Leute
an der Ruhr-Uni
Personalmeldungen +++ Personalmeldungen +++ Personalmeldungen
Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh)
hat den Bochumer Physik-Studenten Jan Fitschen
zum „adh-Sportler des Jahres 2006“ gewählt.
Fitschen wurde im August bei der Leichtathletik-EM in
Göteborg sensationell Europameister über 10.000
Meter.
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Wie und wo das Gehirn welche Infos speichert, hat Jan
Peters, Doktorand der International Graduate School
of Neuroscience, untersucht. Sein Ergebnis: Eingangsinformationen
verschiedener Sinne werden unterschiedlich verarbeitet.
Für die Darstellung seiner Ergebnisse bekam er
bei der Tagung Neurovisionen 2006 im Dezember einen
Nachwuchsforscherpreis.
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Er zählt zu den höchstdekorierten Wissenschaftlern
der Ruhr-Uni, ist grenzüberschreitend tätig
und ein angesehener Forscher in der Plasmaphysik. Zu
den Auszeichnungen für Padma Kant Shukla,
Honorarprofessor an der Fakultät für Physik
und Astronomie, gesellte sich Ende November 2006 eine
weitere herausragende Ehrung: Als erster deutscher Staatsbürger
wurde er in die Physikklasse der Königlich Schwedischen
Akademie der Wissenschaften berufen. Dort hat Prof.
Shukla das Recht, Physiker/innen für den Nobelpreis
zu nominieren und das Nobelpreis-Komitee zu beraten.
In die Physikklasse werden nur profilierte Wissenschaftler
aufgenommen. Dazu zählen 18 ausländische Forscher,
darunter Nobelpreisträger wie der Däne Aage
Bohr, sowie 40 schwedische Physiker.
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Vom Krieg auf dem Balkan unmittelbar betroffen, setzt
sich eine Doktorandin der RUB für Völkerverständigung
und interkulturelle Begegnung ein. Für ihr außergewöhnliches
soziales Engagement und ihre hervorragenden Studienleistungen
bekam Dr. Eva Kovacevic im
Dezember den DAAD-Preis 2006, der mit 1.000 Euro dotiert
ist. Die Preisträgerin schloss vor kurzem ihre
Promotion an der Fakultät für Physik und Astronomie
ab.
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Strom aus Wind ist im Prinzip eine umweltfreundliche
Sache – wenn der Wind nur nicht so wankelmütig
wäre. In Zeiten, in denen Windenergieanlagen wenig
Strom produzieren, muss der Bedarf in der Regel mit
Strom aus herkömmlichen Kraftwerken gedeckt werden.
In windigen Phasen wird mitunter zu viel Strom erzeugt,
dessen Nutzung problematisch sein kann. Eine Lösung
für dieses Problem hat Dipl.-Ing. Leif-Erik
Langhans in seiner Diplomarbeit untersucht:
Die optimale Kopplung von Wind- und Wasserkraftwerken
könnte die benötigte Ausgleichsleistung durch
konventionelle Kraftwerke um bis zu 90 Prozent senken.
Für die Arbeit, die er am Lehrstuhl für Hydrologie,
Wasserwirtschaft und Umwelttechnik angefertigt hat wurde
er im Dezember 2006 mit dem Förderpreis „Beiträge
des Bauingenieurwesens zur Umwelttechnik“ ausgezeichnet.
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Das Ras-Protein ist der molekulare Schalter des Zellwachstums:
Ist er defekt, können Zellen unkontrolliert wachsen.
In etwa 30 Prozent aller menschlichen Tumore ist das
Ras mutiert. Wie das Protein in Lösung funktioniert,
ist weitgehend erforscht. Wichtig ist aber, wie es unter
natürlichen Bedingungen, d.h. über Ankerverbindungen
angekoppelt an die Zellmembran, mit anderen Proteinen
wechselwirkt. Diese Prozesse hat Daniel
Filchtinski, M. Sc., in der AG Protein-Interaktion
(Abteilung Physikalische Chemie I) experimentell untersucht.
Für seine Arbeit – eine der ersten im Bachelor-Master-Studiengang
Biochemie der Ruhr-Uni – wurde er im Dezember
mit dem Masterpreis 2006 der Gesellschaft für Biochemie
und Molekularbiologie ausgezeichnet.
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Computerprogramme wie Graphen miteinander vergleichen
und so schädliche Programme identifizieren: Für
dieses Konzept erhielt Thomas Dullien
Ende November den IT-Sicherheitspreis der Horst Görtz
Stiftung, der mit 100.000 Euro dotiert ist. Dullien
studiert Mathematik an der Ruhr-Uni und ist Gründer
der SABRE Security GmbH.
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Prof. Dr. Brigitte Werners (Wirtschaftswissenschaft)
wurde zum 1. Januar 2007 in den Vorstand der GOR e.V.,
Gesellschaft für Operations Research gewählt.
GOR fördert die Verbreitung dieses Anssatzes in
Wissenschaft und Praxis. Operations Research umfasst
die Entwicklung und den Einsatz quantitativer Modelle
und Methoden zur Entscheidungsunterstützung und
ist geprägt durch das Zusammenwirken von Mathematik,
Wirtschaftswissenschaft und Informatik. Jährlich
veranstaltet die GOR eine wissenschaftliche Konferenz
mit etwa 600 Teilnehmern aus der ganzen Welt. Der persönliche
Kontakt und Wissensaustausch findet zudem kontinuierlich
in 13 Arbeitsgruppen statt, die sich bspw. mit Logistik,
Finanzwirtschaft, Biowissenschaft, Health Care oder
Supply Chain Management beschäftigen und für
die sich Prof. Werners besonders einsetzt.
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Gleich zwei Bochumer Theologie-Professoren hat die Deutsche
Bischofskonferenz als Berater in ihre Kommissionen berufen:
Prof. Dr. Joachim Wiemeyer
ist Mitglied der Kommission für gesellschaftliche
und soziale Fragen, Prof. Dr. Markus Knapp
gehört der Kommission für Ehe und Familie
an. Ihre Amtszeit dauert bis zum Jahr 2011.
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Prof. Dr.-Ing. Ulrich Kunze
(Elektrotechnik und Informationstechnik) wurde Ende
November zum Ordentlichen Mitglied in die Academia Scientiarum
et Artium Europaea (Europäische Akademie der Wissenschaften
und Künste, Salzburg) gewählt.
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Abschiede: Mit einem feierlichen Symposium nahm die
Juristische Fakultät am 29. November Abschied von
ihren zwei langjährigen und in der Wissenschaft
hoch angesehenen Mitgliedern Prof. Dr. Fritz
Fabricius und Prof. Dr. Walter
Zeiss. Über 100 Gäste, darunter
die Familien, die Dekane der Juristischen und der Sozialwissenschaftlichen
Fakultät, zahlreiche Professoren und Ehrengäste
waren aus ganz Deutschland und dem Ausland angereist,
um Werke und Wirken der Verstorbenen zu ehren.
Seit Gründung der Ruhr-Universität (1964)
gehörte Fritz Fabricius bis zu seiner Emeritierung
(1984) der Juristischen Fakultät als Inhaber des
Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Handels-,
Wirtschafts- und Arbeitsrecht an. Prof. Dr. Wolfhard
Kothe erinnerte nicht nur an die fortwirkende wissenschaftliche
Leistung, sondern würdigte auch die international
anerkannte Persönlichkeit und das besondere Engagement
für die Universität, etwa durch die Mitarbeit
an den Instituten für Berg- und Energierecht und
Sozialrecht. Fritz Fabricius starb am 24. Februar 2006.
Sehr persönliche Worte fand Prof. Dr. Klaus Schreiber
im Gedenken an Walter Zeiss, Inhaber des Lehrstuhls
für Prozessrecht und Bürgerliches Recht seit
1967. Er erinnerte an seine erste Begegnung mit dem
bei den Studenten äußerst beliebten Professor
mit der praktischen Sicht der Dinge als Teilnehmer einer
Übung im Bürgerlichen Recht. Trotz schwerer
Erkrankung blieb Prof. Zeiss „seiner“ Universität
und „seinen“ Studierenden als Lehrender
bis zu seiner Emeritierung (1998) verpflichtet. Walter
Zeiss starb am 5. März 2006.
Das Symposium wurde durch Festvorträge von Prof.
Dr. Rolf Wank und Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Horst
Konzen sowie durch die Musiker des Ensembles „Trilogie
+ one“ abgerundet.
ad,
md, jw, Stefan Teuber
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