Ruhr-Universität Bochum zur Navigation zum Inhalt Startseite der RUB pix
Startseite UniStartseite
Überblick UniÜberblick
A-Z UniA-Z
Suche UniSuche
Kontakt UniKontakt

pix
 
Das Siegel
Naturwissenschaften Ingenieurwissenschaften Geisteswissenschaften Medizinische Einrichtungen Zentrale Einrichtungen
pix
RUBENS - Zeitschrift der RUB
RUBENS- Startseite

Lesen
Aktuelle Ausgabe
Archiv
¤Ausgabe Nr. 109
  ¤Artikel
pdf-Dateien

Service & Kontakt
Mediadaten
Redaktion
E-Mail Service
Kontakt

Volltextsuche
pix RUBENS - Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
 
 
 
    
pix
Artikel » Ausgabe 109 »Archiv » RUBENS » Pressestelle » Ruhr-Universität
pix pix
RUBENS 109

1. Oktober 2006

Noch nicht mal ein Bolzplatz

Hochschulsport benötigt dringend einen ordentlichen Fußballplatz



Natürlich waren nicht nur die Platzverhältnisse schuld daran, dass die Professorenmannschaft beim letzten Sommerfest eins zu sechs gegen das Team der Verwaltung verloren hat. Fest steht jedoch: Der Platz am Botanischen Garten ist in einem miserablen Zustand. Überall liegen Steine, zum Teil sogar Scherben, Buckel und Krater wechseln einander ab. Der Hochschulsport nimmt Fußball deshalb erst gar nicht ins Programm auf. Das wird sich erst dann ändern, wenn es an der Ruhr-Uni einen ordentlichen Fußballplatz gibt.

„Von Aikido bis Yoga bieten wir den Studierenden und Beschäftigten der Bochumer Hochschulen wirklich alles an – nur keinen Fußball, und das ausgerechnet mitten im fußballverrückten Ruhrgebiet.“ Gregor Kalender vom Hochschulsportbüro und zugleich Hochschulsportbeauftragter schüttelt verständnislos den Kopf. Er steht genau dort, wo man eigentlich Fußball spielen sollte: auf dem Platz zwischen G-Reihe und Botanischem Garten. Zwei Tore mit Netzen stehen hier, Fangzäune, die etwas zu niedrig geraten sind, dazu ein sanfter, mit Rasen bewachsener Hügel, wo Publikum stehen oder sitzen kann, das wäre sozusagen die Nordtribüne; die Linien müssten gezogen werden, egal, das geht schnell; und zumindest an den äußersten Außenbahnen liegt sogar etwas Rasen.

Hohes Verletzungsrisiko

Doch dort, wo das Spiel größtenteils stattfindet, im zentralen Mittelfeld, in den Strafräumen, auf den Halbpositionen, entdeckt das Auge nur wüstes Erdreich, übersäht mit Steinen, Glasscherben und Grillkohle, durchzogen von Löchern und Lehmbuckeln. „Das hier ist noch nicht mal ein Bolzplatz, eher ein Sturzacker, der bisweilen als Partywiese genutzt wird“, wundert sich Gregor Kalender.
Versicherungstechnisch kann er es nicht verantworten, diesen Ort als Fußballplatz für den Hochschulsport auszuweisen. Die Verletzungsgefahr ist viel zu hoch. Wer hier freiwillig in seiner Freizeit kickt, wie die Professorenmannschaft und einzelne Gruppen von Studierenden, der macht es auf eigenes Risiko. Und da die Rasenplätze an der Markstraße hauptsächlich der Sportfakultät und in erster Linie der Leichtathletik vorbehalten sind, fehlt der Fußball im regulären Programm des Hochschulsports, selbst im Jahr der WM.
Gregor Kalender schüttelt erneut frustriert den Kopf, als er einen felsgroßen Stein im Boden entdeckt, ungefähr am Elfmeterpunkt im westlichen Strafraum, von wo aus man einen Blick auf die gepflegten Tennisplätze erhaschen kann. Tennis ist fester Bestandteil im Sportprogramm. Wenn es nach Kalender geht, steht dort der Fußball auch bald wieder als reguläres Angebot. Da die Nutzung der Plätze an der Markstraße mit zu vielen Auflagen verbunden wäre (zu wenige Zeiten, keine Stollenschuhe etc.), soll demnächst hier gekickt werden.
Doch vorab muss aus dem Sturzacker ein Fußballplatz werden. „Mit unserem Gesamtetat von 44.000 Euro können wir das natürlich nicht stemmen“, schränkt Kalender ein. Er hofft auf die Unterstützung der Universitätskommission für Hochschulsport. Die Kommission ist laut Satzung zuständig „für die Erstellung und Durchführung der Semester- und Ferienprogramme, den Umfang und die Förderung des Wettkampfbetriebes sowie für die Entscheidungen über Mittelvergabe und Kostenerhebungen.“

Kunstrasenplatz möglich

Zur Kommission gehören Vertreter/innen der Ruhr-Uni, der Fachhochschule Bochum und der Evangelischen Fachhochschule Bochum. Ihr Vorsitzender, Prof. Klaus Gerwert, ist selbst passionierter Fußballer in der Professorenfußballmannschaft der Ruhr-Uni. Er führte bereits Gespräche mit dem Rektorat, bei denen es um die Finanzierung der Runderneuerung des Fußballplatzes ging. „Man hat mir zugesichert, sich darum zu kümmern“, sagt der Biophysiker. Genau wie die Professoren suchen auch die Verwaltungsangestellten händeringend nach einem ordentlichen Platz, bestenfalls soll Fußball als Betriebssport etabliert werden.
Gregor Kalender jedenfalls träumt bereits von einem Kunstrasenplatz. „Ein normaler Rasenplatz wäre bei der zu erwartenden Nutzung nach nur einem Semester hinüber. Außerdem bergen die neuen Kunstrasen längst nicht mehr so viel Verletzungsrisiko wie die früheren“, erläutert er. Immerhin könnte sogar die nächste Fußball-WM in Südafrika auf Kunstrasen ausgetragen werden, es gibt entsprechende Überlegungen des Weltfußballverbandes Fifa. Bis 2010 sollen die fußballbegeisterten Hochschulmitglieder in Bochum jedoch nicht warten müssen.



ad
pfeil  voriger Artikel Themenübersicht nächster Artikel   pfeil
 
 
Zum Seitenanfang  Seitenanfang | Druckfassung dieser Seite
Letzte Änderung: 29.9.2006| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik