Ruhr-Universität Bochum zur Navigation zum Inhalt Startseite der RUB pix
Startseite UniStartseite
Überblick UniÜberblick
A-Z UniA-Z
Suche UniSuche
Kontakt UniKontakt

pix
 
Das Siegel
Naturwissenschaften Ingenieurwissenschaften Geisteswissenschaften Medizinische Einrichtungen Zentrale Einrichtungen
pix
RUBENS - Zeitschrift der RUB
RUBENS- Startseite

Lesen
Aktuelle Ausgabe
Archiv
¤Ausgabe Nr. 113
  ¤Artikel
pdf-Dateien

Service & Kontakt
Mediadaten
Redaktion
E-Mail Service
Kontakt

Volltextsuche
pix RUBENS - Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
 
 
 
    
pix
Artikel » Ausgabe 113 »Archiv » RUBENS » Pressestelle » Ruhr-Universität
pix pix
RUBENS 113

1. Februar 2007

Auf dem Sprung zur Elite

Exzellenzinitiative: Ruhr-Uni kommt bei zwei Förderlinien ins Finale



Eine weitere Hürde ist genommen: Die Projektskizzen zur Elite-Universität und zum Protein-Exzellenzcluster konnten die Gutachter überzeugen. Somit bleibt die Ruhr-Uni bei zwei Förderlinien der Exzellenzinitiative im Rennen. Bis Mitte April müssen die Skizzen ausgearbeitet werden. Am 19. Oktober 2007 fällt die Entscheidung, welche Projekte ab November 2007 von Bund und Ländern gefördert werden.


Nachmittags gegen halb vier knistert am 12. Januar die Spannung auf dem Flur vor dem Büro des Rektors hörbar: Wie wurde über die Projektskizzen der RUB entschieden? Wann endlich kommt die erlösende E-Mail von der DFG? In der Pressestelle laufen die Telefone heiß – gibt es schon Nachricht von der DFG? Der Server der Forschungsgemeinschaft reagiert aufreizend langsam: Noch keine neue Mitteilung um vier...
Erst um kurz nach vier verbreitet sich die frohe Botschaft wie ein Lauffeuer und die Anspannung weicht kollektivem Freudentaumel, Prorektoren liegen sich in den Armen, Korken knallen: Die RUB darf sich mit einem Vollantrag als Elite-Uni bewerben!
Bei der Förderlinie Elite (offiziell „Zukunftskonzepte zum projektbezogenen Ausbau der universitären Spitzenforschung“) konkurriert sie mit sieben anderen Universitäten: TH Aachen, FU Berlin, HU Berlin, Uni Göttingen, Uni Freiburg, Uni Heidelberg und Uni Konstanz. Noch ist unklar, wie viele dieser Unis letztlich ausgewählt und fünf Jahre lang mit mindestens 20 Mio. Euro jährlich gefördert werden. In der ersten Runde der Exzellenzinitiative setzten sich drei Hochschulen durch: Uni München, TU München und TH Karlsruhe.
Alles hängt nun vom Vollantrag ab, der die DFG, den Wissenschaftsrat sowie internationale Experten für sich gewinnen muss. „Wir werden alles dafür tun, überzeugende Anträge zu den ausgewählten Projekten vorzulegen“, verspricht Rektor Prof. Elmar Weiler.

Protein-Projekt

Auch die Bewerbung für den Exzellenzcluster „PROTEINinteractions: From molecular Mechanism to cellular NETWORKS“ weiter im Rennen. Er baut auf dem interdisziplinären Bochumer Proteincenter auf und soll dieses Zentrum, die Chemische Biologie des Max-Planck-Institutes und der Uni Dortmund und das CeBiTec an der Uni Bielefeld zusammenführen. Koordiniert wird das Projekt von Prof. Klaus Gerwert (Lehrstuhl für Biophysik der RUB). „Die jahrelange Aufbauarbeit – begonnen mit dem Proteincenter im Jahre 2002 und weitergeführt mit dem SFB 642 zu GTP- und ATP-abhängigen Membranprozessen – hat sich jetzt bezahlt gemacht“, freut sich Gerwert. „Wichtig war, den Schulterschluss mit den anderen sehr erfolgreichen Initiativen in der Region hinzubekommen. Erst diese Kooperation brachte eine genügend große Zahl an internationalen Spitzenforschern zusammen und machte die Initiative so stark“, so Gerwert.
Biophysiker, Chemiker, Biochemiker, Biologen und Mediziner ergründen die Frage, wie Proteine in lebenden Zellen in Netzwerken interagieren. Es geht darum, die Dynamik des Zellgeschehens praktisch in Echtzeit und wo immer möglich mit atomarer Genauigkeit aufzulösen. Defekte in diesem Zusammenwirken der Makromoleküle in der Zelle sind verantwortlich für Erkrankungen wie z.B. Krebs. Daher ist eine enge Kooperation mit klinischen Forschern und Pharmafirmen geplant, um die Erkenntnisse sehr schnell in Anwendungen umzusetzen. Das Forscherkonsortium deckt sowohl grundlagenwissenschaftliche als auch medizinische Fragestellungen ab.
Die Auswahl dieses Clusters von einem hochkarätigen internationalen Expertengremium im nationalen Wettbewerb mit 278 anderen Initiativen stellt bereits jetzt eine hohe Auszeichnung für die beteiligten Wissenschaftler dar. Von den jetzt deutschlandweit und über alle Disziplinen ausgewählten 40 Exzellenzclustern für die Finalrunde werden etwa 19 nach einer weiteren Begutachtung eines detaillierten Antrages von Bund und Ländern mit bis zu 6,5 Mio. Euro jährlich fünf Jahre lang gefördert.

Hoffnungsträger

Für die Ruhr-Uni hat die Bewilligung des Excellenzclusters eine besondere Bedeutung. Um als Elite-Universität anerkannt zu werden, müssen mindestens eine Graduiertenschule und ein Cluster im Wettbewerb erfolgreich sein. Eine Graduiertenschule ist in der ersten Runde bewilligt worden. Die campusweite Research School arbeitet bereits und wird mit etwa 1,5 Mio. Euro jährlich gefördert. Von den Bochumer Anträgen für Excellenzcluster hat nur das Cluster für Proteinforschung die Finalrunde erreicht und trägt jetzt alle Hoffnungen der Bochumer.
Die Ruhr-Uni wird allerdings auch die Themen der fünf anderen Cluster weiter bearbeiten. „Unsere Anträge bleiben Leitlinie für eine gute Zukunft unserer Universität“, erklärt Rektor Weiler. „Wir werden den geplanten Weg stellenweise zwar langsamer gehen müssen, weil wir die Mittel dazu aus dem eigenen Budget mobilisieren müssen, aber wir bleiben konsequent dabei.“

 


ad/md
pfeil  voriger Artikel Themenübersicht nächster Artikel   pfeil
 
 
Zum Seitenanfang  Seitenanfang | Druckfassung dieser Seite
Letzte Änderung: 1.2.2007| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik