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RUBENS 112

4. Januar 2007

Leute an der Ruhr-Uni


Personalmeldungen +++ Personalmeldungen +++ Personalmeldungen


Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) hat den Bochumer Physik-Studenten Jan Fitschen zum „adh-Sportler des Jahres 2006“ gewählt. Fitschen wurde im August bei der Leichtathletik-EM in Göteborg sensationell Europameister über 10.000 Meter.

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Wie und wo das Gehirn welche Infos speichert, hat Jan Peters, Doktorand der International Graduate School of Neuroscience, untersucht. Sein Ergebnis: Eingangsinformationen verschiedener Sinne werden unterschiedlich verarbeitet. Für die Darstellung seiner Ergebnisse bekam er bei der Tagung Neurovisionen 2006 im Dezember einen Nachwuchsforscherpreis.

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Er zählt zu den höchstdekorierten Wissenschaftlern der Ruhr-Uni, ist grenzüberschreitend tätig und ein angesehener Forscher in der Plasmaphysik. Zu den Auszeichnungen für Padma Kant Shukla, Honorarprofessor an der Fakultät für Physik und Astronomie, gesellte sich Ende November 2006 eine weitere herausragende Ehrung: Als erster deutscher Staatsbürger wurde er in die Physikklasse der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften berufen. Dort hat Prof. Shukla das Recht, Physiker/innen für den Nobelpreis zu nominieren und das Nobelpreis-Komitee zu beraten. In die Physikklasse werden nur profilierte Wissenschaftler aufgenommen. Dazu zählen 18 ausländische Forscher, darunter Nobelpreisträger wie der Däne Aage Bohr, sowie 40 schwedische Physiker.

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Vom Krieg auf dem Balkan unmittelbar betroffen, setzt sich eine Doktorandin der RUB für Völkerverständigung und interkulturelle Begegnung ein. Für ihr außergewöhnliches soziales Engagement und ihre hervorragenden Studienleistungen bekam Dr. Eva Kovacevic im Dezember den DAAD-Preis 2006, der mit 1.000 Euro dotiert ist. Die Preisträgerin schloss vor kurzem ihre Promotion an der Fakultät für Physik und Astronomie ab.

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Strom aus Wind ist im Prinzip eine umweltfreundliche Sache – wenn der Wind nur nicht so wankelmütig wäre. In Zeiten, in denen Windenergieanlagen wenig Strom produzieren, muss der Bedarf in der Regel mit Strom aus herkömmlichen Kraftwerken gedeckt werden. In windigen Phasen wird mitunter zu viel Strom erzeugt, dessen Nutzung problematisch sein kann. Eine Lösung für dieses Problem hat Dipl.-Ing. Leif-Erik Langhans in seiner Diplomarbeit untersucht: Die optimale Kopplung von Wind- und Wasserkraftwerken könnte die benötigte Ausgleichsleistung durch konventionelle Kraftwerke um bis zu 90 Prozent senken. Für die Arbeit, die er am Lehrstuhl für Hydrologie, Wasserwirtschaft und Umwelttechnik angefertigt hat wurde er im Dezember 2006 mit dem Förderpreis „Beiträge des Bauingenieurwesens zur Umwelttechnik“ ausgezeichnet.

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Das Ras-Protein ist der molekulare Schalter des Zellwachstums: Ist er defekt, können Zellen unkontrolliert wachsen. In etwa 30 Prozent aller menschlichen Tumore ist das Ras mutiert. Wie das Protein in Lösung funktioniert, ist weitgehend erforscht. Wichtig ist aber, wie es unter natürlichen Bedingungen, d.h. über Ankerverbindungen angekoppelt an die Zellmembran, mit anderen Proteinen wechselwirkt. Diese Prozesse hat Daniel Filchtinski, M. Sc., in der AG Protein-Interaktion (Abteilung Physikalische Chemie I) experimentell untersucht. Für seine Arbeit – eine der ersten im Bachelor-Master-Studiengang Biochemie der Ruhr-Uni – wurde er im Dezember mit dem Masterpreis 2006 der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie ausgezeichnet.
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Computerprogramme wie Graphen miteinander vergleichen und so schädliche Programme identifizieren: Für dieses Konzept erhielt Thomas Dullien Ende November den IT-Sicherheitspreis der Horst Görtz Stiftung, der mit 100.000 Euro dotiert ist. Dullien studiert Mathematik an der Ruhr-Uni und ist Gründer der SABRE Security GmbH.

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Prof. Dr. Brigitte Werners (Wirtschaftswissenschaft) wurde zum 1. Januar 2007 in den Vorstand der GOR e.V., Gesellschaft für Operations Research gewählt. GOR fördert die Verbreitung dieses Anssatzes in Wissenschaft und Praxis. Operations Research umfasst die Entwicklung und den Einsatz quantitativer Modelle und Methoden zur Entscheidungsunterstützung und ist geprägt durch das Zusammenwirken von Mathematik, Wirtschaftswissenschaft und Informatik. Jährlich veranstaltet die GOR eine wissenschaftliche Konferenz mit etwa 600 Teilnehmern aus der ganzen Welt. Der persönliche Kontakt und Wissensaustausch findet zudem kontinuierlich in 13 Arbeitsgruppen statt, die sich bspw. mit Logistik, Finanzwirtschaft, Biowissenschaft, Health Care oder Supply Chain Management beschäftigen und für die sich Prof. Werners besonders einsetzt.

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Gleich zwei Bochumer Theologie-Professoren hat die Deutsche Bischofskonferenz als Berater in ihre Kommissionen berufen: Prof. Dr. Joachim Wiemeyer ist Mitglied der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen, Prof. Dr. Markus Knapp gehört der Kommission für Ehe und Familie an. Ihre Amtszeit dauert bis zum Jahr 2011.

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Prof. Dr.-Ing. Ulrich Kunze (Elektrotechnik und Informationstechnik) wurde Ende November zum Ordentlichen Mitglied in die Academia Scientiarum et Artium Europaea (Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste, Salzburg) gewählt.

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Abschiede: Mit einem feierlichen Symposium nahm die Juristische Fakultät am 29. November Abschied von ihren zwei langjährigen und in der Wissenschaft hoch angesehenen Mitgliedern Prof. Dr. Fritz Fabricius und Prof. Dr. Walter Zeiss. Über 100 Gäste, darunter die Familien, die Dekane der Juristischen und der Sozialwissenschaftlichen Fakultät, zahlreiche Professoren und Ehrengäste waren aus ganz Deutschland und dem Ausland angereist, um Werke und Wirken der Verstorbenen zu ehren.
Seit Gründung der Ruhr-Universität (1964) gehörte Fritz Fabricius bis zu seiner Emeritierung (1984) der Juristischen Fakultät als Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Handels-, Wirtschafts- und Arbeitsrecht an. Prof. Dr. Wolfhard Kothe erinnerte nicht nur an die fortwirkende wissenschaftliche Leistung, sondern würdigte auch die international anerkannte Persönlichkeit und das besondere Engagement für die Universität, etwa durch die Mitarbeit an den Instituten für Berg- und Energierecht und Sozialrecht. Fritz Fabricius starb am 24. Februar 2006.
Sehr persönliche Worte fand Prof. Dr. Klaus Schreiber im Gedenken an Walter Zeiss, Inhaber des Lehrstuhls für Prozessrecht und Bürgerliches Recht seit 1967. Er erinnerte an seine erste Begegnung mit dem bei den Studenten äußerst beliebten Professor mit der praktischen Sicht der Dinge als Teilnehmer einer Übung im Bürgerlichen Recht. Trotz schwerer Erkrankung blieb Prof. Zeiss „seiner“ Universität und „seinen“ Studierenden als Lehrender bis zu seiner Emeritierung (1998) verpflichtet. Walter Zeiss starb am 5. März 2006.
Das Symposium wurde durch Festvorträge von Prof. Dr. Rolf Wank und Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Horst Konzen sowie durch die Musiker des Ensembles „Trilogie + one“ abgerundet.





 


ad, md, jw, Stefan Teuber
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Letzte Änderung: 4.1.2007| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik