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RUBENS 107

1. Juni 2006



Ranking

Ruhr-Uni weiter stark in der Mittelgruppe


Alle Jahre wieder veröffentlicht das Gütersloher Centrum für Hochschulentwicklung (mit wechselnden Partnern: zurzeit „Die Zeit“) Ranglisten der deutschen Hochschulen, unterteilt nach Fächern und in vier Qualitätsstufen gelistet: „Spitzengruppe“, „Mittelgruppe“, „Schlussgruppe“ und „nicht gerankt, da keine oder zu wenige Daten“. Der aktuelle Studienführer ist Mitte Mai erschienen. Aufgelistet sind 30 Studienfächer aus über 280 Hochschulen, darunter die Ruhr-Uni. Neben Fakten zu Studium, Lehre, Ausstattung und Forschung beinhaltet die Analyse Urteile von etwa 250.000 Studierenden über die Studienbedingungen an ihrer Hochschule sowie die Reputation der Fachbereiche unter den Professoren der einzelnen Fächer.
Wie üblich, liegen nur für einige Fächer aktuelle Daten vor: Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik. Allerdings ist erstmals ein direkter Vergleich mit 2003 erhobenen Daten zu bestimmten Fächern möglich. An der Ruhr-Uni handelt es sich um Biologie, Chemie, Mathematik, Physik und Medizin.
Die Bochumer Biologie hat sich beim Studentenurteil in zwei Rubriken verschlechtert. Bei Laborausstattung und Studiensituation insgesamt rutschte sie von der Mittel- in die Schlussgruppe. Dort landete sie auch mit der erstmals gerankten Betreuung. In den anderen beiden Rubriken landete die Biologie im Mittelfeld: Reputation und Wissenschaftliche Veröffentlichungen .
Zweimal konnte sich die Chemie verbessern: Reputation von Schluss- auf Mittelgruppe bzw. Wissenschaftliche Veröffentlichungen von Mittel- auf Spitzengruppe. Ansonsten gab es drei neu untersuchte Kriterien (Forschungsgelder, Betreuung, Studiensituation insgesamt), wo die Chemie jeweils in der Mittelgruppe platziert ist. Auch die Mathematik steht 2006 besser da als 2003. Sie liegt in allen fünf analysierten Kriterien in der Mittelgruppe, 2003 hatten die geworbenen Forschungsgelder nur für die Schlussgruppe gereicht.
Bochums Physiker profitierten von einem neuen Kriterium (Wissenschaftliche Veröffentlichungen), bei dem sie es in die Spitzengruppe schafften. Mit den anderen vier Kriterien sind sie jeweils in der Mittelgruppe vertreten. Für die Medizin ging es in Sachen Reputation abwärts (Mittel- auf Schlussgruppe). Ebenfalls in der Schlussgruppe angesiedelt sind Studiensituation insgesamt und Betreuung, die Wissenschaftlichen Veröffentlichungen sorgen für einen Platz in der Mittelgruppe und mit der Bettenausstattung liegt die RUB-Medizin in der Spitzengruppe.
Erstmals im CHE-Ranking vertreten sind Informatik und Geowissenschaften. Der noch junge Bochumer Studiengang Angewandte Informatik liegt viermal in der Schlussgruppe und konnte einmal nicht gerankt werden. Nicht gerankt werden konnten auch zwei der vier Kriterien für die Geowissenschaften der Ruhr-Uni, in den beiden anderen Bereichen liegt sie in der Mittelgruppe.
Insgesamt bestätigt sich, dass die Ruhr-Uni in Rankings meist in der Mittelgruppe landet, bisweilen in der Schlussgruppe (besonders bei den Urteilen der Studierenden) und selten in der Spitzengruppe. Zurzeit werden die Ergebnisse im Dezernat 1 (Selbstverwaltung, Hochschulstruktur und -planung) genauer ausgewertet. Geplant sind Gespräche mit den Fakultäten, um nach Wegen zu suchen, vor allem das Studierendenurteil zu verbessern.

 

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Letzte Änderung: 31.5.2006| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik