Maschinenbauer
kooperieren eng
Bochum und Dortmund gründen Engineering Unit Ruhr
20 Millionen Euro Drittmittel pro Jahr, sechs DFG-Sonderforschungsbereiche
mit Sprecherfunktion, über 4.000 Studierende: Zusammen
bilden die beiden Maschinenbau-Fakultäten der Ruhr-Universität
und der Universität Dortmund eines der leistungsstärksten
Ausbildungs- und Forschungszentren in Deutschland. Diese
Stärke soll jetzt durch eine noch engere Kooperation
unter einem gemeinsamen Dach ausgebaut werden. Mit der
am 16. März gegründeten „Engineering
Unit Ruhr“ wollen beide Partner ihre Ressourcen
vernetzen und Synergien gezielt nutzen. Ziel ist eine
führende Positionierung im nationalen und internationalen
Wettbewerb um Forschungs- und Ausbildungsexzellenz.
Die Gründung der „Engineering Unit Ruhr“
wird aktiv durch ThyssenKrupp als Kooperationspartner
der beiden Universitäten unterstützt.
Die Engineering Unit Ruhr verknüpft exzellente
Forschung mit wegweisender Lehre. Beide Fakultäten
wollen mit der Kooperation den universitären Maschinenbaustandort
östliches Ruhrgebiet weiter stärken. Durch
eine enge Abstimmung in Forschung und Lehre wird die
Profilbildung beider Fakultäten geschärft.
Ausgehend von Grundlagenprojekten führen die Forschungsarbeiten
zu ingenieurwissenschaftlicher und industrieller Innovation.
Damit leistet sie einen wichtigen und nachhaltigen Beitrag
zur Weiterentwicklung von Deutschlands größter
Industrieregion. Mit der Engineering Unit Ruhr besitzt
der Ballungsraum Ruhrgebiet mit über fünf
Millionen Einwohnern und über 1.600 Maschinenbauunternehmen
mit einer Wirtschaftskraft von 34 Milliarden Euro Jahresumsatz
eine der größten und leistungsstärksten
Forschungs- und Ausbildungseinheiten für den Maschinenbau
in Deutschland.
Beide Fakultäten ergänzen sich in hervorragender
Art und Weise. Am Standort Dortmund orientiert sich
die Forschung entlang der Wertschöpfungskette Produkterzeugung,
-bearbeitung und -verteilung. Bochum belegt mit den
Feldern Konstruktions- und Automatisierungstechnik,
Ingenieurinformatik, Microengineering sowie Energie-
und Umwelttechnik komplementäre Felder.
Diese Einheit zeigt sich auch im Studium. Während
in der ersten Studienphase die Inhalte identisch sind,
orientieren sich die Inhalte im weiteren Studienverlauf
an den komplementären Forschungsschwerpunkten der
beiden Standorte. Zu jedem Zeitpunkt können die
Studierenden Veranstaltungen des anderen Standortes,
die gegenseitig anerkannt werden, in den individuellen
Studienplan integrieren. So ermöglicht ein Maschinenbaustudium
innerhalb der Engineering Unit Ruhr ein Höchstmaß
an Spezialisierungsmöglichkeiten, um Qualifikationen
optimal an eigene Talente und Interessen, aber auch
an die Anforderungen eines sich wandelnden Arbeitsmarktes
anpassen zu können.
Mit der Engineering Unit Ruhr wachsen zwei ebenbürtige
Maschinenbaufakultäten im Sinne einer Fakultät
zusammen. Die Kooperation soll zu einer Etablierung
als eines der führenden Zentren in Forschung und
Ausbildung führen. Schon jetzt nimmt der Verbund
Spitzenplätze im nationalen Ranking ein. Bei den
Sonderforschungsbereichen (SFBs) mit Sprecherfunktion
liegt die Engineering Unit Ruhr mit sechs SFBs gemeinsam
mit Aachen auf Platz eins. Und mit 20 Millionen Euro
pro Jahr weist der Verbund ein Drittmittelaufkommen
auf einem gleichen Niveau wie Dresden, München
und Karlsruhe auf.
Pressestelle
Uni Dortmund
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