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RUBENS 113

1. Februar 2007

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Ausstellung in der Fachbereichsbibliothek Chemie





„Weg mit den Pipetten und ran an die Pinsel“, hieß es Ende 2006 bei den Chemikern. Dort hatte man von den nackten Betonwänden speziell in der Fachbereichsbibliothek ganz einfach die Nase voll. Statt sich auf Dritte zu verlassen und zu warten, bis Geld für kosmetische Eingriffe da ist, wollte man lieber selbst Hand anlegen. „Wir haben zusammen mit dem Fachschaftsrat Chemie/Biochemie einen Wettbewerb zur Verschönerung der Bibliothek ausgeschrieben“, erklärt Dr. Klaus Merz, Fachreferent Chemie und Leiter der Fachbereichsbibliothek. Mitmachen bei der sog. Re-Aktion mit dem Untertitel „Farbstoff“ konnte und sollte jede und jeder, der zur Fakultät für Chemie und Biochemie gehört: ob Professorin, Wissenschaftler, Student, Sekretärin oder Techniker. Erlaubt war fast alles: Malerei, Fotografie, Collage, Plastik etc. – Hauptsache, es würde die grauen Räume etwasattraktiver machen.
Rund 20 Exponate landeten bis zum Einsendeschluss am 20. Dezember 2006 im Büro des Fachschaftsrates: Acrylgemälde, Pastellzeichnungen, Aquarellzeichnungen, Collagen, Fotos und Fotoserien, zwischen 20 mal 30 und 70 mal 100 Zentimeter groß. Im Januar setzte sich eine Jury (Professoren, Studierende sowie eine Kunstsachverständige) mit den Arbeiten auseinander, schließlich sollten diese nicht nur ausgestellt, sondern die besten auch mit Sachpreisen prämiert werden. Die Jury entschied schnell, und schon am 18. Januar fand die Vernissage in der Fachbereichsbibliothek statt. Seitdem lassen die bunten Exponate die grauen Betonwände fast komplett verschwinden, stattdessen tummeln sich dort Fabelwesen oder ziehen knallige Farbkompositionen den Blick auf sich.

Reichlich Sachspenden

Die ganze (Re-) Aktion war also ein voller Erfolg, entsprechend positiv fällt das Fazit von Klaus Merz aus. Er freut sich besonders über die zahlreichen Partner, die das Projekt wohlwollend begleitet haben. „Es ist schon erstaunlich, wie einfach sich die Türen öffnen, wenn man einen Wettbewerb veranstaltet und Sponsoren für Sachspenden sucht“, erklärt er. Sachspenden kamen vom Wiley Verlag, vom VFCh – Verein zur Förderung der Chemie und Biochemie an der Ruhr-Universität, vom Springer Verlag, von Swets Information Service und vom CAS – Chemical Abstract Service.
Auch die Universitätsbibliothek (UB) unterstützt die Chemiker großzügig: Sie stellt kostenlos Rahmen für die Fotos und Gemälde zur Verfügung. Unklar ist noch, wie lange die UB ihre Rahmen ausleiht. Davon hängt auch die Ausstellungsdauer ab. „Ideal wäre es, wir hätten sie bis zum nächsten Kunstwettbewerb», hofft Klaus Merz.

Info:

Die Ausstellung zum Wettbewerb „Re-Aktion“ ist in der Fachbereichsbibliothek der Fakultät für Chemie und Biochemie zu sehen, Gebäude NC, Ebene 03 Nord, Raum 498 (Tel. -23419 o. -24439). Die Bibliothek hat montags bis donnerstags von 8 bis 18 und freitags von 8 bis 16 Uhr geöffnet.



 


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Letzte Änderung: 1.2.2007| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik