Editorial
Chancen
genutzt – Einzug ins Finale!
Die Ruhr-Universität, von vielen als Außenseiter
im Rennen um die begehrten Exzellenzprogramme angesehen,
aber schon in der ersten Runde des Bund-Länder-Wettbewerbs
mit einem universitätsweiten Promotionskolleg („Research
School“) erfolgreich, ist nun auch in der 2. Wettbewerbsrunde
weiter. Ein toller Start in das Jahr 2007!
Sechs Anträge auf Förderung von Exzellenzclustern
und einen Antrag für ein gesamtuniversitäres
Zukunftskonzept hatte unsere Universität in der
2. Wettbewerbsrunde ins Rennen geschickt. Am 12. Januar
um 15.30 Uhr sollten diejenigen Universitäten und
Projekte, die aufgrund herausragender Qualität
der Voranträge vor einem internationalen Gutachtergremium
am besten abgeschnitten hatten, zur Erstellung eines
Vollantrags aufgefordert werden. Im Rektorat ging es
um diese Zeit zu wie in einem Bienenhaus, die Spannung
stieg minütlich, und um 16 Uhr war dann endlich
das Ergebnis da: Das Exzellenzcluster ProteinNetworks,
so der Kurztitel, war in die Endrunde eingezogen! Und
dann: auch das Gesamtkonzept – was für ein
Jubel!
Die Ruhr-Universität ist damit bereits als eine
Spitzenuniversität anerkannt, und diese Anerkennung
gebührt allen Universitätsmitgliedern, jedem,
der sich eingebracht hat und einbringt. Der Erfolg ruht
also auf vielen Schultern, eine Gemeinschaftsleistung,
wie sie so typisch für die Ruhr-Universität
ist, unser Erfolgsrezept. Aber auch die gesamte Region
hat bereits gewonnen und darf sich mit uns freuen. Übrigens:
Der ProteinNetworks-Antrag wurde von den beiden Universitäten
Bochum und Dortmund gestellt. Auch Bielefelder Gruppen
sind dabei. Zusammenarbeit zahlt sich aus.
Wie geht es weiter? Klar ist: Die fertigen Anträge
müssen am 13. April bei der DFG sein, im Juni/Juli
folgt dann die Begutachtung. Dazu wird eine große
Gutachtergruppe auf den Campus kommen. Vieles hängt
dann von den Proteinforschern in Bochum, Dortmund und
Bielefeld ab. Ohne ihren Erfolg kann die Ruhr-Uni nicht
„Elite-Universität“ werden. Um als
solche anerkannt zu werden, müssen mindestens eine
Graduiertenschule und ein Cluster im Wettbewerb erfolgreich
sein.
Es gibt also reichlich zu tun, um einerseits die sehr
hohen Anforderungen an die Anträge zu erfüllen
und andererseits den Campus vorzubereiten. Die Arbeit
läuft bereits auf vollen Touren. Auch in der Endrunde
sind wir wieder Außenseiter. Entspannt können
wir dennoch an die Arbeit gehen – die Ruhr-Universität
hat unverrückbar ihren Platz auf der Landkarte
der ganz besonders leistungsstarken Universitäten
Deutschlands eingenommen.
Rektor
Prof. Dr. Elmar W. Weiler
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