Editorial
Summa Cum
Laude
Welcher Studierender oder Doktorand kennt das nicht:
bestanden! Eine wichtige Prüfung ist Vergangenheit,
die langen Wochen, Schweigen, bis endlich das Ergebnis
aushängt, sind vorbei. Wer erzählt nicht später
davon? Wie man abgeklopft wurde und einsam dastand vor
der Kommission? So sind auch rund 80 Professor/innen
in diesem Sommer geprüft worden, die das Konzept
der Ruhr University Research School (RS) zusammengetragen
haben. Für das Rigorosum vor den Experten aus aller
Welt haben 15 von uns im Trainingslager immer wieder
geübt. Als Team sind wir angetreten und haben Summa
(!) bekommen.
Die Ruhr-Uni ist auf der neuen Karte der exzellenten
Unis Deutschlands vertreten, sie erhielt in der Exzellenzinitiative
den Zuschlag zum Aufbau eines universitätsweiten
Promotionskollegs. (siehe auch www.pm.rub.de/pm2006/msg00342.htm
sowie den nebenstehenden Beitrag.
Das neue Angebot richtet sich an junge Wissenschaftler/innen.
Sie können nun ihre Dissertation in ein umfassendes
Angebot der strukturierten Förderung auf höchstem
Niveau einbetten. Gefordert und gefördert sind
gleichermaßen Promovenden wie ihre Doktormütter
und -väter.
Die Visionen, der kreative Schwung und die präzisen
Vorgaben des Einrichtungsantrages müssen jetzt
umgesetzt werden. In den drei großen Sektionen
der RS, den Life Sciences, den Humanities, den Natural
Sciences and Engineering summt es. Wieder einmal hat
die Ruhr-Uni eine große Baustelle. Doch wo gebaut
wird, wo Kräne Gruben ausheben und Lasten bewegen,
dort geht es voran. Erneut hat sich Bochum an die Spitze
der Bewegung gesetzt, und wenn es bei den Bachelor-
und Master-Studiengängen an vielen Ecken und Enden
noch knirscht und klemmt, so läuft es bei uns doch
am besten; dort wo viele jetzt erst ankommen, waren
wir vor Jahren schon. So wird es auch bei der RS sein.
Wir wollen ganz nach oben, wir wollen vielleicht sogar
in die Champions League und alle an der RUB sollen etwas
davon haben.
Ich danke den Kolleg/innen, die dem vorläufigen
Executive Board der RS in der spontanen Vollversammlung
der Antragsteller am 20.10. per Akklamation einen großen
Vertrauensvorschuss mit auf den Weg gaben. Im
Team mit Jochen Vollmann (Medizinethik), Ralf-Peter
Brinkmann (Theoretische Elektrotechnik) und Hans Hatt
(Zellphysiologie) werde ich als Gründungsdekan
der RS in den kommenden Wochen intensiv mit den Sprechern
der Sonderforschungsbereiche, Forschergruppen, disziplinären
Graduiertenkollegs, Graduiertenschulen etc. über
die weitere Zusammenarbeit sprechen. Das Aufnahmeverfahren
für Doktoranden muss organisiert werden, aus deren
Mitte sind drei Sprecher für die Sektionen zu wählen,
ebenso muss diskutiert werden, wie das Allgemeine Graduiertenkolleg
integriert werden kann, deren Kollegiaten die RS mit
großer Freude begrüßt und mitgefeiert
haben. Es gibt noch viel zu tun, packen wir es an! Glück
Auf.
Prof.
Dr. Roland A. Fischer
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