Nachrichten
Meldungen
vom Campus
Ingenieure stellen um
Auch in den Ingenieurwissenschaften starten im Wintersemester
2007/08 die gestuften Bachelor- und Masterstudiengänge,
zugleich laufen die letzten fünf Diplomstudiengänge
an der RUB aus: Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Elektrotechnik
und Informationstechnik, Umwelttechnik und Ressourcenmanagement
sowie Sicherheit in der Informationstechnik.
Als erste Universität in Deutschland stellt die
Ruhr-Universität damit campusweit auf das gestufte,
international vergleichbare Studiensystem um. In den
Geistes-, Gesellschafts- und Naturwissenschaften sowie
in der Lehrerausbildung sind Bachelor und Master seit
über fünf Jahren etabliert und bewährt.
„Die Ruhr-Universität schließt die
Studienreform ab, während die meisten Hochschulen
in Deutschland gerade erst mit der Umstellung beginnen“,
erklärte dazu Prof. Dr. Bernhard Stöckhert,
Prorektor für Lehre, Weiterbildung und Medien.
+++
VWL-Stipendium
Bis zum 15. Mai 2007 läuft die Bewerbungsfrist
für den vierten Jahrgang der Ruhr Graduate School
in Economics (RGS Econ). Die Graduiertenschule nimmt
erneut acht Doktorand/innen auf. Sie können, mit
einem Vollstipendium (1.250 Euro pro Monat) versehen,
innerhalb von drei Jahren in Volkswirtschaftslehre (VWL)
promovieren. Das Programm startet am 1. Oktober 2007.
Die Schwerpunkte liegen in der theoretischen Modellierung
und ökonometrischen Analyse. Neben der finanziellen
Förderung profitieren die Doktorand/innen von der
Arbeit in kleinen Teams, der intensiven Betreuung, dem
strukturierten Ausbildungs- und Forschungsprogramm sowie
dem Zugang zu Netzwerken international renommierter
Wissenschaftler.
Bewerber/innen sollten über einen hervorragenden
Abschluss in VWL oder benachbarten Fächern verfügen.
Unterrichtssprache ist Englisch.
Die RGS Econ ist eine Verbundinitiative der Universitäten
Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen mit dem Rheinisch
Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung
(RWI Essen).
Infos: http://www.rgs-econ.org
+++
Preise
Die Philosophische Fakultät der Universität
Düsseldorf schreibt zusammen mit dem Wissenschaftszentrum
NRW zum zweiten Mal den mit 20.000 Euro dotierten Dr.
Meyer-Struckmann-Preis für geistes- und sozialwissenschaftliche
Forschung aus. Das Thema lautet „Jüdische
Traditionen in Kultur und Gesellschaft Europas“.
Einsendeschluss ist der 16. April 2007. Infos: http://www.meyer-struckmann.de/preis07.
+++
Die SolarWorld AG schreibt zum zweiten Mal den mit 5.000
Euro dotierten SolarWorld Einstein-Award für Nachwuchsforscher
im Bereich Photovoltaik (bzw. Systemtechnik, Nanotechnologie,
allgemeine Energietechnologie, Kristallographie) aus.
Studierende aus der ganzen Welt können sich bis
zum 1. August 2007 mit ihrer Diplom- oder Doktorarbeit,
Bachelor- oder Masterarbeit bewerben. Infos: http://www.einstein-award.de.
+++
Die Hermann-und-Marianne-Straniak-Stiftung schreibt
den mit 30.000 Schweizer Franken dotierten Straniak-Philosophie-Preis
2008 aus. Das Thema lautet: „Leid und Humanität
im ost-westlichen Philosophievergleich“. Einsendeschluss:
30. November 2008, Infos demnächst unter http://www.lhl.at,
schon jetzt telefonisch beim österreichischen Sekretariat
des Preises: 0043/662/872350 (Dr. Herwig Liebscher).
+++
LSI startet neu
Anfang März präsentierte sich das Landesspracheninstitut
(LSI) erstmals in seinen neuen Räumen im renovierten
ehemaligen Studentenwohnheim in der Laerholzstraße
84. Die NRW-Landesregierung hatte im Sommer 2006 beschlossen,
das zuvor als Landeseinrichtung organisierte, in Bochum
ansässige Landesspracheninstitut der Ruhr-Universität
als zentrale Betriebseinheit anzugliedern.
Das LSI ist eine Weiterbildungseinrichtung an der Nahtstelle
von Wissenschaft und Praxis. Seine Aufgaben sind die
Vermittlung von Sprachkompetenz und kommunikativen Fähigkeiten
in den vier Weltkultursprachen Arabisch, Chinesisch,
Japanisch und Russisch auf wissenschaftlicher Grundlage.
Auf der Liste der Kunden tauchen beispielsweise das
Auswärtige Amt, die Evangelische Kirche, die FAZ,
viele ARD-Korrespondenten, aber auch große Wirtschaftsunternehmen
wie Bosch oder Siemens auf. Besonders stolz ist Direktor
Dr. Jochen Pleines auf die Astronauten der ESA, die
in Bochum Russisch lernen.
Von seinen bisherigen zwei Standorten in Bochum (Innenstadt
bzw. Universitätshochhaus West) ist das Institut
nun ins ehemalige Studentenwohnheim in unmittelbarer
Nähe des Campus umgezogen. Das Haus wurde nach
den Vorstellungen der Verantwortlichen des LSI komplett
umgestaltet und verfügt neben Unterrichtsräumen
für alle Kurse über 60 eigene Gästezimmer
mit Hotelstandard. Außerdem nutzt das Spracheninstitut
das im selben Komplex befindliche Gästehaus des
Akademischen Förderungswerks mit. „Wir können
jetzt alle Leistungen unter einem Dach anbieten,“
freut sich Dr. Pleines.
Infos: http://www.lsi-nrw.de
+++
Buchkarriere
Eine wahre Bilderbuchkarriere hat ein an der Ruhr-Universität
entstandenes Buch gemacht: Prof. Dr. Karin Pittner und
Dr. Judith Berman (beide vom Germanistischen Institut)
haben 2004 ihr Arbeitsbuch „Deutsche Syntax“
veröffentlicht: gedacht als Begleitlektüre
zu Einführungskursen in die deutsche Syntax oder
zum Selbststudium geeignet.
Die Veröffentlichung entpuppte sich als absoluter
Renner, sie wurde bereits 2006 neu aufgelegt. Die Resonanz
reichte bis ins ferne Korea. An der Germanistischen
Abteilung der Seoul National University lehrt Assistant
Professor Myung-Chul Koo, ein Absolvent der Universität
Bielefeld. Seine Spezialgebiete sind deutsche Morphologie
und deutsche Syntax. Ihm fiel das Werk von Prof. Pittner
und Dr. Berman in die Hände. Das Buch gefiel ihm
so sehr, dass er beschloss, es ins Koreanische zu übersetzen.
Ein Verlag in Korea war schnell gefunden, die Erlaubnis
der Autorinnen und ihres Verlages folgten rasch –
und nach wenigen Monaten war die Übersetzung fertig,
so dass in Seoul die deutsche Syntax nun nach Bochumer
Standards gelehrt wird. ad
Infos zur deutschen Ausgabe: Karin Pittner, Judith Berman:
„Deutsche Syntax“, Gunter Narr Verlag, Tübingen
2006 (2. Auflage), 200 Seiten, 19,90 Euro
+++
Tutorien im QFW
Anfang März kamen die Bagger, um im Außenbereich
des Querforums West (QFW) Leitungen zu verlegen und
die Stellplätze für Toiletten-Container vorzubereiten.
Die sanitären Anlagen selbst wurden rund zwei Wochen
später montiert. Zugleich ließ die Universität
die Wärmedämmung des Gebäudes verbessern
und die Innenbeleuchtung erneuern. Ende März schließlich
sollten Tische, Stühle und Trennwände geliefert
werden, so dass auf den beiden Etagen 17 neue Räume
entstehen konnten.
Ab diesem Sommersemester sollen dann studentische Arbeitsgruppen
und Tutorien das QFW als zentralen Lernort nutzen. Zahlreiche
– insbesondere geisteswissenschaftliche –
Fakultäten und ihre Fachschaften planen, ab April
2007 mit den dann erstmals eingenommenen Studienbeiträgen
die Zahl der studienbegleitenden Tutorien erheblich
zu erhöhen. Auf diese Weise wollen sie die studentischen
Lerngruppen verkleinern und die Lernatmosphäre
deutlich verbessern.
+++
Wiederaufnahme
Immer wenn die Nachfrage der Vorstellungen der Studiobühne
größer ist als das Angebot (was zuletzt die
Regel war), kommt die Wiederaufnahme ins Spiel. So auch
diesmal: Bei den Aufführungen des Stückes
„Urfaust oder so“ (nach Johann Wolfgang
von Goethe) im Februar konnten längst nicht alle
Kartenwünsche befriedigt werden – also wird
das Stück noch zweimal gezeigt: am 14. und 15.
April, jeweils um 19.30 h auf der Studiobühne im
Musischen Zentrum; der Eintritt ist frei.
Infos: http://www.rub.de/mz-theater
+++
Boskops Programm
Wer einfach mal von der Rechnerei und Rennerei nach
Kreditpunkten abschalten möchte, sollte einen Blick
in das neue Kursprogramm des Kulturbüros Boskop
werfen. Es liegt seit Ende März in allen Mensen
und Caféterien aus und bietet eine breite Palette
an Möglichkeiten, den persönlichen Horizont
zu erweitern. Neu im Programm ist ein Hörspielkurs,
jeweils ein Workshop zur Maskenbildnerei und zur Existenzgründung
im Bereich Kultur und Medien. Wieder dabei sind Human
Beat Box und ein Weinkurs – und nicht zu vergessen
unsere ewigen Dauerbrenner: Salsa, Tango, Hip Hop Dance,
Capoeira, Jazz Improvisation etc. Am besten einfach
ein Kursprogramm schnappen und/oder unter http://www.akafoe.de/kultur
surfen. Anmeldungen sind vom 3. bis 13. April im Mensafoyer
möglich, jeweils ab 9 h. Die Kurse beginnen, wenn
nicht anders ausgeschrieben, in der Woche vom 16. bis
20. April.
+++
Grafikbörse
Anfang März fand in Borken zum 20. Mal die deutsch-niederländische
Grafikbörse statt. Erstmals mit einem eigenen Stand
vertreten waren die Radierer des Musischen Zentrums
(Bereich Bildende Kunst). Acht Künstler/innen präsentierten
eine abwechslungsreiche Auswahl ihrer Arbeit: Radierungen
und Hochdrucke in verschiedenen Techniken. Bei regem
Publikumsverkehr fanden sich zahlreiche Kaufinteressenten.
Wichtiger als der erfreuliche Verkaufserlös waren
jedoch die anregenden Gespräche mit deutschen und
niederländischen Kollegen. Das ganze Wochenende
über wurden technische Tipps und Adressen für
weitere Kontakte ausgetauscht. Beim Betrachten und Diskutieren
der Werke wurden zudem neue Ideen fürs eigene Schaffen
geboren.
Auch im Sommersemester 2007 wartet ein besonderer Höhepunkt
auf die Druckgrafiker: In der vorlesungsfreien Pfingstwoche
fahren sie zur Arbeitsexkursion ins Münsterland,
bei der die Grundlagen der Lithografie gelernt werden
können. Einige Plätze sind noch frei. Studierende
und andere Universitätsmitglieder mit Interesse
am Zeichnen und an druckgrafischen Techniken sind herzlich
eingeladen, sich der Radiergruppe anzuschließen.
Infos & Kontakt: http://www.rub.de/mz-bildendekunst,
Tel. -23943
+++
Uni-Run
Bislang war der Uni-Run einer der österlichen Höhepunkte
im Bochumer Sportkalender. Viermal ließen die
Fakultät für Sportwissenschaft und der USC
Bochum am Samstag vor Ostern laufen, u.a. einen halben
Marathon. 2007 wird alles anders. Nun bilden Sommerfest
und Fronleichnam die kalendarischen Bezugsgrößen
für die Läuferinnen und Läufer. Der fünfte
Bochumer Uni-Run steigt am 6. Juni und eröffnet
das Sommerfest auf dem Campus, das auf seinen traditionellen
Termin am Mittwoch vor Fronleichnam zurückkehrt.
Los geht’s um 17.30 h mit dem Campus-Lauf über
5 km. Anschließend startet um 18.30 h der 15 km
lange sog. Rubissimo-Run. Start und Ziel beider Läufe
wird das Forum sein. Nach dem letzten Zieleinlauf geht
das Sommerfest mit Volldampf weiter. Über das Programm
des Festes werden wir in den nächsten Ausgaben
ausführlich informieren.
Infos & Anmeldung zum Uni-Run: http://www.bochumer-uni-run.de;
Infos zum Sommerfest: http://www.rub.de/sommerfest
+++
Bochumer fahren zur EM
Durch den Gewinn der nationalen Meisterschaft der Hochschulen
im Juni 2006 hat sich die Fußball-Mannschaft der
RUB für die Europameisterschaft in Rom (9.-15.
Juli) qualifiziert. Die Bochumer Studenten um Kapitän
Micheal Jost dürfen damit Deutschland im Wettkampf
mit den nationalen Meistern der anderen europäischen
Länder verteten.
Zurzeit laufen die Vorbereitungen für die Reise
unter Leitung von Peter Lange, Dozent der Sportfakultät
und Trainer der Mannschaft, um einen reibungslosen Ablauf
zu gewährleisten und den Studenten dieses Erlebnis
zu ermöglichen. Mit ihm zusammen im Organisationsteam
sitzen die Sportmanagementstudenten Christian Klotz
und Dominic Schüler. Schüler wird das gesamte
Projekt als Fallstudie in seiner Diplomarbeit dokumentieren
(darüber wird RUBENS später berichten).
Als erster Partner konnte unter dem Motto „Von
Sportlern für Sportler“ die in diesem Jahr
erstmalig stattfindende Study Alliance Party, eine Sportlerparty
der Unis Bochum, Dortmund und Essen-Duisburg in den
Werstfalenhallen Dortmund (1. Juni), gefunden werden.
Info: http://www.rub.de/euro2007.
+++
Zehn Versprechen
Die Studierenden am Lehrstuhl für Finanzierung
und Kreditwirtschaft haben es schriftlich: zehn Versprechen
von Stephan Paul für ein besseres Studium. Der
Wirtschaftsprofessor und sein Team verpflichten sich
gegenüber den Studierenden zu besonderen Leistungen.
„Gute Noten kann ich nicht garantieren, wohl aber
eine exzellente Betreuung“, heißt es in
„Paul’s 10“.
„Vorbilder für diese Verpflichtungen gibt
es nur wenige, zum Beispiel an der Universität
Hohenheim“, so Prof. Paul. Er gehört damit
in Deutschland zu den „Pionieren“. Konkret
sichert er den Studierenden u. a. zu, dass sie Vorlesungsunterlagen
spätestens eine Woche vor Veranstaltungsbeginn
erhalten, dass Klausuren innerhalb von fünf Wochen
korrigiert werden und dass die Mitarbeiter aktiv Abschlussarbeiten
unterstützen, etwa indem sie online Themen anregen
und Partner (z. B. Unternehmen) vermitteln. Zudem bietet
der Lehrstuhl ausführliche Sprechstunden an und
garantiert den Studierenden, permanent erreichbar zu
sein.
Besonderen Wert legt Stephan Paul auf Evaluation, Rückmeldung
und Kritik: Die Studierenden haben nach Prüfungsleistungen
(Seminar-, Diplomarbeiten, mündlichen Prüfungen)
Anspruch auf sog. Feedback-Gespräche mit den Wissenschaftlern.
Andererseits bewerten die Studierenden alle Veranstaltungen
des Lehrstuhls, die Ergebnisse werden anschließend
veröffentlicht. Auch die Evaluation von „Paul’s
10“ steht auf dem Plan: Hält sich der Lehrstuhl
nachweislich nicht an die Verpflichtungen, sind die
„Verstöße“ in einer entsprechenden
Rubrik auf der Lehrstuhl-Homepage nachzulesen. Denn:
„Versprochen ist versprochen“, so Prof.
Paul.
Info: „Paul’s 10“ werden als Flyer
verteilt und stehen im Internet unter http://www.rub.de/fin-kred/.
+++
Gewinner
Die religiöse Vielfalt – im Ruhrgebiet auf
engstem Raum konzentriert – als gesellschaftliche
Herausforderung und Bereicherung begreifen wollen Religionswissenschaftler
der RUB um Prof. Dr. Volkhard Krech: In ihrem Projekt
„Der Geist der Globalisierung und die Vielfalt
religiöser Symbolsprachen“ werden sie die
bereits begonnenen Forschungen vertiefen und ihre Ergebnisse
medial aufbereiten. Die Resultate sollen in Form von
Ausstellungen und Vorträgen, als Inhalte von Schülerprojekten
und im Internet der Öffentlichkeit zugänglich
gemacht werden und als Beitrag zur kulturellen Verständigung
dienen. Mit ihrem Konzept haben die Forscher im Februar
den Wettbewerb „Geist begeistert“ zum Jahr
der Geisteswissenschaften 2007 gewonnen. Sie werden
vom Bundesforschungsministerium mit 15.000 Euro bei
ihren Arbeiten unterstützt.
+++
Weiterbildung
Zwei neue Institutionen in der Weiterbildung –
eine für Beschäftigte und eine für Externe
– hat das Rektorat eingerichtet. Die wissenschaftliche
Weiterbildung, die sich an externe Interessierte richtet,
übernimmt fortan die Akademie der RUB, unterstützt
von der neu gegründeten „Arbeitsstelle Wissenschaftliche
Weiterbildung“ (AWW). Sie soll in enger Zusammenarbeit
mit der Akademie den Fakultäten und Einrichtungen
der RUB helfen, Angebote wissenschaftlicher Weiterbildung
bedarfsgerecht und kundenorientiert zu konzipieren und
umzusetzen. Außerdem übernimmt die AWW die
Organisation und Abwicklung von Weiterbildungsprogrammen
und berät die Fakultäten und Einrichtungen
bei weiterbildungsdidaktischen, rechtlichen, finanziellen
und organisatorischen Fragen. Damit soll die wissenschaftliche
Weiterbildung der Ruhr-Universität im Sinne des
Wissenstransfers und des lebenslangen Lernens weiter
ausgebaut werden.
Die Stabsstelle „Interne Fortbildung und Beratung“
(IFB) richtet sich mit ihren Fortbildungsangeboten an
alle Beschäftigten der Ruhr-Uni sowohl in der Wissenschaft
als auch in der Verwaltung. Ziel ist es, die Beschäftigten
dabei zu unterstützen, die anstehenden Veränderungen
an der Universität zu bewältigen. Die Gründungsvereinbarung
sieht u. a. ein besonderes Beratungs- und Coachingangebot
für Führungskräfte vor sowie den Ausbau
der Hochschuldidaktik und die Unterstützung des
wissenschaftlichen Nachwuchses.
Infos: http://www.uv.rub.de/ifb/
bzw. http://www.rub.de/aww/.
+++
Lehrer in die Betriebe
Ab dem Sommersemester 2007 wird die gestufte Lehrerausbildung
an der Ruhr-Uni um eine wichtige Komponente ergänzt:
Angehende Lehrer/innen absolvieren fortan sechswöchige
Praktika in der betrieblichen Ausbildung regionaler
Unternehmen. Partner des Projekts „Lehr- und Lernprozesse
in der betrieblichen Ausbildung“ sind das Zentrum
für Lehrerbildung der RUB (ZfL) und die Arbeitgeberverbände
Ruhr-Westfalen, die es finanziell unterstützen.
Das Projekt hat zwei zentrale Ziele: Künftige Lehrer
sollen Einblick in das gegenwärtige Ausbildungssystem
bekommen, zugleich sollen sie die jeweilige betriebliche
Ausbildung mit wissenschaftlichem Know-how unterstützen,
z. B. durch neue didaktische Methoden. „Letztlich
profitieren davon alle Beteiligten: die Studierenden,
die Auszubildenden und die Ausbildungsleiter“,
sagt die Leiterin des ZfL Prof. Gabriele Bellenberg
(Pädagogik).
Das Projekt hat einen „Rückkopplungseffekt“:
Die Studierenden werden hinsichtlich ihrer späteren
berufsvorbereitenden Aufgaben als Lehrer/innen geschult.
Sie sollen außerhalb ihres üblichen Tätigkeitsfeldes
die Wirtschaftswelt und ihre Zusammenhänge kennen
lernen. Dadurch erweitern sie ihre Beratungskompetenzen
für die Berufswahlvorbereitung im Schulunterricht
und ihre Kenntnisse in wirtschaftlichen Fragestellungen
für den Fachunterricht.
„Vor diesem Hintergrund ist die arbeitsmarktpolitische
und gesellschaftliche Relevanz des Projekts sehr hoch“,
erklärt Dr. Christiane Mattiesson vom ZfL. Zumal
das Projekt einen Teilbereich der seit Jahren angespannten
Lage auf dem Ausbildungsmarkt fokussiert: die viel diskutierte
„mangelnde Ausbildungsreife“ jugendlicher
Auszubildender.
Die Projektinhalte entwickelte das ZfL in einem Arbeitskreis
mit den Arbeitgeberverbänden Ruhr-Westfalen sowie
den teilnehmenden Firmen und Behörden – das
sind u. a. namhafte Unternehmen wie Bosch, Eickhoff,
ThyssenKrupp, Opel und die BKK Aktiv.
An der RUB ist das Projekt organisatorisch dem „Optionalbereich“
zugeordnet, der Bachelor-Studierenden Schlüsselqualifikationen
vermittelt. In den Betrieben sind die Ausbildungsmeister
und -leiter Ansprechpartner. Das Modul steht Studierenden
aller Fächer im 3. und 4. Semester eines Bachelor-Studiengangs
offen; insbesondere solchen, die später den Abschluss
Master of Education (Lehramt) anstreben.
jw/ad/md
|