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RUBENS 115

2. Mai 2007

Shootingstar


Zwischen Antrag und Entscheidung: die RUB im Exzellenzwettbewerb


Immerhin 1,9 Mrd. Euro sind zu verteilen beim Exzellenzwettbewerb. Kein Wunder, dass sich die deutschen Universitäten gegenseitig mit erfolgsversprechenden Konzepten übertreffen möchten. Ganz vorn dabei im friedlichen Wettstreit ist neben vielen Traditionsuniversitäten auch die junge RUB.

Es begann im Januar 2004, als Spitzenpolitiker der SPD erstmals das Thema „Eliteuniversitäten“ auf die Agenda brachten. Schon damals stand die Idee im Vordergrund, besonders gute Hochschulen auch besonders zu fördern.
Es sollte allerdings noch knapp 18 Monate dauern, bis diese Idee in die sog. Exzellenzinitiative mündete: Am 23. Juni 2005 vereinbarten der Bund und die Länder, die Spitzenforschung an deutschen Universitäten mit zusätzlichen 1,9 Mrd. Euro zu fördern. Die Entscheidung, wohin wie viel Geld fließen würde, sollte bei zwei Wettbewerbsrunden fallen, mit je drei verschiedenen Förderlinien: Graduiertenschulen, Exzellenzcluster der Forschung sowie Zukunftskonzepte ganzer Universitäten (Eliteuniversitäten). Zur Eliteuniversität konnte und kann eine Hochschule nur dann werden, wenn jeweils mindestens auch eine Graduiertenschulen und ein Exzellenzcluster gefördert werden.
Internationale Juroren sollten in zwei Phasen zunächst Skizzen und später ausgearbeitete Konzepte bewerten, als Entscheidungsträger fungierten die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat (WR). Die erste Runde endete im Oktober 2006. Damals entschieden DFG und WR, zunächst nur drei deutsche Hochschulen mit den publikumswirksamen Siegel einer „Eliteuniversität“ zu versehen: die Universität München, die Technische Universität München sowie die Technische Hochschule Karlsruhe.
Die Ruhr-Universität war bereits in dieser ersten Runde mit ihrem deutschlandweit einmaligen Konzept einer umfassenden Research School (RS) erfolgreich; schon jetzt promovieren dort knapp 150 junge Wissenschaftler unter einem gemeinsamen Dach, demnächst werden es 350 sein und in der Ausbauphase schließlich 500.
Noch während der Startphase der Research School arbeitete man an der RUB fieberhaft an den Antragsskizzen für die zweite Wettbewerbsrunde. Dabei entstanden Skizzen für sechs Exzellenzcluster sowie ein Zukunftskonzept für die gesamte Universität: der Research Campus. Am 12. Januar 2007 fiel die Vorentscheidung: Sowohl das Bochumer Zukunftskonzept als auch eines der Exzellenzcluster (Protein Networks) setzten sich durch.
Beide Skizzen wurden mittlerweile zu Vollanträgen ausgearbeitet und am 13. April bei der DFG abgegeben. Nun sind die Juroren an der Reihe. Dabei gilt: Erkennen sie das Protein-Cluster als förderungswürdig, steigen automatisch die Chancen für den Research Campus – oder andersherum: ohne Cluster kein Zukunftskonzept.
Bei den Zukunftskonzepten konkurriert die RUB mit sieben anderen Hochschulen (RWTH Aachen, FU Berlin, HU Berlin, Göttingen, Freiburg, Heidelberg und Konstanz). Noch ist unklar, wie viele dieser Konzepte gefördert werden. Klar ist nur, dass alle Mitglieder der Ruhr-Universität kräftig die Daumen drücken sollten für den „Shootingstar der Exzellenzinitiative“ (O-Ton Rektor Prof. Elmar Weiler).
Auf den folgenden Seiten stellt RUBENS die drei Bausteine der Bochumer Exzellenz ausführlich vor.

Anmerkung
In der Regel verwenden wir wie im englischsprachigen Antrag die englischen Bezeichnungen für die Bausteine des Exzellenz-Konzepts, da die deutsche Übersetzung häufig Unschärfen mit sich bringt.






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Letzte Änderung: 2.5.2007| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik