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RUBENS 110

1. November 2006

Goldener Herbst

Exzellenzinitiative: Research School der Ruhr-Uni wird gefördert

 

Bundesweit die Nummer zwei bei Sonderforschungsbereichen, in den Lebenswissenschaften Nummer drei in Sachen Forschungsgelder, in vielen weiteren Bereichen unter den besten 20 in Deutschland, tolle Zahlen bei der Einschreibung und nun mit der Research School erfolgreich bei der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder – die Ruhr-Uni erlebt einen goldenen Herbst und gehört zu den „exzellenten“ deutschen Universitäten. Neben viel Renommee gewinnt sie dabei auch einige Mio. Euro.

Der Jubel an der Ruhr-Uni war groß, als am Nachmittag des 13. Oktober die Entscheidung in Bonn fiel: Der Antrag der Ruhr-Uni auf Errichtung einer „campusweiten Graduiertenschule“ wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und vom Wissenschaftsrat positiv entschieden; mindestens eine Mio. Euro werden fortan jährlich nach Bochum fließen, fünf Jahre lang. „Mit dem Fördergeld können wir unser langfristiges Ziel erreichen, in allen Fächern eine Promotion mit Mehrwert und eine neue Promotionskultur zu schaffen“, erläuterte der zukünftige Rektor Prof. Elmar Weiler. „Das wird wegweisend sein für die deutsche Hochschullandschaft.“
Rund 70 Wissenschaftler/innen wollen in der Graduiertenschule über alle Fächergrenzen hinweg zusammenarbeiten – von den Natur- und Ingenieurwissenschaften über die Lebenswissenschaften bis zu den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Beteiligt sind u. a. zehn Sonderforschungsbereiche (SFB) und drei Graduiertenkollegs.
Inhaltlich spiegelt die geplante Research School die Forschungsschwerpunkte der Ruhr-Uni wider: In den Natur- und Ingenieurwissenschaften werden die Gebiete Systemchemie der Grenzflächen, Plasmawissenschaften, Materialwissenschaften, Nachhaltige Planung und Ausführung urbaner Infrastruktur und Sicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnik bearbeitet; in den Lebenswissenschaften sind dies die Forschungsfelder Makromolekulare Netzwerke und Neuronale und Kognitive Netze; in der Sektion Geistes- und Gesellschaftswissenschaften die Gebiete Biomedizinische Ethik und Versorgungsforschung („Public Health“), Religion und Säkularisierung, Semantische Räume sowie Sicherheit des Menschen im Prozess der Globalisierung.

Auf dem Weg zur Elite

Die Doktoranden werden verantwortlich in die Aktivitäten des Kollegs eingebunden. Sie erhalten ein individuelles Trainingsprogramm aus fachbezogenen und fachübergreifenden Veranstaltungen; zusätzlich absolvieren sie Kurse, die wertvolle Schlüsselqualifikationen vermitteln. Diese Mischung ist so auf die eigentliche Forschungsarbeit abgestimmt, dass sich diese nicht verzögert, sondern die Promovenden innerhalb des festgelegten Zeitraums ein höheres Maß an persönlicher Qualifikation erwerben. Das „Internationale Promotionszentrum“ der Ruhr-Uni (IPC) koordiniert die Aktivitäten und übernimmt die Betreuung insbesondere der ausländischen Promovenden.
Die Ruhr-Uni ist außerdem weiter im Wettbewerb um den Rang einer Elite-Universität. Sie bewirbt sich in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative für die Förderlinien „Exzellenzcluster“ (mit sechs Clustern) und „Zukunftskonzepte zum projektbezogenen Ausbau der universitären Spitzenforschung“. Im Januar 2007 entscheidet sich, welche Anträge in die nächste Runde kommen. Die Uni sieht der Entscheidung zuversichtlich entgegen. Noch im August hat sie in der Auswertung der DFG bei der Anzahl der Sonderforschungsbereiche bundesweit einen hervorragenden zweiten Rang belegt; auch beim neuen DFG-Forschungsranking wird sie als forschungsstarke Uni bewertet (Seite 3).


jk/ad
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Letzte Änderung: 31.10.2006| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik