Editorial
Die Ruhr-Universität setzt in der Region ein Zeichen
Ging nicht ein (kleiner, aber vernehmlicher) Ruck durchs
Land? Am 12. Januar zog die Ruhr-Universität mit
nur sieben weiteren Bewerbern in die Endrunde des zweiten
Rennens um den Titel einer „Elite-Universität“
ein, flankiert von dem Erfolg ihrer Research School
bereits in der ersten Wettbewerbsrunde und dem Einzug
des Beitrags „Protein-Netzwerke“ in die
Endrunde der Wettbewerbslinie „Exzellenzcluster“.
Erfolg hat immer viele Mütter und Väter; einiges
zur Erhellung der Hintergründe möchte diese
Sonderbeilage beitragen. Aber sie soll auch informieren
über unsere „Wettbewerbsbeiträge“.
Wie es sich für Wettbewerbsbeiträge gehört,
wurden sie sorgsam vor den Mitbewerbern gehütet
– niemand lässt sich gerne in die Karten
gucken. Eine ungewöhnliche Situation in einer Universität,
wo doch sonst bis ins Kleinste alle erdenklichen Themen
öffentlich gewendet und diskutiert werden. Gewiss
hat dies die Spannung auf dem Campus erhöht; vielleicht
auch die Sorge um die Inhalte besonders des „Forschungscampus’“,
so die deutsche Bezeichnung des Zukunftskonzepts der
Ruhr-Universität. Der Schleier kann nun –
nachdem die Vollanträge pünktlich fertig geworden
und am 13. April bei der DFG bzw. dem Wissenschaftsrat
eingereicht wurden – endlich gelüftet werden.
Gespannt warten das Rektorat und mehr als 70 Hauptantragsteller
nun auf das universitäre Echo.
Diese Sonderbeilage ist jedoch auch gedacht, denen zu
danken, die an der Erstellung unserer Wettbewerbsbeiträge
mitgewirkt haben: insgesamt elf Antragsskizzen und drei
Vollanträge waren/sind im Rennen, mit weit über
100 beteiligten Wissenschaftler/innen. Die Hauptlast
trugen jedoch die Koordinatoren/innen und die Redaktionsteams,
die Tag und Nacht, an Wochenenden, über Ostern,
immense Datenmengen zusammengetragen, Textkapitel verfasst,
Grafiken erstellt, logische Zusammenhänge, Abläufe
und Prozeduren akribisch auf den Prüfstand gestellt,
die Anträge gedruckt und versandfertig gemacht
haben: eine großartige Teamleistung!
Kehrt jetzt wieder Ruhe ein? Weit gefehlt! Der Leser
wird es erahnen: Die Vorbereitungen zur Begutachtung
im Juni und Juli laufen bereits auf Hochtouren; deren
sichtbarer Teil macht sich im Erscheinungsbild des Campus
mehr und mehr bemerkbar. Das erfordert ebenso großartige
Teamleistungen. Werkstätten, Hausmeistereien, Betriebstechnik
und Verwaltung, auch der Bau- und Liegenschaftsbetrieb
und die Stadt Bochum helfen mit und packen an, das Ministerium
unterstützt. Wir helfen uns selbst – es ist
ja unser Campus!
Der Pioniergeist der frühen Jahre ist zurück
– allerorten ist die Aufbruchstimmung unübersehbar,
und so setzt die Ruhr-Universität in der Region
ein Zeichen: Es geht voran! Ihnen allen danke ich für
Ihre tatkräftige Unterstützung!
Rektor
Prof. Dr. Elmar Weiler
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