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RUBENS 114

1. April 2007

Maschinenbauer kooperieren eng


Bochum und Dortmund gründen Engineering Unit Ruhr


20 Millionen Euro Drittmittel pro Jahr, sechs DFG-Sonderforschungsbereiche mit Sprecherfunktion, über 4.000 Studierende: Zusammen bilden die beiden Maschinenbau-Fakultäten der Ruhr-Universität und der Universität Dortmund eines der leistungsstärksten Ausbildungs- und Forschungszentren in Deutschland. Diese Stärke soll jetzt durch eine noch engere Kooperation unter einem gemeinsamen Dach ausgebaut werden. Mit der am 16. März gegründeten „Engineering Unit Ruhr“ wollen beide Partner ihre Ressourcen vernetzen und Synergien gezielt nutzen. Ziel ist eine führende Positionierung im nationalen und internationalen Wettbewerb um Forschungs- und Ausbildungsexzellenz. Die Gründung der „Engineering Unit Ruhr“ wird aktiv durch ThyssenKrupp als Kooperationspartner der beiden Universitäten unterstützt.
Die Engineering Unit Ruhr verknüpft exzellente Forschung mit wegweisender Lehre. Beide Fakultäten wollen mit der Kooperation den universitären Maschinenbaustandort östliches Ruhrgebiet weiter stärken. Durch eine enge Abstimmung in Forschung und Lehre wird die Profilbildung beider Fakultäten geschärft. Ausgehend von Grundlagenprojekten führen die Forschungsarbeiten zu ingenieurwissenschaftlicher und industrieller Innovation. Damit leistet sie einen wichtigen und nachhaltigen Beitrag zur Weiterentwicklung von Deutschlands größter Industrieregion. Mit der Engineering Unit Ruhr besitzt der Ballungsraum Ruhrgebiet mit über fünf Millionen Einwohnern und über 1.600 Maschinenbauunternehmen mit einer Wirtschaftskraft von 34 Milliarden Euro Jahresumsatz eine der größten und leistungsstärksten Forschungs- und Ausbildungseinheiten für den Maschinenbau in Deutschland.
Beide Fakultäten ergänzen sich in hervorragender Art und Weise. Am Standort Dortmund orientiert sich die Forschung entlang der Wertschöpfungskette Produkterzeugung, -bearbeitung und -verteilung. Bochum belegt mit den Feldern Konstruktions- und Automatisierungstechnik, Ingenieurinformatik, Microengineering sowie Energie- und Umwelttechnik komplementäre Felder.
Diese Einheit zeigt sich auch im Studium. Während in der ersten Studienphase die Inhalte identisch sind, orientieren sich die Inhalte im weiteren Studienverlauf an den komplementären Forschungsschwerpunkten der beiden Standorte. Zu jedem Zeitpunkt können die Studierenden Veranstaltungen des anderen Standortes, die gegenseitig anerkannt werden, in den individuellen Studienplan integrieren. So ermöglicht ein Maschinenbaustudium innerhalb der Engineering Unit Ruhr ein Höchstmaß an Spezialisierungsmöglichkeiten, um Qualifikationen optimal an eigene Talente und Interessen, aber auch an die Anforderungen eines sich wandelnden Arbeitsmarktes anpassen zu können.
Mit der Engineering Unit Ruhr wachsen zwei ebenbürtige Maschinenbaufakultäten im Sinne einer Fakultät zusammen. Die Kooperation soll zu einer Etablierung als eines der führenden Zentren in Forschung und Ausbildung führen. Schon jetzt nimmt der Verbund Spitzenplätze im nationalen Ranking ein. Bei den Sonderforschungsbereichen (SFBs) mit Sprecherfunktion liegt die Engineering Unit Ruhr mit sechs SFBs gemeinsam mit Aachen auf Platz eins. Und mit 20 Millionen Euro pro Jahr weist der Verbund ein Drittmittelaufkommen auf einem gleichen Niveau wie Dresden, München und Karlsruhe auf.

 

 

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