Ziele und Leistungen
vereinbart
Vertrag
mit dem Wissenschaftsministerium gilt bis 2010
„Wir wollen der Forschung und besonders qualifiziertem
wissenschaftlichen Nachwuchs bestmögliche Bedingungen
bieten und wir werden unseren Weg zu einer der leistungsfähigsten
Spitzenuniversitäten konsequent weiter gehen. Das
schließt selbstverständlich auch die weitere
Verbesserung der Lehre und der Studienbedingungen mit
ein.“ So fasst Rektor Elmar Weiler die Inhalte
der „Zielvereinbarung III“ mit dem NRW-Wissenschaftsministerium
zusammen.
Großer Bahnhof im Kulturwissenschaftlichen Institut
(KWI) in Essen. Aus Dortmund traf am Nachmittag des
21. Februar Rektor Prof. Eberhard Becker ein, aus Bochum
Rektor Prof. Elmar Weiler, von der Universität
Duisburg-Essen Rektor Prof. Lothar Zechlin und aus Düsseldorf
NRW-Wissenschaftsminister Prof. Andreas Pinkwart. Jeder
der drei Rektoren unterzeichnete mit dem Minister eine
Ziel- und Leistungsvereinbarung, gültig von 2007
bis 2010.
Dass die Repräsentanten der drei großen Ruhrgebietsuniversitäten
zusammen auftraten, im von ihnen gemeinsam getragenen
KWI, hatte seinen Grund: Die Kooperation innerhalb der
Region ist fester Bestandteil der neuen Zielvereinbarungen.
Gleichzeitig nutzten die drei Unis ihre Vereinbarungen,
um die eigenständigen Profile in Forschung und
Lehre zu schärfen und zu erweitern. So baut die
RUB ihre vernetzten Profilschwerpunkte weiter aus: Systemchemie,
Plasmaforschung, Materialwissenschaften, Strukturbiologie
und Molekulare Medizin, Neurowissenschaften, Materialforschung,
humane, kulturelle und gesellschaftliche Dimensionen
des globalen Wandels, IT-Sicherheit sowie das subterrane
Ingenieurwesen und die nachhaltigen Energietechnologien.
Nachwuchs im Blick
In der Lehre setzt die RUB auf Qualitätssicherung:
Das internetgestützte Beratungsinstrument für
Studieninteressierte (BORAKEL) wird weiterentwickelt
und verstetigt. Neu entwickelt wird ein Monitor, mit
dem Herkunft und sozialer Hintergrund der Studierenden
systematisch erfasst und analysiert werden. Aufbauend
auf einer Eingangsbefragung erlaubt das Instrument,
die Studienbedingungen besser auf die Bedürfnisse
der Studierenden zu fokussieren. Zudem will die RUB
die Veranstaltungskritik als integrales Mittel der Evaluation
der Lehre etablieren. Schließlich verpflichtet
sie sich zu vielfältigen Maßnahmen, mit denen
Studienerfolg und Absolventenquote erhöht werden
können; dazu gehören die Weiterentwicklung
und die verbesserte Koordination der Studienberatung.
Bei Innovationsmaßnahmen und dem Wissenstransfer
setzt die RUB zunehmend auch auf junge Wissenschaftler.
Sie will sie ermutigen und ihnen helfen, eigene Unternehmen
zu gründen. Überdies wird die Ruhr-Universität
die Weiterbildung professionalisieren. Nachdem sie 2006
die Auditierung als „Familienfreundliche Hochschule“
erfolgreich abgeschlossen hat, kommt es nun darauf an,
den Ziel- und Maßnahmenkatalog umzusetzen. Dazu
zählen die Schaffung von familiengerechten Infrastrukturen
auf dem Campus (z. B. Kindertagesstätte), die Bildung
von Familienbewusstsein bei Personalentwicklungsmaßnahmen,
die familiengerechte Studienorganisation und der Ausbau
der Informationsstruktur zur Vereinbarkeit von Familie
und Beruf.
ad/jk
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