Zukunftspakt
Ruhr-Uni
und Landesregierung planen bis 2010
Einen neuen Pakt haben das Land NRW und die Hochschulen
Mitte August unterzeichnet. Der Vertrag mit den Unterschriften
von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers,
Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart, Finanzminister
Helmut Linssen und den Hochschulrektoren sichert den
33 staatlichen Hochschulen in Nordrhein-Westfalen Planungssicherheit
bis 2010 zu.
Der sog. Zukunftspakt enthält u. a. folgende Kernpunkte:
Die Summe der Zuschüsse an die Hochschulen (rund
2,8 Mrd. Euro jährlich) wird auf der Basis des
Haushalts 2006 bis zum Ende der Legislaturperiode nicht
gekürzt. Die Einnahmen aus den Studienbeiträgen
(Potenzial bei derzeitiger Studierendenzahl rund 320
Mio. Euro jährlich) stehen den Hochschulen als
Drittmittel außerhalb des Landeshaushalts zusätzlich
zur Verfügung. Die Hochschulen werden von haushaltswirtschaftlichen
Eingriffen wie der Stellenbesetzungssperre und globalen
Minderausgaben auch über 2006 hinaus ausgenommen.
Die Besoldungs- und Tariferhöhungen gegenüber
2006 werden bis 2010 vom Land ausgeglichen. Die Hochschulen
beteiligen sich daran mit einem einmaligen Eigenanteil
von maximal 0,8 Prozent. Dieser Eigenanteil entspricht
der weiteren Ausnahme von der Besetzungssperre über
2006 hinaus bis 2010. Über die Regelungen des von
der Vorgängerregierung geschlossenen Qualitätspakts
(Geld statt Stellen) hinaus werden an den Hochschulen
keine Stellen abgebaut. Der Fonds, der im Gegenzug zu
diesem 1999 vereinbarten Stellenabbau jährlich
aufwächst und den Hochschulen zur Verfügung
steht, wird fortgeführt (zurzeit 29 Mio. Euro,
bis 2009 ca. 50 Mio.). Die Hochschulen übernehmen
bis 2010 insgesamt 200 Landesbedienstete bei geeignetem
Qualifikationsprofil aus anderen Einrichtungen des Landes
auf eigene freie Stellen. Die Leistungsorientierte Mittelvergabe
(derzeit 425 Mio. Euro der insgesamt 2,8 Mrd.) wird
fortgesetzt und weiterentwickelt.
Hochschulpakt
mit der Landesregierung
ad
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