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RUBENS 114

1. April 2007

Editorial

Universitätsallianz Metropole Ruhr


„Allianzwetter“ – wie anders hätte man die prächtigen äußeren Bedingungen beschreiben sollen, unter denen am 12. März 2007 im Senatssaal der RUB ein ganz besonderes Ereignis stattfand. Denn an diesem Tag wurde durch die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung die „Universitätsallianz Metropole Ruhr“ ins Leben gerufen. Die Rektoren der – in alphabetischer Reihenfolge genannten gleichberechtigten – Standorte Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen läuteten mit ihren Unterschriften unter die Kooperationsvereinbarung den Beginn einer neuen Ära in den Beziehungen der drei großen Universitäten ein. Die Allianz ist die Frucht einer zunehmend intensiveren Zusammenarbeit unserer Hochschulen in Forschung, Lehre und Administration, in der in den vergangenen Jahren Kirchturmdenken und unproduktive Konkurrenz immer stärker in den Hintergrund treten mussten und nun als endlich überwunden gelten dürfen.
Könnte dies ein Vorbild werden für die Region Ruhrgebiet? Die Rektorate der Allianzuniversitäten hoffen nichts weniger als dies. Ein ermutigender Schritt in die Richtung einer zukunftsgerichteten Kooperation im Ruhrgebiet war ja auch das Zusammengehen bei der – erfolgreichen! – Bewerbung um die „Kulturhauptstadt Europas“, die im Jahr 2010 mit der Metropolregion Ruhrgebiet deckungsgleich sein wird.
Es herrscht Aufbruchstimmung allerorten! – und was mit guten Ideen bewegt werden kann, um die vorhandenen Stärken der Region auszubauen und sichtbar werden zu lassen, das hat auch der Einzug der Ruhr-Universität in den kleinen Kreis der Kandidaten um den Titel einer „Elite-Universität“ im Rahmen der „Exzellenzinitiative“ gezeigt.
Die Allianz war im Grunde überfällig – aber nun ist ihre Zeit gekommen! Was kann ein leistungsstarker, weit über die Landesgrenzen sichtbarer, attraktiver Universitätsverbund bieten? Den Studierenden zum Beispiel ein enorm vielfältiges und hochwertiges Angebot an aufeinander abgestimmten Studiengängen und einen eigenen eCampus; den Forschenden ungeahnte Möglichkeiten, über Disziplinengrenzen hinweg Kooperationen zu verwirklichen, Themen aufzugreifen, für die das Forschungspotential eines einzigen Standorts im Vergleich zu anderen großen Zentren nicht genügend entwickelt ist; den Universitätsverwaltungen erhebliche Synergieeffekte zum Beispiel im Rahmen von gemeinsam genutzten IT-Infrastrukturen. Uns allen: stolz darauf sein zu können, am Auf- und Ausbau eines Maßstäbe setzenden europäischen Universitätsverbundes teilzuhaben, der Vorreiter und Motor der Zukunft der Ruhrmetropole sein kann.

Prof. Elmar Weiler, Rektor der Ruhr-Universität Bochum
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Letzte Änderung: 30.3.2007| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik