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RUBENS 111

1. Dezember 2006

Belebte Partnerschaft

Krakauer Jura-Dekan zu Gast in Bochum





Nur ein Kurzbesuch war es, der Prof. dr hab. Tadeusz Wudyka nach Bochum führte – aber er könnte die Partnerschaft zwischen der Jagiellonen Universität Krakau und der Ruhr-Uni kräftig voranbringen. Tadeusz Wudyka ist Dekan der Juristischen Fakultät in Krakau. Er kennt Bochum von früheren Reisen. Damals war der Austausch zwischen den Fakultäten der Rechtswissenschaft weitaus lebendiger.
Die offiziellen Wurzeln der deutsch-polnischen Partnerschaft reichen bis ins Jahr 1979 zurück. Karol Józef Wojtya besuchte Polen zum ersten Mal als Papst Johannes Paul II., da vereinbarten die Rektoren beider Universitäten, Mieczyslaw Hess und Knut Ipsen, einen wissenschaftlichen und kulturellen Austausch. In der folgenden Zeit gab es einen regen Kontakt der Wissenschaftler; aber auch der Unichor reiste mehrfach nach Krakau. Kurz: Die Partnerschaft lebte. Daran konnten weder General Jaruzelski und das von ihm verhängte Kriegsrecht über Polen noch der eiserne Vorhang etwas ändern. Im Gegenteil, die Schwierigkeiten schweißten zusammen.
Als 1990 die Grenzen durchlässiger wurden, änderte sich manches. In Bochum verabschiedeten sich viele Protagonisten in den Ruhestand, Krakau orientierte sich über Bochum hinweg noch weiter nach Westen. „Die Ruhr-Uni hat es nach dem Fall der Mauer versäumt, die Partnerschaft zu pflegen“, resümiert mit Bedauern Knut Ipsen. Natürlich gibt es noch Kontakte, etwa bei den Juristen im Steuer- und Völkerrecht. Doch das sind Einzelfälle, getragen von persönlichem Engagement.
Der spontane Besuch von Tadeusz Wudyka könnte an der Singularität etwas ändern. Abgesehen davon, dass er Rektor Prof. Elmar Weiler eine offizielle Einladung des Krakauer Rektors angekündigt hat, gab es konstruktive und herzliche Gespräche mit dem Dekan der Juristischen Fakultät, Professor Dr. Peter A. Windel, und weiteren Mitgliedern der Fakultät. Geplant sind der Austausch von Professoren, Doktoranden, Assistenten und Studenten. Nun gilt es, die Chance zu nutzen und die Partnerschaft mit Leben zu erfüllen.
Denn beide Universitäten verbindet wesentlich mehr, als auf den ersten Blick scheint. Zwar ist die Uni in Krakau, gegründet 1364, etwas älter als die RUB. Aber dafür war Bochum die erste westdeutsche Hochschule, die trotz aller Widrigkeiten mit Krakau den Austausch pflegte. Und nirgendwo sonst in Deutschland leben derart viele Menschen mit polnischen Wurzeln wie im Ruhrgebiet. Es gibt also durchaus eine Tradition, die fortzusetzen sich unbedingt lohnt. Im Jahr 2009 wird die Partnerschaft 30 Jahre bestehen. Dieses Jubiläum sollten die Universitäten nicht als bloßen feierlichen Akt verstehen, sondern als Auftrag, die Partnerschaft zu beleben und auszubauen.


Dr. Holm Putzke
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Letzte Änderung: 30.11.2006| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik