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RUBENS 113

1. Februar 2007

Vierte Förderperiode

SFB 480 erneut positiv beurteilt



Als „in dieser Breite weltweit einmalig“ bewertet die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den Sonderforschungsbereich (SFB) 480 der Ruhr-Uni. Seit Januar fördert die DFG den Sonderforschungsbereich für weitere drei Jahre mit einer Summe von 4,2 Mio. Euro. Bereits zum vierten Mal konnten die beteiligten Wissenschaftler um Sprecher Prof. Dr. Ulrich Kück (Fakultät für Biologie) das Fachgutachter-Gremium der DFG mit ihren Forschungsprojekten überzeugen.
In der allgemeinen Beurteilung der DFG zum SFB 480 „Molekulare Biologie komplexer Leistungen von botanischen Systemen“ heißt es u. a.: „In Deutschland existieren nur wenige Sonderforschungsbereiche, die im Schwerpunkt auf botanische Systeme abheben. Ein Verständnis von botanischen Systemen über den engen Bereich der Pflanzen hinaus, wie er am Standort Bochum vorherrscht, ist – in dieser Breite – weltweit einmalig.“ Damit würdigt die DFG das Konzept, die Gemeinsamkeiten von Pflanzen, Pilzen und Bakterien zu nutzen, um gezielt Projekte der molekularen Botanik anzugehen.
Biologen und Mediziner der Ruhr-Uni sowie Forscher des Max-Planck-Instituts für Molekulare Physiologie in Dortmund arbeiten fachübergreifend zusammen: Sie untersuchen z. B. die molekularen Prozesse im Zusammenhang mit der Photosynthese – der Umwandlung der Energie des Sonnenlichtes in chemische Energie. „Die dazu notwendigen biochemischen Reaktionen finden in den Zellen aller grünen Pflanzen statt und stellen den bedeutendsten Prozess auf der Erde dar, ohne den das menschliche und tierische Leben nicht möglich wäre“, sagt Prof. Kück. Aspekte der Photosynthese bearbeiten die Wissenschaftler im SFB 480 aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit Methoden und Techniken der Molekulargenetik, Biochemie, Biophysik und Zellbiologie.
Darüber hinaus sind die Forscher eng mit verschiedenen Institutionen innerhalb und außerhalb der Ruhr-Universität vernetzt. So sind sie beispielsweise an das Protein-Center der RUB angebunden und kooperieren intensiv mit Projektgruppen des SFB 642 „GTP- und ATP-abhängige Membranprozesse“ (Sprecher: Prof. Dr. Klaus Gerwert, Biophysik). Die Sonderforschungsbereiche 480 und 642 sind zugleich die tragenden Säulen des Forschungsschwerpunkts „Strukturbiologie und Molekulare Medizin“ der Ruhr-Uni, der, unter Federführung des SFB 642, noch aussichtsreich in der Exzellenzinitiative vertreten ist: mit dem Exzellenzcluster „PROTEINinteractions: From molecular mechanism to cellular networks“.



 


jw
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