Virtuelles Zentrum
Ruhr-Uni bündelt die Fremdsprachenausbildung
Im März war es zunächst nur ein
Büro in GB, doch das Zentrum für Fremdsprachenausbildung
der Ruhr-Uni (ZFA) wird wachsen. Immerhin möchte
die Uni in der neuen zentralen Betriebseinheit alle
Sprachlernangebote zusammenfassen: 80 Kurse sind es
im Sommersemester 2006, Tendenz: steigend.
Im ersten Büro des ZFA auf der 7. Etage des GB
sitzt Dr. Claudia Kociucki, Geschäftsführerin
des Zentrums. Sie wurde Mitte der 90er-Jahre am Seminar
für Sprachlehrforschung (SLF) promoviert, war danach
zehn Jahre in der freien Wirtschaft und kehrte schließlich
im November 2005 an die Ruhr-Uni zurück. Die Verbindung
zur Sprachlehrforschung ist in vielerlei Hinsicht geblieben,
vor allem räumlich, denn beide Institutionen sind
Nachbarinnen. Aber auch personell, denn Prof. Karin
Kleppin aus der Sprachlehrforschung ist zugleich wissenschaftliche
Leiterin des Zentrums für Fremdsprachenausbildung.
Und zu guter Letzt inhaltlich, denn das ZFA ist ab dem
Sommersemester 2006 für die Sprachkurse verantwortlich,
für die bislang das SLF zuständig gewesen
ist. Namentlich betrifft das die Sprachkurse in Englisch,
Französisch, Italienisch, Russisch, Niederländisch,
Schwedisch und Spanisch. Geleitet werden die insgesamt
80 Kurse weiterhin von etwa zehn Mitarbeiter/innen der
Sprachlehrforschung bzw. von rund 20 Lehrbeauftragten.
Doch dieses Angebot bildet nur die Basis ab, Erweiterungen
sind eingeplant. So sollen die bisher zusätzlich
angebotenen Kurse in Dänisch, Neugriechisch, Norwegisch,
Türkisch und Ungarisch ausschließlich im
Sommersemester wegfallen, ab dem Wintersemester 06/07
soll es möglichst wieder Kurse für diese Sprachen
geben. Angedacht ist außerdem eine Kooperation
mit dem Landesspracheninstitut, das u.a. Arabisch, Chinesisch,
Japanisch, Koreanisch und Russisch unterrichtet (RUBENS
88). Auch die Kurse des Bereichs „Deutsch
als Fremdsprache“ werden demnächst integriert.
Darüber hinaus soll das Fremdsprachenangebot bedarfsgerecht
ausgeweitet werden, wenn beispielsweise durch politische
und/oder wirtschaftliche Veränderungen eine neue
Sprache in den Vordergrund rückt.
Innovative Matrix
Auch räumlich und personell wird das Zentrum für
Fremdsprachenausbildung bald wachsen, ein Geschäftszimmer
(neben dem Büro von Claudia Kociucki) wird als
nächstes eingerichtet und spätestens bis zum
Wintersemester 2006/07 kommen vier neue Mitarbeiter
hinzu. Sie werden für die vier Kernbereiche des
ZFA zuständig sein: Lehrplanentwicklung, Materialentwicklung
und Neue Medien; Selbstgesteuertes Lernen & Sprachlernberatung;
Prüfen/Testen/Zertifizieren. „Diese vier
Bereiche sind als Matrix konzipiert, sie arbeiten nicht
nur sprachübergreifend miteinander, sondern auch
zusammen mit den einzelnen Dozenten. Diese innovative
Struktur ist ein Novum in der Fremdsprachenausbildung,
sie dient außerdem der Qualitätssicherung.
Darüber hinaus ermöglicht diese Struktur den
Bereichsverantwortlichen und den Dozenten, alle neuen
Entwicklungen schnell mitzubekommen und umzusetzen“,
erklärt Claudia Kociucki.
Für Studierende, die Sprachkurse belegen wollen
oder müssen, wird das Sommersemester 2006 einen
Übergang markieren. Zum einen fehlen vorübergehend
die Kurse in den fünf o. g. Sprachen, zum anderen
ist die Anmeldesituation etwas unübersichtlich.
Bislang erfolgte die Anmeldung meist über den Optionalbereich,
in einigen Fächern auch über die Heimatfakultät
(Ingenieure, die Kurse im Technischen Englisch besuchen
wollen, melden sich in den Ingenieurfakultäten
dazu an). Jetzt soll möglichst alles über
das neue Zentrum laufen (Angebote unter www.rub.de/zfa
oder direkt neben dem zukünftigen Geschäftszimmer
GB 7/54 an der Glaswand im Stauraum); einfach und übersichtlich
wird es allerdings erst im WS2006/07 werden, wenn das
gesamte Anmeldeverfahren durch das Zentrum für
Fremdsprachenausbildung und mit Hilfe von VSPL (Online-System
zur Verwaltung der Studien- und Prüfungsleistungen,
s. RUBENS
102) abgewickelt wird.
ad
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