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RUBENS 114

1. April 2007

Neue Stühle


Die Biologen helfen den Uni-Zwergen


23. Februar, 14 Uhr: Ein paar Uni-Zwerge sind gerade erst aus dem Mittagsschlaf aufgewacht und reiben sich verschlafen die Augen, andere laufen bereits Richtung Tür: Alle sind gespannt auf die neuen Stühle, die heute geliefert werden sollen. Und endlich ist es soweit: Biologie-Dekan Prof. Thomas Stützel und Werkstattleiter Karl-Heinz Sandermann bringen 16 neue Stühle in den Raum der Uni-Zwerge.
Nachdem die Stühle um den großen Tisch verteilt sind, laufen die Kinder direkt auf sie zu und setzen sich, um ihren Joghurt zu essen. Berührungsängste kennen sie keine, auch wenn die Eltern daran erinnern, dass sie die Stühle noch streichen wollen – möglichst bevor ihnen die Kinder sie mit Joghurt bekleckern. So tragen Eltern und Betreuer die Stühle kurzerhand in den Flur, um sie mit einem speziellen Öl zu streichen, das die Oberflächen abwaschbar macht.
Rückblick: Im Oktober 2006 wenden sich die Uni-Zwerge an Andrea Kaus vom Elternservicebüro, da sie dringend neue Stühle für die Kindergruppe brauchen. Andrea Kaus rät ihnen, mit einer der universitätsinternen Schreinereien in Kontakt zu treten. So fragt Dr. Ines Kubigsteltig, wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Pflanzenphysiologie und Mutter eines Uni-Zwerges, Prof. Stützel, ob die Schreinerei der Biologie die Stühle fertigen könnte. Es folgen Gespräche und Treffen mit Karl-Heinz Sandermann, der sich viel Zeit für die Fertigung des optimalen Kinderstuhls nimmt und letztlich den Uni-Zwergen ein Modell vorstellt.
Anschließend entstehen in der Werkstatt 16 Stühle in gleichem Design. Mit dem Projekt zeigen sich Stützel und Sandermann besonders kinderfreundlich – immerhin ist es nicht selbstverständlich, dass das Dekanat die Kosten für die Stühle übernimmt. Zudem schob Werkstattleiter Sandermann den Bau der Stühle in den regulären Arbeitsalltag der Werkstatt ein – und investierte mit seinen Mitarbeitern viel Zeit in ein freiwilliges Projekt.

Zum Dank Kekse

Zum feierlichen Anlass haben die Uni-Zwerge mit den Eltern ein großes Plakat gebastelt (s. Foto), mit dem sie sich bei Stützel und Sandermann bedanken; dazu gibt es Kekse und Schokolade. „Ich bin von den Stühlen begeistert“, freut sich Ines Kubigsteltig. Sohn Carlo, knapp ein Jahr alt, steht momentan noch auf der Warteliste, hat sich mit seiner Mama aber schon mal bei den Uni-Zwergen umgeschaut und an die neue Umgebung gewöhnt. Kubigsteltig hofft, dass Carlo spätestens ab August einen Platz bekommt, damit sich Familie und Beruf besser organisieren lassen.
Gute Gründe, ihren Sohn zu den Uni-Zwergen zu geben, hat sie genug: „Das Betreuungsangebot gilt bereits für Kleinkinder ab sechs Monate, es ist nah an meinem eigenen Arbeitsplatz und es gibt flexible Betreuungszeiten. Carlo kann zum Beispiel nur einzelne Tage oder Stunden pro Woche bei den Zwergen verbringen.“ Ines Kubigsteltig lobt, dass die Eltern viel Mitspracherecht bei der Betreuung der Kinder und bei Entscheidungen haben, sie also optimal integriert sind.




 

 

Julia Brosig
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Letzte Änderung: 30.3.2007| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik