Kostenloser
Mappencheck
Der Career Service unterstützt Studierende in allen
Phasen der Jobsuche
Der Arbeitsmarkt sieht so gut aus wie lange nicht und
vorerst soll es so bleiben. Eine gute Nachricht für
die Studierenden der Ruhr-Universität. Dennoch
gestaltet sich der Start ins Berufsleben nicht immer
einfach. Schon das richtige Zusammenstellen der Bewerbungsunterlagen
ist eine Wissenschaft für sich. Hilfe gibt‘s
beim Career Service. In der Beratungsstelle für
den Berufseinstieg können Studierende u. a. ihre
Bewerbungsmappe kontrollieren lassen. Zudem erhalten
sie in Seminaren Unterstützung für den Berufseinstieg
sowie gezielte Angebote zum Erwerb von Zusatzqualifikationen.
Über aktuelle Entwicklungen beim Career Service
sprach Kristin Sporbeck mit der Beraterin Astrid Knott.
RUBENS: Mit welchen Problemen kommen die Studierenden
auf Sie zu?
Astrid Knott: Meist handelt es sich um grundlegende
Orientierungsfragen: Was kann ich und was will ich?
Wohin will ich? Dabei stellt sich häufig die Frage
nach Zusatzqualifikationen: Welche braucht man und wie
kann man sie erlangen. Dazu natürlich Fragen zur
Erstellung von Bewerbungsunterlagen.
Nagelprobe für den Bachelor
RUBENS: Wie und wo können sich Studierende
neben dem Career Service über den Berufseinstieg
informieren?
Astrid Knott: Zum Beispiel bei den Studienfachberatern,
die wir regelmäßig mit Informationen versorgen.
Natürlich auch in der Agentur für Arbeit beim
Team für akademische Berufe. Außerdem bietet
das Internet viele Karriereseiten. Auf unserer Homepage
haben wir eine Linkliste.
RUBENS: Relativ neu ist der „Bachelor“.
Wie reagiert die Wirtschaft auf diesen Abschluss?
Astrid Knott: Die Studienreformen wurden gerade aus
der Industrie gefordert, um praktisch ausgebildete und
jüngere Absolventen einstellen zu können.
Noch befindet sich der Bachelor aber in seiner Etablierungsphase.
Bei kleineren und mittelständischen Unternehmen
werden Bachelorabsolventen erst langsam eingesetzt.
Konkrete Beschäftigungsfelder sind noch nicht definiert.
Jedoch ist die Anzahl der Jung-Akademiker auf dem Arbeitsmarkt
noch nicht besonders groß, denn rund dreiviertel
von ihnen steigen nicht gleich in die Berufspraxis ein,
sondern machen erst ihren Master. Bei großen und
vor allem international ausgerichteten Unternehmen ist
die Bereitschaft, Bachelorabsolventen zu beschäftigen,
ausgeprägter. Das als grobe Zusammenfassung. Zum
Thema gibt es ausführliche Studien (s. Infokasten).
RUBENS: Was raten Sie den Berufseinsteigern grundsätzlich?
Astrid Knott: Grundsätzlich betrifft unser Angebot
nicht erst Absolventinnen und Absolventen oder Studierende,
die kurz vor dem Abschluss stehen, sondern alle Studierenden.
Je praxisnäher sie studieren, desto erfolgreicher
gestaltet sich der Übergang in die Arbeitswelt.
Dabei unterstützen wir die Studierenden. Wir bieten
eine Vielzahl von Infos, Kursen, Vorträgen und
Workshops an, die eine individuelle Vorbereitung auf
das Berufsleben bedeuten können.
e-Beratung
RUBENS: Wie sieht Ihre Beratung konkret aus?
Astrid Knott: Sie setzt sich aus persönlichen und
telefonischen Kurzberatungen ohne Terminabsprachen oder
auch „e-Beratung“ zusammen. Am häufigsten
wird die Mail-Beratung zum Mappencheck genutzt. Ratsuchende
bekommen nach Zusenden der Unterlagen ein ausführliches
Feedback per Mail, meist innerhalb von maximal zwei
Tagen. Allgemeine Anfragen rund um Berufseinstieg und
Bewerbung beantworten wir ebenfalls ausführlich
per Mail.
Zu unserem erweiterten Beratungsbegriff gehört
aber auch unsere Homepage, die als Beratungsportal dient
und Infos und Tipps gibt. Alle zwei Monate erscheint
unser Newsletter, den man abonnieren kann, mit aktuellen
Themen rund um Arbeitsmarkt und Berufseinstieg für
Akademiker. Am Career Point in GC 1/41 findet man außerdem
umfangreiche Literatur.
