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RUBENS 114

1. April 2007

Den Markt erobern


Businessplan-Wettbewerb „ruhr@venture 2007“ ist gestartet



Wer erfolgreich ein Unternehmen gründen will, braucht neben einer guten Idee einen fundierten Geschäftsplan. Die eigene Unternehmung steht und fällt mit dem Businessplan, der gut durchdacht, wasserdicht und überzeugend sein sollte. Soweit die Theorie. In der Praxis lassen falsche Einschätzungen Existenzgründer oft genau an dieser Hürde scheitern.


Hier setzt die rubitec GmbH mit dem Businessplan-Wettbewerb 2007 an, der von der Industrie- und Handelskammer und der Sparkasse Bochum gesponsert wird. Ein halbes Jahr lang helfen Experten den Gründern von morgen, einen detaillierten Geschäftsplan für die Gründung eines eigenen Unternehmens zu erstellen. Den Siegern des Wettbewerbs winken Preise im Gesamtwert von über 25.000 Euro.
Der Businessplan-Wettbewerb „ruhr@venture 2007“ richtet sich an Studierende und Mitarbeiter der Ruhr-Universität und der Fachhochschule Bochum. Voraussetzung ist, dass die Teilnehmer eine pfiffige Idee haben, die fachlich etwas mit ihrem Studium oder ihrer Arbeit an der Hochschule zu tun hat. „Mit einer Dönerbude oder einem Versicherungsbüro als Geschäftsidee beim Wettbewerb anzutreten, reden wir den Interessenten aus“, sagt Dr. Karl Grosse, Geschäftsführer der Forschungs- und Verwertungsgesellschaft rubitec.

Geschäftsideen-Check

Wer indes eine gute Idee hat, kann diese von Fachleuten auf Herz und Nieren prüfen lassen. Der „Geschäftsideen-Check“ ist Teil des umfangreichen Angebots während des Wettbewerbs. Nach der Auftaktveranstaltung am 18. April treffen sich die Teilnehmer regelmäßig in Seminaren mit Experten aus der Praxis, begleitet von einem intensiven und individuellen „Coaching“. Professionelle Berater helfen, den Businessplan zu erstellen, sie decken Schwächen auf und arbeiten die Stärken der Konzeption heraus. Zum Coaching gehört auch, dass die potenziellen Gründer lernen, ihren Geschäftsplan überzeugend darzustellen. „Zudem erhalten die Teilnehmer einen Leitfaden zur Erstellung eines Businessplans. Alternativ können sie auch ein Software-Paket vom Bundeswirtschaftsministerium nutzen, mit dem Schritt für Schritt alle Kapitel abgearbeitet werden, die zu einem Businessplan gehören“, ergänzt Christiane Jonietz, Projektmanagerin bei der rubitec.
Der Wettbewerb an sich endet mit der Preisverleihung im November 2007, die Teilnehmer stehen jedoch auch danach nicht allein da: Wer will, kann nachfolgend an einem „Venture Day“ seinen nunmehr ausgefeilten Geschäftsplan potenziellen Financiers präsentieren und dabei Kontakte zu Geldgebern knüpfen. Vom „ruhr@venture 2007“ zum „Venture Day 2007“ – so schließt sich der Kreis.
Infos: http://www.rubitec.de

Zeitplan „ruhr@venture 2007“
18.4. Auftaktveranstaltung (14 h, Veranstaltungszentrum im Mensagebäude, Saal 1)
26.4. Coaching-Treffen im TZR
3.5. und 24.5. Seminare mit Experten im TZR
Mai bis Juni: Geschäftsideen-Check
30.9. Abgabeschluss Businesspläne
November 2007: Präsentation und Prämierung
Dezember 2007 „Venture Day“ mit potenziellen Geldgebern

Interview: Teambewerbungen erwünscht
Im Ideenwettbewerb für Studierende und Mitarbeiter der RUB und der FH Bochum, der im Februar gestartet ist, ging es darum, den richtigen Clou für eine Unternehmung zu finden. Mit dem Businessplan-Wettbewerb legt die rubitec GmbH jetzt nach. Mit rubitec-Geschäftsführer Dr. Karl Grosse sprach Jens Wylkop über die Anforderungen an den Geschäftsplan und an die Gründer von morgen.

RUBENS: Worauf kommt es beim Business-Wettbewerb an?
Grosse: Basierend auf einer guten Idee eine detaillierte und realistische Planung für die Unternehmensgründung zu erstellen. Die Teilnehmer müssen sich damit auseinandersetzen, wie sie in einen Markt hineingehen, wer ihre Konkurrenten sind und wie diese am Markt aufgestellt sind. Der Businessplan-Wettbewerb ist in diesem Sinne nicht nur anspruchsvoll, er ist auch der erste dieser Art auf Hochschulebene in NRW.

RUBENS: Was zeichnet einen guten Businessplan aus?
Grosse: Die Idee sollte einen hohen Innovationsgrad haben, sie sollte so faszinierend sein, dass man überzeugt wird, dahinter steckt ein Potenzial, mit dem der Gründer mit seiner Planung dann auch den Markt erobern kann. Entscheidend ist darüber hinaus, dass die Gründung in Märkten mit guten Wachstumschancen stattfindet, zum Beispiel „Neue Materialien“, IT-Sicherheit, Life Sciences. Kurz: Das Konzept sollte sich gut umsetzen lassen und sich in absehbarer Zeit rentieren.

RUBENS: Die genannten Segmente beziehen sich eher auf Naturwissenschaften und Technik, welche Chancen haben denn Geisteswissenschaftler im Wettbewerb?
Grosse: Wir haben ja auch eine Reihe von Gründern aus den Geisteswissenschaften. Ich denke hier an interdisziplinär arbeitende Bereiche wie Psychologie oder Sportwissenschaft. Potenzial gibt es aber auch in den Wirtschaftswissenschaften, etwa im E-Business, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

RUBENS: Und was zeichnet einen guten Gründer aus?
Grosse: Eine Idee nachhaltig verfolgen, Durchhaltevermögen haben, geschäftstüchtig und belastbar, kommunikativ sein und mit Menschen umgehen können – das sind wesentliche Eigenschaften. Ganz wichtig ist uns aber der Hinweis, dass auch Teambewerbungen möglich und erwünscht sind – die Erfahrung zeigt, dass Gründer-Teams häufig erfolgreicher am Markt sind als Einzelkämpfer.

 

 

jw
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Letzte Änderung: 30.3.2007| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik