Goldener Herbst
Exzellenzinitiative:
Research School der Ruhr-Uni wird gefördert
Bundesweit die Nummer zwei bei Sonderforschungsbereichen,
in den Lebenswissenschaften Nummer drei in Sachen Forschungsgelder,
in vielen weiteren Bereichen unter den besten 20 in
Deutschland, tolle Zahlen bei der Einschreibung
und nun mit der Research School erfolgreich bei der
Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder –
die Ruhr-Uni erlebt einen goldenen Herbst und gehört
zu den „exzellenten“ deutschen Universitäten.
Neben viel Renommee gewinnt sie dabei auch einige Mio.
Euro.
Der Jubel an der Ruhr-Uni war groß, als am Nachmittag
des 13. Oktober die Entscheidung in Bonn fiel: Der Antrag
der Ruhr-Uni auf Errichtung einer „campusweiten
Graduiertenschule“ wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft
(DFG) und vom Wissenschaftsrat positiv entschieden;
mindestens eine Mio. Euro werden fortan jährlich
nach Bochum fließen, fünf Jahre lang. „Mit
dem Fördergeld können wir unser langfristiges
Ziel erreichen, in allen Fächern eine Promotion
mit Mehrwert und eine neue Promotionskultur zu schaffen“,
erläuterte der zukünftige Rektor Prof. Elmar
Weiler. „Das wird wegweisend sein für die
deutsche Hochschullandschaft.“
Rund 70 Wissenschaftler/innen wollen in der Graduiertenschule
über alle Fächergrenzen hinweg zusammenarbeiten
– von den Natur- und Ingenieurwissenschaften über
die Lebenswissenschaften bis zu den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften.
Beteiligt sind u. a. zehn Sonderforschungsbereiche (SFB)
und drei Graduiertenkollegs.
Inhaltlich spiegelt die geplante Research School die
Forschungsschwerpunkte der Ruhr-Uni wider: In den Natur-
und Ingenieurwissenschaften werden die Gebiete Systemchemie
der Grenzflächen, Plasmawissenschaften, Materialwissenschaften,
Nachhaltige Planung und Ausführung urbaner Infrastruktur
und Sicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnik
bearbeitet; in den Lebenswissenschaften sind dies die
Forschungsfelder Makromolekulare Netzwerke und Neuronale
und Kognitive Netze; in der Sektion Geistes- und Gesellschaftswissenschaften
die Gebiete Biomedizinische Ethik und Versorgungsforschung
(„Public Health“), Religion und Säkularisierung,
Semantische Räume sowie Sicherheit des Menschen
im Prozess der Globalisierung.
Auf dem Weg zur Elite
Die Doktoranden werden verantwortlich in die Aktivitäten
des Kollegs eingebunden. Sie erhalten ein individuelles
Trainingsprogramm aus fachbezogenen und fachübergreifenden
Veranstaltungen; zusätzlich absolvieren sie Kurse,
die wertvolle Schlüsselqualifikationen vermitteln.
Diese Mischung ist so auf die eigentliche Forschungsarbeit
abgestimmt, dass sich diese nicht verzögert, sondern
die Promovenden innerhalb des festgelegten Zeitraums
ein höheres Maß an persönlicher Qualifikation
erwerben. Das „Internationale Promotionszentrum“
der Ruhr-Uni (IPC) koordiniert die Aktivitäten
und übernimmt die Betreuung insbesondere der ausländischen
Promovenden.
Die Ruhr-Uni ist außerdem weiter im Wettbewerb
um den Rang einer Elite-Universität. Sie bewirbt
sich in der zweiten
Runde der Exzellenzinitiative für die Förderlinien
„Exzellenzcluster“ (mit sechs Clustern)
und „Zukunftskonzepte zum projektbezogenen Ausbau
der universitären Spitzenforschung“. Im Januar
2007 entscheidet sich, welche Anträge in die nächste
Runde kommen. Die Uni sieht der Entscheidung zuversichtlich
entgegen. Noch im August
hat sie in der Auswertung der DFG bei der Anzahl der
Sonderforschungsbereiche bundesweit einen hervorragenden
zweiten Rang belegt; auch beim neuen DFG-Forschungsranking
wird sie als forschungsstarke Uni bewertet (Seite
3).
jk/ad
|