Zahlen zur Beratung
Im WS 06/07 hat der Career Service 25 berufsorientierende
Veranstaltungen (ein- oder mehrtägig) mit 245 Teilnehmer/innen
angeboten. Zur Auslandsmesse „Grenzenlos“
des Career Service und des Akademischen Auslandsamtes
kamen rund 2.500 Gäste. Das gesamte Beratungsangebot
nehmen jährlich ca. 800 Studierende in Anspruch.
Hinzu kommt die sog. Laufkundschaft, eine nicht bezifferbare
Anzahl von Studierenden und Absolventen, die ohne Beratungskontakt
auf das vor dem Büro ausliegende Material zugreifen
oder sich am schwarzen Brett informieren.
Info: Der Stifterverband hat in seiner
Publikation: „Karriere mit dem Bachelor. Berufswege
und Berufschancen“ zwei Studien als Kurzzusammenfassung
veröffentlicht. Darin werden „Der Bachelor
aus der Sicht der Absolventen“ und „Die
Akzeptanz von Bachelorabsolventen in der Wirtschaft“
gegenübergestellt: http://www.stifterverband.de/pdf/positionen_april_2005.pdf.
Kontakt: Career Service, Studierendenhaus,
Etage 2, Raum 208, Tel. -23866, Internet: http://www.rub.de/careerservice
Irlandexkursion
Irland – aufgrund seiner aktuellen Wirtschaftskraft
auch „keltischer Tiger“ genannt –
war kürzlich das Ziel einer Exkursion des Career
Service in Kooperation mit der Uni Münster. 20
Studierende informierten sich vier Tage lang, welche
Arbeitsmarktchancen junge europäische Akademiker
auf der Grünen Insel haben: in Wirtschaft, Bildung
und Kultur. Die Studierenden sprachen mit Repräsentanten
des Irischen Arbeitgeberverbandes, der Irish Museums
Association, einer deutsch-irischen Schule, des größten
irischen Energieversorgers und des Goethe-Instituts
Dublin.
Bei Vollbeschäftigung im Raum Dublin und einer
Arbeitslosenquote von vier Prozent im restlichen Land
wurde schnell deutlich, dass Irland hoch qualifizierte
Arbeitskräfte sucht. Oft ist das Studienfach dabei
gar nicht entscheidend. Eingestellt werden vielfach
qualifizierte Generalisten, die „on the Job“
auf spezifische Aufgaben vorbereitet werden. Die Teilnehmer
erfuhren, dass auch für Akademiker ein Einstieg
auf einfachere Tätigkeiten in Irland nicht ungewöhnlich
ist – der Wechsel auf qualifizierte und besser
bezahlte Stellen innerhalb eines Unternehmens dann aber
meist schnell erfolgt.
Generation Bachelor
Der Bachelor als erster berufsqualifizierender Studienabschluss
genießt unter Deutschlands Studierenden einen
guten Ruf. Das ergibt eine gemeinsam von Roland Berger
Strategy Consultants und der Einstieg GmbH durchgeführte
Umfrage. Rund 400 Studierende aus ganz Deutschland wurden
befragt. Wichtigstes Ergebnis: Obwohl die Umstellung
an Deutschlands Hochschulen noch bis 2010 läuft
und bis dato noch nicht einmal die Hälfte aller
Studiengänge umgestellt ist (Ausnahme: Ruhr-Uni,
wo die Umstellung abgeschlossen ist), weiß die
„Generation Bachelor“ über die Vorzüge
der gestuften Studien-Abschlüsse Bescheid und traut
dem Bachelor einiges zu.
Als wichtigste Gründe für die Wahl eines Bachelor-Studienganges
nannten die Befragten u.a. die Nähe zur Praxis
(48,1 Prozent), die Vermittlung von Soft Skills (25,4),
die Internationalität (51,9) sowie die Kürze
des Studiums (39,5). Knapp die Hälfte der Teilnehmer
möchte direkt nach dem Bachelor-Abschluss ins Berufsleben
einsteigen. Interessant: Innerhalb dieser Gruppe wiederum
möchte die Mehrheit nach einigen Jahren ein Master-Studium
aufnehmen.
Die Studie fragte auch nach den Plänen für
die Zeit nach dem Studium. 81,4 Prozent der Befragten
blicken demnach „optimistisch“ oder „erwartungsvoll“
in die Zukunft. Jeder Zweite möchte in einem „internationalen
Konzern Karriere machen“ und jeder Fünfte
plant, sich selbstständig zu machen.
Info: Am 30. Juni findet in Bochum
die „Job or Master-Messe“ statt; mehr dazu
und zur Befragung: http://www.einstieg.com/job-or-master/
Kristin
Sporbeck/ad
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