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RUBENS 108

1. Juli 2006

Geldnöte

Studienfinanzierung als große Herausforderung


Miete, Kleidung, Essen, Bücher und bald wahrscheinlich auch noch Studiengebühren – das alles will bezahlt werden. Doch wie? Was Eltern zahlen müssen, wie viel ein Darlehen wirklich kostet und welche Möglichkeiten es sonst noch gibt, um an Geld zu kommen, das verraten wir auf Seite 2. Darüber hinaus war RUBENS auf dem Campus unterwegs und hat bei Studierenden nachgefragt: Wie finanzieren diese ihr Studium? Was wird sich für sie ändern, wenn jetzt noch Studiengebühren anfallen.
Ein Teil der Bochumer Studierenden beschreitet dabei ganz neue Wege: Zusammen mit Dortmunder Kommilítonen enterten etwa 40 Studierende am 17. Juni im Dortmunder Hafen das sog. Ideenschiff der landeseigenen NRW.Bank – allerdings nicht, um dort versteckte Schätze zu rauben, sondern um öffentlichkeitswirksam gegen Studiengebühren zu demonstrieren. Die NRW.Bank ist nach Ansicht der Studierenden eine der Institutionen, die in Zukunft Profit aus Studiengebühren ziehen würde. Sie wirbt schon heute für Bildungskredite, die zu einem Zinssatz von 5,9 Prozent angeboten werden. Der Zinssatz ist allerdings nur bis Mitte 2008 garantiert, danach können die Zinsen steigen, befürchten die Studierenden. Außerdem, so die Protestler, trage die Bank aufgrund des von den Universitäten zu bildenden Ausfallsfonds dabei keinerlei Risiko: Möglicherweise bis zu 23 Prozent der Studiengebühren sollen einbehalten werden, um Banken zu entschädigen, falls Studierende ihre Kredite nicht zurückzahlen können.


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