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RUBENS 113

1. Februar 2007

Willkommen an Deck

Gebäudeserie: Neues Bettenhaus am Bergmannsheil





Jeder von uns kann sich sicher noch an sein erstes Semester an der Ruhr-Uni erinnern. Wer hat sich anfangs nicht in den Kellerräumen verirrt und verzweifelt einen Ausgang gesucht? Wieso liegt der mal auf 02 und mal auf 01? Und warum gibt es nicht überall eine Cafeteria? RUBENS liefert die Antworten – diesmal zum neuen Bettenhaus des Bergmannsheils, das im Dezember 2006 eröffnet worden ist.

Hölzerne Planken unter den Füßen, die kühle Brise im Haar und den Blick über die Reling schweifen lassen … willkommen an Deck des neuen Bettenhauses am Bergmannsheil. Spätestens die großzügige Terrasse der Cafeteria im achten Obergeschoss lässt einen vergessen, dass man sich eigentlich in einem Krankenhaus befindet. Hoch über den Dächern der Stadt ist der Blick einzigartig – nur noch übertroffen von der Aussicht des knapp darüberliegenden gewaltigen Tellers, auf dem zwei Hubschrauber landen können, und der uns auch den eigentlichen Zweck des etwa 50 Meter hohen Gebäudes in Erinnerung ruft: Es beherbergt neben den Ambulanzen der Kliniken für Chirurgie, Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte, Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin und Innere Medizin (Endokrinologie, Stoffwechselerkrankungen, Gastroenterologie, Hepatologie) in den unteren Etagen die „Intermediate Care Station“ – eine interdisziplinäre Intensivstation mit 41 Betten – sowie in den Etagen zwei bis sieben die Pflegestationen der Kliniken.
Bei der Gestaltung wurde das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden: Die Einrichtung auf dem neuesten Stand der Technik geht einher mit dem größtmöglichen Wohlfühlfaktor. In den Patientenzimmern, die alle über ein eigenes Bad mit Dusche verfügen, für das sich kein Hotel schämen müsste, herrschen freundliche Farben vor. Der „Himmel“ ist blau gestrichen, warmes Gelb am Fußboden und helles Holz schaffen eine lichte Atmosphäre. Gediegener geht es auf den sog. Wahlleistungsstationen für Privatpatienten in der siebten und achten Etage zu, wo Kirschholzoptik dominiert und den Eindruck von Hotelkomfort noch unterstreicht; hier fehlen übrigens auch die Minibar und der Safe nicht.

Patientengarten geplant

Sämtliche Zimmer sind mit bodentiefen Fenstern sowie großem Balkon ausgestattet. Fernsehen, Telefon und Internet gehören zu jedem Bett, maximal drei Patienten werden in einem Zimmer untergebracht. Insgesamt verfügt das neue Haus über 248 Bettplätze. 624 sind es insgesamt im Bergmannsheil, diese Zahl bleibt unverändert.
Damit man sich in dem riesigen Gebäude – rund 25.000 Quadratmeter auf insgesamt zwölf Etagen stehen zur Verfügung – auch zurechtfindet, empfängt einen im Eingangsbereich eine großzügige offene Anmeldung/Information. Sollte man hier warten müssen, kann man sich in Ruhe der Betrachtung des gewaltigen, über drei Etagen hohen Spraykunstwerks der Künstlerin Katharina Grosse widmen, das farbenfroh die Eingangshalle beherrscht und sich von den Galerien der ersten und zweiten Etage aus unterschiedlichen Perspektiven in Augenschein nehmen lässt.
Noch lehnt sich das Bettenhaus, das am äußersten Rand des Bergmannsheil-Geländes an der Hattinger Straße steht, an das bisherige Haus 3 der Klinik an, das fast in Tuchfühlung mit dem Nachfolger seinem Ende entgegensieht: Sobald der Umzug komplett über die Bühne gegangen ist, wird das alte Haus abgerissen. An seiner Stelle soll ein Patientengarten entstehen, so dass dem Krankenhaus trotz des Neubaus mit mehr Platz keine Grünflächen verloren gehen.

 


md
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