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RUBENS 105

1. April 2006


Virtuelles Zentrum


Ruhr-Uni bündelt die Fremdsprachenausbildung


Im März war es zunächst nur ein Büro in GB, doch das Zentrum für Fremdsprachenausbildung der Ruhr-Uni (ZFA) wird wachsen. Immerhin möchte die Uni in der neuen zentralen Betriebseinheit alle Sprachlernangebote zusammenfassen: 80 Kurse sind es im Sommersemester 2006, Tendenz: steigend.

Im ersten Büro des ZFA auf der 7. Etage des GB sitzt Dr. Claudia Kociucki, Geschäftsführerin des Zentrums. Sie wurde Mitte der 90er-Jahre am Seminar für Sprachlehrforschung (SLF) promoviert, war danach zehn Jahre in der freien Wirtschaft und kehrte schließlich im November 2005 an die Ruhr-Uni zurück. Die Verbindung zur Sprachlehrforschung ist in vielerlei Hinsicht geblieben, vor allem räumlich, denn beide Institutionen sind Nachbarinnen. Aber auch personell, denn Prof. Karin Kleppin aus der Sprachlehrforschung ist zugleich wissenschaftliche Leiterin des Zentrums für Fremdsprachenausbildung. Und zu guter Letzt inhaltlich, denn das ZFA ist ab dem Sommersemester 2006 für die Sprachkurse verantwortlich, für die bislang das SLF zuständig gewesen ist. Namentlich betrifft das die Sprachkurse in Englisch, Französisch, Italienisch, Russisch, Niederländisch, Schwedisch und Spanisch. Geleitet werden die insgesamt 80 Kurse weiterhin von etwa zehn Mitarbeiter/innen der Sprachlehrforschung bzw. von rund 20 Lehrbeauftragten.
Doch dieses Angebot bildet nur die Basis ab, Erweiterungen sind eingeplant. So sollen die bisher zusätzlich angebotenen Kurse in Dänisch, Neugriechisch, Norwegisch, Türkisch und Ungarisch ausschließlich im Sommersemester wegfallen, ab dem Wintersemester 06/07 soll es möglichst wieder Kurse für diese Sprachen geben. Angedacht ist außerdem eine Kooperation mit dem Landesspracheninstitut, das u.a. Arabisch, Chinesisch, Japanisch, Koreanisch und Russisch unterrichtet (RUBENS 88). Auch die Kurse des Bereichs „Deutsch als Fremdsprache“ werden demnächst integriert. Darüber hinaus soll das Fremdsprachenangebot bedarfsgerecht ausgeweitet werden, wenn beispielsweise durch politische und/oder wirtschaftliche Veränderungen eine neue Sprache in den Vordergrund rückt.

Innovative Matrix

Auch räumlich und personell wird das Zentrum für Fremdsprachenausbildung bald wachsen, ein Geschäftszimmer (neben dem Büro von Claudia Kociucki) wird als nächstes eingerichtet und spätestens bis zum Wintersemester 2006/07 kommen vier neue Mitarbeiter hinzu. Sie werden für die vier Kernbereiche des ZFA zuständig sein: Lehrplanentwicklung, Materialentwicklung und Neue Medien; Selbstgesteuertes Lernen & Sprachlernberatung; Prüfen/Testen/Zertifizieren. „Diese vier Bereiche sind als Matrix konzipiert, sie arbeiten nicht nur sprachübergreifend miteinander, sondern auch zusammen mit den einzelnen Dozenten. Diese innovative Struktur ist ein Novum in der Fremdsprachenausbildung, sie dient außerdem der Qualitätssicherung. Darüber hinaus ermöglicht diese Struktur den Bereichsverantwortlichen und den Dozenten, alle neuen Entwicklungen schnell mitzubekommen und umzusetzen“, erklärt Claudia Kociucki.
Für Studierende, die Sprachkurse belegen wollen oder müssen, wird das Sommersemester 2006 einen Übergang markieren. Zum einen fehlen vorübergehend die Kurse in den fünf o. g. Sprachen, zum anderen ist die Anmeldesituation etwas unübersichtlich. Bislang erfolgte die Anmeldung meist über den Optionalbereich, in einigen Fächern auch über die Heimatfakultät (Ingenieure, die Kurse im Technischen Englisch besuchen wollen, melden sich in den Ingenieurfakultäten dazu an). Jetzt soll möglichst alles über das neue Zentrum laufen (Angebote unter www.rub.de/zfa oder direkt neben dem zukünftigen Geschäftszimmer GB 7/54 an der Glaswand im Stauraum); einfach und übersichtlich wird es allerdings erst im WS2006/07 werden, wenn das gesamte Anmeldeverfahren durch das Zentrum für Fremdsprachenausbildung und mit Hilfe von VSPL (Online-System zur Verwaltung der Studien- und Prüfungsleistungen, s. RUBENS 102) abgewickelt wird.


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Letzte Änderung: 31.3.2006| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik