Geldnöte
Studienfinanzierung
als große Herausforderung
Miete, Kleidung, Essen, Bücher und bald wahrscheinlich
auch noch Studiengebühren – das alles will
bezahlt werden. Doch wie? Was Eltern zahlen müssen,
wie viel ein Darlehen wirklich kostet und welche Möglichkeiten
es sonst noch gibt, um an Geld zu kommen, das verraten
wir auf Seite 2. Darüber hinaus
war RUBENS auf dem Campus unterwegs und hat bei Studierenden
nachgefragt: Wie finanzieren diese ihr Studium? Was
wird sich für sie ändern, wenn jetzt noch
Studiengebühren anfallen.
Ein Teil der Bochumer Studierenden beschreitet dabei
ganz neue Wege: Zusammen mit Dortmunder Kommilítonen
enterten etwa 40 Studierende am 17. Juni im Dortmunder
Hafen das sog. Ideenschiff der landeseigenen NRW.Bank
– allerdings nicht, um dort versteckte Schätze
zu rauben, sondern um öffentlichkeitswirksam gegen
Studiengebühren zu demonstrieren. Die NRW.Bank
ist nach Ansicht der Studierenden eine der Institutionen,
die in Zukunft Profit aus Studiengebühren ziehen
würde. Sie wirbt schon heute für Bildungskredite,
die zu einem Zinssatz von 5,9 Prozent angeboten werden.
Der Zinssatz ist allerdings nur bis Mitte 2008 garantiert,
danach können die Zinsen steigen, befürchten
die Studierenden. Außerdem, so die Protestler,
trage die Bank aufgrund des von den Universitäten
zu bildenden Ausfallsfonds dabei keinerlei Risiko: Möglicherweise
bis zu 23 Prozent der Studiengebühren sollen einbehalten
werden, um Banken zu entschädigen, falls Studierende
ihre Kredite nicht zurückzahlen können.
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