder sonst irgendwie zu arbeiten.
Wer mag, kann schon seit längerer Zeit seinen Stolz durch allerhand Äußerlichkeiten demonstrieren: von Kugelschreibern über Tassen, Taschen, Anhängern bis hin zur Kleidung mit Schriftzug und Siegel. Ob ein kurzärmliges pinkfarbenes T-Shirt, ein grauer Kapuzenpulli oder ein rotes Sweatshirt – alles kann getragen werden, und zwar in den Größen S, M, L, XL bzw. XXL und mit verschiedenen Versionen des Schriftzugs und des Siegels.
Die gesamte Kollektion (zzgl. der anderen oben genannten Produkte) wird von der Kölner Firma Campus Sportswear vertrieben, zurzeit schon an einem Verkaufspunkt im Mensafoyer und demnächst auch in einem sog. Shop-in-Shop innerhalb der Buchhandlung Schaten in der gläsernen Ladenzeile schräg gegenüber der Universitätsbibliothek. Der Laden wird voraussichtlich Anfang Juni eröffnet.

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