Leute an der Ruhr-Uni
Personalmeldungen
Ehre
Eine Forschergruppe um Prof. Dr. Klaus Gerwert
(Lehrstuhl für Biophysik) wurde Ende April mit
einem Anerkennungspreis des Innovationspreises Ruhr
ausgezeichnet. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert
und wurde unter 145 Bewerbern vergeben. Der Gruppe war
ein Durchbruch bei der Erforschung der Bausteine des
Lebens gelungen: Sie konnte das präzise aufeinander
abgestimmte Zusammenspiel einzelner Wassermoleküle
in der Nanowelt eines Proteins auflösen –
mithilfe einer von ihnen selbst entwickelten Spektroskopie.
Damit muss die Rolle des biologischen Wassers für
die Proteinfunktion neu bewertet werden.
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Für ihre herausragenden Diplomarbeiten erhielten
Marc-André Beyer (26) und Tobias
Fieback (26) den Adam Opel Preis 2006, der
mit jeweils 1.250 Euro dotiert ist. Der Preis wurde
auf der Studienabschlussfeier der Fakultät für
Maschinenbau am 19. Mai verliehen. Marc-André
Beyer hat in seiner Diplomarbeit Beiträge zu neuen
Diagnosemethoden moderner PKW-Kühlsysteme geleistet.
Tobias Fieback hat ein neues Gasdosier- und Druckregelgerät
entwickelt: Damit lassen sich bis zu vier verschiedene
Gase exakt mischen und dosieren.
Neu ernannt
Seit Februar 2006 besetzt Prof. Dr. Thomas Stöllner
den Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte.
Zugleich leitet Stöllner den Forschungsbereich
Montanarchäologie am Deutschen Bergbaumuseum (seit
April 2000). Dieses Konzept soll die Kooperation von
Museum und Universität ausweiten und ein spezifisches
Bochumer Profil in der Archäologie (Rohstoff- und
Wirtschaftsarchäologie) aufbauen. Daraus sollen
sich weitgehende Synergien in Forschung und Lehre ergeben,
die ab der Masterphase und während der Promotion
relevant sind. Prof. Stöllners Forschungsprojekte
am Bergbaumuseum reichen momentan von Mitteleuropa über
Georgien und Kasachstan bis in den Iran. Er war auch
maßgeblich beteiligt an der Vorbereitung und Durchführung
der viel beachteten Ausstellung „Persiens Antike
Pracht – Bergbau, Handwerk, Archäologie“,
die im November 2004 in Bochumer Bergbaumuseum eröffnet
wurde. Thomas Stöllner (1967 in Salzburg geboren)
studierte ab 1986 in Marburg, Salzburg, Regensburg und
Wien. 1995 wurde er in Marburg promoviert. Anschließend
arbeitete er fünf Jahre lang im DFG-Projekt zur
„Siedlungs- und Wirtschaftsgeschichte des eisenzeitlichen
Dürrnberges bei Hallstein“. Im Juli 2003
habilitierte er sich in Marburg.
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