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RUBENS 112

4. Januar 2007

Energie auf der Kippe


Noch immer wird an der Ruhr-Uni zu oft falsch gelüftet


Das kann passieren, wenn sich niemand so recht verantwortlich fühlt: Während die Beschäftigten in ihren Büros zunehmend darauf achten, richtig zu lüften, stehen zuweilen 70 Prozent der Fenster in Seminarräumen auf Kipp. Das hat das Team vom Projekt „Energiebewusste RUB“ in den letzten Wochen herausgefunden.

Über mehrere Wochen war das Projektteam auf dem Campus unterwegs und hat das Lüftungsverhalten beobachtet. Besonders interessiert waren die Mitglieder des Teams an den Unterrichtsräumen. Wegen der wechselnden Nutzergruppen und der hohe Fluktuation ist hier – anders als im Büro – niemand persönlich fürs Lüften verantwortlich.
Entsprechend fiel das Ergebnis aus: In mehr als 70 Prozent aller beobachteten Räume stand mindestens ein Fenster dauerhaft auf Kipp. „Bei mehr als 700 Unterrichtsräumen auf dem Campus verursacht eine solche permanente Spaltlüftung einen hohen Verlust an Wärmeenergie“, erläutert Nadine Hansmeier vom Projektteam und erinnert ans richtige Lüften: das Stoßlüften. Noch schlimmer: „In zwei Fällen standen Fenster im Erdgeschoss weit offen, allerdings ohne Beaufsichtigung. Das ist ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko.“
Zusätzlich zu den Unterrichtsräumen protokollierte das Team seit Mitte November das Lüftungsverhalten in Fakultätsgebäuden und im Verwaltungsgebäude. 48 Fenster wurden systematisch zu verschiedenen Zeitpunkten beobachtet. „Hier zeigt die Auswertung ein erfreuliches Gesamtbild“, so Nadine Hansmeier, „Nur rund acht Prozent der Fenster standen auf Kipp, die restlichen waren geschlossen.“
Dabei variiert allerdings der Anteil der auf Kipp stehenden Fenster zwischen den verschiedenen Gebäuden. Gerade in der G-Reihe, wo durch die kürzliche Fenstersanierung besonders hohe Einsparpotenziale durch energiebewusstes Lüften erzielt werden könnten, werden noch überdurchschnittlich viele Fenster permanent gekippt.

Umfrage und Verlosung

Mittlerweile liegen auch erste Ergebnisse der Ende November gestarteten Umfrage vor. Weit über 300 Beschäftigte hatten innerhalb der ersten knapp drei Wochen teilgenommen: Sie nehmen sich z. B. vor, in Zukunft ihre Heizungen bei längerer Abwesenheit abzudrehen (26 Prozent), die Türen geschlossen zu halten (20) und in Gruppenarbeitsräumen nur noch das Stoßlüften anzuwenden (20). Im Büro praktizieren bereits rund 80 Prozent dieses energiesparende Lüften regelmäßig, die meisten anderen nehmen sich vor, es zukünftig zu tun.
Unter allen Umfrageteilnehmern verlost das Projektteam Preise, u. a. Theaterkarten, Essensgutscheine und Thermoskannen. Als Hauptpreis winken zwei vom Akafö gesponserte Karten für den Hochschulball 2007. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt.

Infos zu den Statistiken, Verlosungen etc.: www.energie.rub.de


 


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Letzte Änderung: 4.1.2007| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik