Echt spitze
Mit zehn SFB ist die RUB ein herausragender Forschungsstandort
In der aktuellen Liste der Deutschen Forschungsgemeinschaft
(DFG) belegt die Ruhr-Uni bundesweit den zweiten Platz
bei den Sonderforschungsbereichen (SFB) – nur
an der Uni München gibt es mehr. Das Ranking bestätigt,
dass die RUB zu den forschungsstärksten deutschen
Universitäten gehört. Deshalb hat sie sich
im September in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative
des Bundes und der Länder erneut um den Titel „Spitzen-Universität“
(„Zukunftskonzepte zum projektbezogenen Ausbau
der universitären Spitzenforschung“) sowie
für die Förderlinie „Exzellenzcluster“
beworben.
Den zweiten Rang in der Liste der forschungsstärksten
Hochschulen Deutschlands erklomm die Ruhr-Uni mit dem
im Juli 2006 gestarteten SFB/Transregio „Engineering
hybrider Leistungsbündel – Dynamische Wechselwirkungen
von Sach- und Dienstleistungen in der Produktion“
(RUBENS
108). Mit ihm verfügt die Ruhr-Uni, genau wie
die Uni Köln, über zehn SFB, nur an der LMU
München sind es mehr (13). Zudem ist die RUB an
drei weiteren SFB beteiligt. Im DFG-Ranking folgen mit
je neun SFB die Uni Erlangen-Nürnberg, die Humboldt-Uni
Berlin und die RWTH Aachen.
Sonderforschungsbereiche sind langfristig angelegte
Forschungseinrichtungen der Hochschulen, in denen Wissenschaftler
in einem fächerübergreifenden Forschungsprogramm
zusammenarbeiten. Sie werden mit hohen Summen bis zu
zwölf Jahre lang gefördert.
Vor diesem Hintergrund ist es selbstverständlich,
dass die Ruhr-Uni sich für die Förderung als
„Spitzen-Universität“ bewirbt und eine
exzellente Ausgangslage im Wettbewerb hat. Mit der im
September eingereichten Bewerbung räumt sie gleichzeitig
das Image beiseite, „nur“ eine Massen-Universität
zu sein – sie gehört zur Spitze deutscher
Forschungsuniversitäten.
Erfolgsversprechende Research School
Das Spektrum der insgesamt sechs Anträge für
die Förderlinie Exzellenzcluster rekrutiert sich
aus der vorhandenen Bochumer Spitzenforschung. Dazu
gehören die Chemie der Grenzflächen, Werkstoffwissenschaften,
Neurowissenschaften, Plasmaforschung, das Proteincenter
sowie die Geisteswissenschaften (weitere
Infos). Im Januar 2007 wird sich entscheiden, welche
Anträge in die engere Wahl kommen und ausgearbeitet
werden sollen. Ausgewählte Exzellenzcluster werden
von Bund und Ländern mit bis zu 6,5 Mio. Euro jährlich
gefördert.
Bei der Förderlinie „Graduiertenschulen“
war die Ruhr-Uni bereits im ersten Durchgang der Exzellenzinitiative
erfolgreich und aufgefordert worden, ein vollständiges
Konzept auszuarbeiten (RUBENS
106). Den Vollantrag für eine campusweite Research
School unter Beteiligung von 19 Fakultäten hat
sie im April bei der DFG eingereicht. Ob die Ruhr-Uni
auf eine Förderung von etwa eine Mio. Euro pro
Jahr hoffen kann, wird sich schon am 13. Oktober entscheiden.
ad
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