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Ausstellung
in der Fachbereichsbibliothek Chemie
„Weg mit den Pipetten und ran an die Pinsel“,
hieß es Ende 2006 bei den Chemikern. Dort hatte
man von den nackten Betonwänden speziell in der
Fachbereichsbibliothek ganz einfach die Nase voll. Statt
sich auf Dritte zu verlassen und zu warten, bis Geld
für kosmetische Eingriffe da ist, wollte man lieber
selbst Hand anlegen. „Wir haben zusammen mit dem
Fachschaftsrat Chemie/Biochemie einen Wettbewerb zur
Verschönerung der Bibliothek ausgeschrieben“,
erklärt Dr. Klaus Merz, Fachreferent Chemie und
Leiter der Fachbereichsbibliothek. Mitmachen bei der
sog. Re-Aktion mit dem Untertitel „Farbstoff“
konnte und sollte jede und jeder, der zur Fakultät
für Chemie und Biochemie gehört: ob Professorin,
Wissenschaftler, Student, Sekretärin oder Techniker.
Erlaubt war fast alles: Malerei, Fotografie, Collage,
Plastik etc. – Hauptsache, es würde die grauen
Räume etwasattraktiver machen.
Rund 20 Exponate landeten bis zum Einsendeschluss am
20. Dezember 2006 im Büro des Fachschaftsrates:
Acrylgemälde, Pastellzeichnungen, Aquarellzeichnungen,
Collagen, Fotos und Fotoserien, zwischen 20 mal 30 und
70 mal 100 Zentimeter groß. Im Januar setzte sich
eine Jury (Professoren, Studierende sowie eine Kunstsachverständige)
mit den Arbeiten auseinander, schließlich sollten
diese nicht nur ausgestellt, sondern die besten auch
mit Sachpreisen prämiert werden. Die Jury entschied
schnell, und schon am 18. Januar fand die Vernissage
in der Fachbereichsbibliothek statt. Seitdem lassen
die bunten Exponate die grauen Betonwände fast
komplett verschwinden, stattdessen tummeln sich dort
Fabelwesen oder ziehen knallige Farbkompositionen den
Blick auf sich.
Reichlich Sachspenden
Die ganze (Re-) Aktion war also ein voller Erfolg,
entsprechend positiv fällt das Fazit von Klaus
Merz aus. Er freut sich besonders über die zahlreichen
Partner, die das Projekt wohlwollend begleitet haben.
„Es ist schon erstaunlich, wie einfach sich die
Türen öffnen, wenn man einen Wettbewerb veranstaltet
und Sponsoren für Sachspenden sucht“, erklärt
er. Sachspenden kamen vom Wiley Verlag, vom VFCh –
Verein zur Förderung der Chemie und Biochemie an
der Ruhr-Universität, vom Springer Verlag, von
Swets Information Service und vom CAS – Chemical
Abstract Service.
Auch die Universitätsbibliothek (UB) unterstützt
die Chemiker großzügig: Sie stellt kostenlos
Rahmen für die Fotos und Gemälde zur Verfügung.
Unklar ist noch, wie lange die UB ihre Rahmen ausleiht.
Davon hängt auch die Ausstellungsdauer ab. „Ideal
wäre es, wir hätten sie bis zum nächsten
Kunstwettbewerb», hofft Klaus Merz.
Info:
Die Ausstellung zum Wettbewerb „Re-Aktion“
ist in der Fachbereichsbibliothek der Fakultät
für Chemie und Biochemie zu sehen, Gebäude
NC, Ebene 03 Nord, Raum 498 (Tel. -23419 o. -24439).
Die Bibliothek hat montags bis donnerstags von 8 bis
18 und freitags von 8 bis 16 Uhr geöffnet.
ad
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