Meldungen
Neues vom Campus
Neue Akademie
Mit der Ruhr-Akademie für Europäisches Privatrecht
weitet die Ruhr-Uni ihr Angebot in der Fortbildung aus.
Die Akademie ist eine Initiative des Lehrstuhls für
Bürgerliches Recht, Deutsches und Europäisches
Handels- und Wirtschaftsrecht (Prof. Dr. Karl Riesenhuber).
Ihr Zweck ist es, praktisch bedeutsame Fragen des Europäischen
Privatrechts auf wissenschaftlicher Grundlage für
die Praxis zu vermitteln. Zielgruppe der Veranstaltungen
(Fortbildungsseminare, Vorträge, Publikationen)
sind Praktiker: Rechtsanwälte, Richter, Unternehmens-
und Verbandsjuristen aus der Region.
Feierlich eröffnet wird die Ruhr-Akademie für
Europäisches Privatrecht am 16. November im Veranstaltungszentrum
der Ruhr-Uni. Unter anderem wird es dabei Grußworte
bzw. Vorträge der NRW-Justizministerin Roswitha
Müller-Piepenkötter und des Präsidenten
des Bundesgerichtshofs, Prof. Dr. Günter Hirsch,
geben.
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LSI zur RUB
Die NRW-Landesregierung hat im Sommer beschlossen, das
zurzeit als Landeseinrichtung organisierte und in Bochum
ansässige Landesspracheninstitut (LSI) „organisatorisch
und haushaltsmäßig“ der Ruhr-Uni anzugliedern.
Dort wird es unter der Marke „LSI“ als zentrale
Betriebseinheit geführt, mit dem kompletten bisherigen
Sprachangebot.
Wissenschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart betonte
das große Interesse des Landes am Fortbestand
des Instituts: „Das LSI ist mit seinem Angebot
bundesweit einmalig und genießt international
hohes Renommee bei Studierenden, Verwaltung und Wirtschaft.“
Im Jahre 2000 wurde das Landesspracheninstitut im Auftrag
des Wissenschaftsministeriums von einem externen Expertengremium
evaluiert und ausgesprochen positiv bewertet.
Das LSI ist eine Weiterbildungseinrichtung an der Nahtstelle
von Wissenschaft und Praxis. Seine Aufgaben sind die
Vermittlung von Sprachkompetenz und kommunikativen Fähigkeiten
in den vier Weltkultursprachen Arabisch, Chinesisch,
Japanisch und Russisch auf wissenschaftlicher Ebene.
An der Ruhr-Uni wird das LSI künftig eine enge
Kooperation mit dem Fremdsprachenzentrum pflegen.
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Umbenennungen
Umbenannt hat sich in der Sommerpause die Fakultät
für Chemie der Ruhr-Uni: Als „Fakultät
für Chemie und Biochemie“ würdigt sie
nun die Biochemie als einen interdisziplinären
Schwerpunkt in Lehre und Forschung. Ebenfalls mit neuem
Namen möchte – allerdings erst 2007 –
die Fakultät für Bauingenieurwesen reüssieren:
als Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften.
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WC-Gebühren
Weil die zentral gelegenen Toiletten in der Universitätsbibliothek
(UB) häufig auch von den Gästen der Ruhr-Uni
genutzt werden, gelten sie gewissermaßen als Aushängeschild
für den Sanitärbereich auf dem Campus. Allerdings
verursacht ausgerechnet diese häufige interne wie
externe Nutzung auch viel Schmutz. Trotz zweimaliger
täglicher Reinigung (morgens und nachmittags) gibt
es regelmäßig Beschwerden über den Zustand
der Toiletten im Untergeschoss der Bibliothek.
Mit einer Qualitätsoffensive möchte das Dezernat
5 (Technischer Hochschulbetrieb) nun die Sauberkeit
verbessern. Zusätzlich zur Rundumreinigung wird
sich ab Mitte Oktober eine WC-Frau den ganzen Tag über
(Mo-Fr 8-20 h, Sa 11-15 h) um die sanitären Einrichtungen
in der UB kümmern. Diese Qualität hat einen
(geringen) Preis: Die Nutzung der Toiletten in der Bibliothek
kostet ab dem 15.10.2006 20 Cent, die – wie an
Autobahnraststätten üblich – direkt
bei der WC-Frau zu entrichten sind. Sie sitzt am Eingang
zu den Toiletten und hat somit auch die Schließfächer
der UB im Blick; das erhöht, quasi als Nebeneffekt,
die Sicherheit dieser Fächer.
In einer auf zunächst zwei Monate angelegten Testphase
soll überprüft werden, ob sich das Projekt
finanziell lohnt, ob also die Einnahmen der WC-Benutzung
die Kosten für die beiden im Schichtdienst arbeitenden
WC-Frauen in etwa decken. Helge Hammes, im Dezernat
5 für das Projekt verantwortlich, geht zumindest
davon aus, dass sich die Beschwerden fortan nicht mehr
auf die fehlende Sauberkeit beziehen werden, sondern
auf die 20 Cent. Andererseits sind die Toiletten in
der UB bekanntlich nicht die einzigen auf dem Campus,
ganz in der Nähe, im HZO, gibt es auch welche und
die bleiben kostenlos.
Infos: Helge Hammes, Grundstücks- und Gebäudeverwaltung,
Dezernat 5, Tel. -28756
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Planspielwettbewerb
Kaum ist der universitätsweite Wettbewerb „Campus
Unternehmen 2006“ des Instituts für Unternehmensführung
(ifu) beendet (das beste Studierenden-Team wird am 26.10.
geehrt und mit einer einwöchigen, von ThyssenKrupp
finanzierten Studienreise zur Tongji-Universität
ausgezeichnet), geht der Wettbewerb in eine neue, die
mittlerweile vierte Runde: „Campus Unternehmen
2007“.
Im Wintersemester 2006/07 und im Sommersemester 2007
können sich Studierende aller Fakultäten daran
beteiligen. Die Studierenden treffen in Teams vielfältige
Managemententscheidungen und haben sich in einem schwierigen
Marktumfeld zu behaupten. Fürs WS können noch
Anmeldungen entgegengenommen werden: Blockveranstaltung
vom 2.1.-5.1.07, 9-17 h, Anmeldezeitraum: 13.-24.11.07
(über Internet: www.winf.rub.de).
Kontakt: Dr. Martin Seidler, ifu, GC 4/32, Tel. -22235,
www.ifu.rub.de
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Studiobühne
Für die Studiobühne beginnt das Semester dank
einer Einladung nach Minsk diesmal sehr früh. Von
1. bis 7. Oktober führt das Ensemble das Stück
„Terrorismus“ der Brüder Presnjakow
an der Staatlichen Belorussischen Universität auf.
Dadurch gelangt „Terrorismus“ (eigentlich
das Semesterstück des Sommers 2005) automatisch
noch einmal in Repertoire und wird auch im Musischen
Zentrum zwei weitere Male gespielt (28./29. Oktober,
je 19.30 h). Zur Erinnerung: Die Brüder Presnjakow
beziehen sich beim Titel auf die lateinische Grundbedeutung
von Terror: rücksichtsloses Vorgehen in allen Lebenslagen.
Ätzend genau haben sie normale Alltagsszenen beobachtet
und beschreiben mit subtilem Humor (fast) verborgene
terroristische Handlungen unter ganz normalen Menschen.
Wegen der hohen Nachfrage im Juli wiederholt die Studiobühne
auch das Semesterstück des Sommers 2006, „Nacht“
(21./22. Oktober, je 19.30 h). Die Farce von Andrzej
Stasiuk erzählt von Polen und Deutschen, vom gegenseitigen
Misstrauen, von Vorurteilen. Es geht um einen polnischen
Autodieb, der in Deutschland bei einem Raubüberfall
erschossen wird. Der Juwelier, der ihn erschoss, muss
sich kurz darauf einer Herztransplantation unterziehen
und wehrt sich, als er erfährt, dass er künftig
mit dem Herzen eines Toten aus dem Osten leben soll.
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Druckgrafik
Sehr fleißig sind in diesem Herbst die Druckgrafiker/innen
des Musischen Zentrums (MZ). Drei von ihnen sind mit
ihren Werken an aktuellen Ausstellungen beteiligt. Barbara
Grosse, ehemalige Leiterin der Radierwerkstatt im MZ,
zeigte im September in der Künstlerzeche Unser
Fritz (Herne) Großradierungen. Von Mai bis September
war Klaus Trawny an der Miniaturausstellung in Fürstenwalde
beteiligt. Außerdem hängt eine Jahresgabe
von ihm in der Aldegrever-Gesellschaft in Münster.
die Farbradierung „Landschaft im Dämmerlicht“.
Zu guter Letzt sind seit Anfang September Arbeiten von
Stephanie Abben in Karlsruhe zu sehen: Ihre Malerei-Ausstellung
„Unbestimmt“ ziert noch bis zum 4. November
den Brückenraum der dortigen Stadtbibliothek
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Literaturwettbewerb
140 Autoren aus ganz Deutschland haben sich am Literaturwettbewerb
AUF-BRUCH-STELLEN beteiligt, den das Kulturbüro
Boskop gemeinsam mit der Literaturinitiative Treibgut
und dem Bochumer Schreibhaus e. V. ausgeschrieben hatte.
Inzwischen hat die Jury die Gewinner ausgewählt.
Die Preisverleihung findet am 26. Oktober (18 h) im
Musischen Zentrum der Ruhr-Uni statt. Dort werden die
Gewinner ihre prämierten Texte vortragen. Die Geschichte,
die dem Publikum am besten gefällt, wird mit einem
weiteren Preis ausgezeichnet. Abgerundet wird der Abend
durch musikalische Einlagen.
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Forum-Performance
Der Schönsten – Kunst im öffentlichen
Raum“ heißt das Jubiläumsprogramm zum
10-jährigen Bestehen des Bochumer Jugendprojekts
Theater Total. Vom 22. bis 28. Oktober werden die Schauspieler
und Tänzer von Theater Total gemeinsam mit 150
Schülerinnen und Schülern aus acht Bochumer
Schulen sechs öffentliche Kunstwerke in Bochum
in Szene setzen.
Bespielt werden dabei u. a. die beiden Kunstobjekte
Toutes directions von Yaacov Agan und Two Open Rectangles
Excentric Triangular Section, Variation VII von George
Rickey, die auf der Forum der Ruhr-Uni vor den Kunstsammlungen
stehen. Los geht’s am 25. Oktober um 15 h. Inspiriert
werden die Künstler durch die Kunstwerke selbst.
Aus der Auseinandersetzung mit ihnen erarbeiten die
Jugendlichen künstlerische Bilder, die ihren Ausdruck
in den Performances finden – im Schauspiel, im
Tanz, in der Musik, in Licht- und Farbgebung.
Im März 2006 hat Theater Total in den Bochumer
Schulen mit Tanz- und Schauspielarbeit begonnen, um
die Schüler auf das Ereignis vorzubereiten. Schirmherr
ist Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, NRW-Staatssekretär
für Kultur. Finanzielle Unterstützung erhalten
die Aktiven von der Sparkassenstiftung, vom NRW-Ministerium
für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport
sowie von der Werner-Richard-Dr.-Carl-Dörken-Stiftung
Herdecke.
Info: Alle Termine des Projekts „der Schönsten“
unter www.theatertotal.de
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