Ruhr-Universität Bochum zur Navigation zum Inhalt Startseite der RUB pix
Startseite UniStartseite
Überblick UniÜberblick
A-Z UniA-Z
Suche UniSuche
Kontakt UniKontakt

pix
 
Das Siegel
Naturwissenschaften Ingenieurwissenschaften Geisteswissenschaften Medizinische Einrichtungen Zentrale Einrichtungen
pix
RUBENS - Zeitschrift der RUB
RUBENS- Startseite

Lesen
Aktuelle Ausgabe
Archiv
¤Ausgabe Nr. 111
  ¤Artikel
pdf-Dateien

Service & Kontakt
Mediadaten
Redaktion
E-Mail Service
Kontakt

Volltextsuche
pix RUBENS - Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
 
 
 
    
pix
Artikel » Ausgabe 111 »Archiv » RUBENS » Pressestelle » Ruhr-Universität
pix pix
RUBENS 111

1. Dezember 2006

Zukunftsmusik


Germanistiklehrende bieten ihre Vorlesungen als Audiodateien an



Zwei Veranstaltungen des Fachbereichs Germanistik zeigen sich sehr innovativ: Sie ermöglichen ihren Studierenden mit Hilfe des podcast-Systems, die Vorlesungen als Audiodateien am heimischen PC anzuhören. Wer möchte, kann die Dateien auch herunterladen und auf dem iPod abspielen. Verena Grimm sprach mit PD Dr. Benedikt Jeßing, einem der Lehrenden, die das System nutzen, über die Idee zum podcasting, die technische Umsetzung und die Vorteile für die Studierenden.

RUBENS: Herr Dr. Jeßing, was versteht man unter podcast?
Dr. Jeßing: Mit dem Begriff podcasting ist das Produzieren und Anbieten von Mediendateien im Internet gemeint. Hierzu benutzen wir das in einer Diplomarbeit entwickelte loudblog-System. Podcast funktioniert unabhängig von anderen e-learning-Angeboten der Ruhr Universität. Es bezieht sich auf zwei Angebote in der Neueren Deutschen Literaturwissenschaft (NDL). Zum einen bietet es der Grundkurs NDL für die Studierenden an, und zum anderen biete ich in meiner Vorlesung „Weimar und Jena: Klassizismus um 1800“ die Möglichkeit, dass die Vorlesungen direkt über das Internet angehört werden können.

RUBENS: Wie werden die Vorlesungen aufgezeichnet?
Dr. Jeßing: Die Vorlesungen werden mit Hilfe eines Rechners digital aufgezeichnet und anschließend leicht bearbeitet, d. h. störende Hintergrundgeräusche werden herausgefiltert und die Stimme des Dozenten wird gegebenfalls modelliert. Die so entstandenen mp3-Dateien können sich die Studierenden dann über einen link auf der Instituts- bzw. auf meiner homepage anhören. Es besteht außerdem die Möglichkeit, sich die Dateien herunterzuladen und die Vorlesung auf dem iPod anzuhören. In Zukunft sollen Folien, Bilder oder Tabellen bereitgestellt werden, die beim Abspielen der Audiodatei an der passenden Stelle erscheinen.

Ergänzung, nicht Ersatz

RUBENS: Wie ist die Idee entstanden, Vorlesungen als Audiodateien im Internet anzubieten?
Dr. Jeßing: Prof. Nicola Kaminski hatte die Idee für diesen Service. Er ist vor allem für Studierende gedacht, die an einer Vorlesung nicht teilnehmen können, weil sie krank sind oder bei denen – etwa im sehr eng gestrickten ersten Studiensemester – zwei Pflichtveranstaltungen parallel stattfinden, so dass sie eventuell nur an einer Veranstaltung teilnehmen können. Mit dem Service des podcast bieten wir diesen Studierenden die Möglichkeit, beide Veranstaltungen zu hören.

RUBENS: Gab bzw. gibt es technische Probleme?
Dr. Jeßing: Größere technische Schwierigkeiten gab es nicht. Einmal wurde die Vorlesung von der Software in 100facher Geschwindigkeit abgespielt. Somit war die Vorlesung zwar ganz schnell vorbei, allerdings konnte man nichts verstehen.

RUBENS: Wie ist die Resonanz bei den Studierenden?
Dr. Jeßing: Die Resonanz ist überwältigend. Das kann man daran sehen, dass auf meine erste Vorlesung innerhalb von zehn Tagen 576 Mal zugegriffen wurde.

RUBENS: Könnte es nicht sein, dass Sie Ihre Vorlesungen bald vor leerem Publikum halten, da die Studenten die Vorlesung lieber zu Hause über das Internet hören?
Dr. Jeßing: Ich sehe podcast weniger als Medium, das den Besuch einer Vorlesung ersetzt, sondern als eines, das begleitend genutzt werden sollte. Es bietet eine gute Möglichkeit zur Nacharbeit. Zusammenhänge, die sich aus der Mitschrift nicht mehr genau rekonstruieren lassen, können so wiederhergestellt werden. Natürlich besteht die Gefahr, dass die Studenten der Vorlesung fernbleiben. Doch es ist bestimmt relativ öde, sich eine eineinhalbstündige Vorlesung zu Hause am PC anzuhören. Ich denke, podcast kann eine Live-Vorlesung nicht ersetzen.

 


Verena Grimm
pfeil  voriger Artikel Themenübersicht nächster Artikel   pfeil
 
 
Zum Seitenanfang  Seitenanfang | Druckfassung dieser Seite
Letzte Änderung: 30.11.2006| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik